Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
22.09.2016

Notfallseelsorge und Polizei

Schon seit 18 Jahre Teamwork in der Wetterau

Logo der Notfallseelsorge Wetterau
Ein unvorhersehbares Ereignis erschüttert Sie, bringt Ihr Leben binnen Sekunden aus dem Gleichgewicht. Unvorstellbar? Mich trifft das nicht? Doch, leider kann es jeden von uns treffen. Schön, wenn es Menschen gibt, die sich dann Zeit nehmen, Orientierung und Halt geben. Die Notfallseelsorge bietet ein solches Angebot. Seelsorger aus dem kirchlichen Bereich stehen Tag und Nacht zur Seite und unterstützen da wo gerade Hilfe gebraucht wird - unabhängig von Konfession und Nationalität.

Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst – die bei einem Unglückfall involvierten Hilfsdienste verständigen über die Rettungsleitstelle die Notfallseelsorge. Binnen kürzester Zeit sind dann die einen Bereitschaftsdienst versehenden freiwilligen Helfer vor Ort. Der Suizid eines Angehörigen, der Unfalltod des Ehepartners, der plötzliche Kindstod, aber auch die Vernichtung des eigenen Hauses durch ein Feuer können beispielsweise Situationen sein, in denen die Seelsorger von den Einsatzkräften zur Unterstützung der Opfer hinzugezogen werden.

Die Zusammenarbeit untereinander und das Verständnis für die Arbeit des jeweilig anderen ist dabei eine Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Ablauf der Hilfe und einer guten Betreuung für die Betroffenen. Um im Fall der Fälle vorbereitet zu sein, lassen sich Jahr für Jahr neue Seelsorger für die Notfallseelsorge beschulen.

Gruppenbild mit den Seelsorgern bei der Polizeidirektion Wetterau mit Pressesprecherin Sylvia Frech
Foto oben: Gruppenbild mit den Seelsorgern bei der Polizeidirektion Wetterau
mit Pressesprecherin Sylvia Frech

Dabei gehört es schon zur guten Tradition, dass die „Neuen“ aus dem Bistum Mainz gemeinsam mit ihrem Ausbilder Gregor Rettinghaus, kath. Dekanatsbeauftragter für die Notfallseelsorge Wetterau und Referent für Notfallseelsorge im Bistum Mainz,  die Polizeidirektion Wetterau besuchen kommen. Mitte September war es wieder soweit. Zwölf Auszubildende staunten beim Einblick in die Polizeiarbeit und waren ergriffen von den Schilderungen der Beamten. Salvatore Murante von der Regionalen Tatortgruppe und Oliver Nolte von der Kriminalpolizei Wetterau wussten viel über ihre Arbeit zu berichten und zeigten mit Beispielen auf, wie die Zusammenarbeit aussehen kann. Eine Führung durch die Polizeidirektion Wetterau und der damit verbundene Einblick hinter die Kulissen durften selbstverständlich auch nicht fehlen.

In der folgenden Bildergalerie erhalten Sie einige Eindrücke von diesem besonderem Tag:

Weitere Bilder:

Bereits 1998 gründete sich die Notfallseelsorge Wetterau als ökumenische Einrichtung. Als wichtiger Partner bei der Betreuung von Opfern und Betroffenen, aber auch als Gesprächspartner für die eigenen belastenden Erlebnisse haben die Beamtinnen und Beamten der Polizeidirektion Wetterau die Notfallseelsorger in den letzten Jahren zu schätzen gelernt. Rund 120 Einsätze im letzten Jahr zeigen die Notwendigkeit eines solchen Angebotes. Und auch nach der ersten Betreuung bleibt niemand allein. Wo es möglich ist übergeben die Notfallseelsorger ihre Arbeit an die zuständigen Ortspfarrer oder vermitteln an Opferhilfeeinrichtungen.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und die interessierten Auszubildenden
und bedanken uns auch für die Unterstützung unserer Arbeit durch die Notfallseelsorge Wetterau!