Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
05.08.2016 | Polizeipräsidium Mittelhessen

Erpresserische Drohanrufe

Angebliche BAMF-Mitarbeiter drohen mit Abschiebung

Vorsicht ! Falsche Telefonanrufe!
Attention! Fraud Phone calls!

Betrüger geben sich als Mitarbeiter des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aus

Marburg – Eine aus Indien stammende 24-jährige Studentin steht noch immer sichtbar unter dem Eindruck des am Mittwoch, 03. August erhaltenen Drohanrufs. Sie traute sich nach dem Telefonat weder aus ihrer Wohnung noch ans Telefon.

     
Der aus Indien anrufende, besorgte Vater hatte die Polizei informiert, die nunmehr wegen Betrugs und Erpressung ermittelt.

     
Der Anrufer, ein angeblicher Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), drohte in insgesamt sieben (!) Telefonaten mit der Abschiebung und versetzte dabei die Studentin in Angst und unter Druck.

   
Da sie den geforderten Geldtransfer per Western Union nicht leisten konnte, forderte der Anrufer sie auf, den geforderten Betrag von 2000 Euro durch den Kauf von i-Tunes-Karten und Übermittlung der Codes zu begleichen.

Im Display des Telefons der Studentin erschienen gefälschte mit Computerprogrammen generierte Telefonnummern, die tatsächlich existent sind und zum BAMF gehören.

Beim BAMF gibt es bereits seit 2014 immer wieder Beschwerden über erpresserische Drohanrufe, bei denen die Telefonnummer des Bürgerservices des Bundesamtes im Display erscheint. Immer drohen die Anrufer mit Abschiebung und geben dann die Möglichkeit dieser Abschiebung durch Zahlen einer bestimmten Summe zu entgehen.

Die scheinbar bestens informierten Anrufer kennen nicht nur die Adressen und Erreichbarkeiten ihrer Opfer, sondern auch Pass- und Visanummern oder auch den Arbeitgeber.

Aus früheren Veröffentlichungen geht hervor, dass die Täter drei- bis vierstellige Beträge verlangen. Sie begründen ihre Forderungen sehr unterschiedlich:

  • Einmal sind es angeblich fehlerhafte Unterlagen für den Aufenthaltstitel der Ehefrau.
  • Dann sind die Daten im Visaantrag falsch und  die Ausweisung noch am selben Tag steht bevor.
  • In einem Fall erfolgte auch eine Haftandrohung, weil der Visantrag ein falsches Geburtsdatum enthält. 

Gefordert wird dann die Überweisung des Geldes über Western Union oder aber, wie jetzt in Marburg, die Zahlweise mit den Wertkarten. 

Martin Ahlich , Pressesprecher


Logo Bundesamt für Migration und Flüchtlinge  
Auf der Internetseite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge gibt es eine entsprechende Warnmeldung!

Fraud Phone Calls!

   
"Fraud Phone Calls!
Falsche Telefonanrufe!

The Federal Office has been informed that individuals are once more being threatened by anonymous callers. The callers claim to be employees of the Federal Office and threaten deportation unless a specific sum of money is paid.

Dem Bundesamt wurde mitgeteilt, dass erneut Personen durch anonyme Anrufer bedroht werden. Die Anrufer geben sich als Mitarbeiter des Bundesamtes aus und drohen mit Abschiebung, sofern nicht ein bestimmter Geldbetrag gezahlt wird.

Please be aware that such calls are not made by the BAMF. The BAMF has reported the offence to the police.

Wir weisen darauf hin, dass diese Anrufe nicht vom Bundesamt stammen. Das Bundesamt hat Strafanzeige erstattet.

If you receive such a threat, please inform us, preferably by sending an email to: info.buerger@bamf.bund.de.

Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, informieren Sie bitte unseren Bürgerservice unter der E-Mail-Adresse: info.buerger@bamf.bund.de.

! ATTENTION ! ACHTUNG !For your safety:

Please try not to give or confirm any personal details when you receive such a call.

Zu Ihrer Sicherheit:

Bitte geben Sie im Falle eines solchen Anrufs keine persönlichen Daten oder Informationen heraus."

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge