Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
21.03.2016

Fit und sicher im Umgang mit Computer & Co.

Dirk Hintermeier schult Auszubildende und Mitarbeiter

Erfolgreiche Kooperation zwischen IHK Gießen-Friedberg und Polizeipräsidium Mittelhessen, Kriminalhauptkommissar Dirk Hintermeier

Erfolgreiche Kooperation zwischen IHK Gießen-Friedberg und Polizeipräsidium Mittelhessen

Seit Oktober 2013 bietet die IHK Gießen-Friedberg in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Mittelhessen Internetprävention für Auszubildende an. Mit großem Erfolg. Nach der gut besuchten Auftaktveranstaltung folgten 17 weitere, an der insgesamt 583 Auszubildende aus dem IHK-Bezirk Gießen-Friedberg teilnahmen. Hinzu kamen mehrere Inhouse-Schulungen bei REWE, weitere fünf bei satis&fy in Karben, bei der OVAG in Friedberg, beim Berufsförderungswerk Frankfurt in Bad Vilbel sowie gleich zweimal bei der Sparkasse Oberhessen.

"Die sehr gute Beteiligung zeigt, wie wichtig es heutzutage ist, junge Menschen auf die Gefahren des Internets aufmerksam zu machen", betont Kai Schelberg, stellvertretender Leiter des Geschäftsbereiches Aus- und Weiterbildung bei der IHK Gießen-Friedberg, der die erste Informationsveranstaltung mit Kriminalhauptkommissar Dirk Hintermeier, Beauftragter für Internetprävention im Polizeipräsidum Mittelhessen, organisiert hatte.

Dirk Hintermeier trat 2013 an Kai Schelberg mit dem Vorschlag einer kostenfreien Internetprävention für Azubis der IHK Gießen-Friedberg heran. Ein Vorschlag, der sofort auf fruchtbaren Boden fiel. Und Hintermeier weiß, wovon er spricht: Bevor der Kriminalhauptkommissar im Juni 2012 seine Arbeit als Internet-Berater im Polizeipräsidium Mittelhessen aufnahm, war er fünf Jahre im Marburger Betrugsdezernat tätig.

Prävention ist wichtig: Auszubildende mit Referent Dirk Hintermeier (Polizeiprösidium Mittelhessen) und Patrick Rühl (IHK Gießen-Friedberg) - Foto: Petra A. Zielinski

Prävention ist wichtig: Auszubildende mit Referent Dirk Hintermeier (Polizeipräsidium Mittelhessen) und Patrick Rühl (IHK Gießen-Friedberg) - Foto: Petra A. Zielinski

Vorbildlich: Internetprävention bei der Firma Bender in Grünberg

Das größte Sicherheitsrisiko im IT-Bereich sind weniger Viren und Trojaner, die versuchen von außerhalb in Firmennetzwerke einzudringen, sondern vielmehr Mitarbeiter, die durch ihr Verhalten solche Attacken erst möglich machen. Einer der wichtigsten Faktoren zur Abwehr von Hacker-Angriffen ist ein geschulter Mitarbeiter, der in der Lage ist, externe Bedrohungen zu erkennen und richtig zu reagieren. Das hat auch die Firma Bender in Grünberg längst erkannt und bereits Ende 2014 damit begonnen, alle Mitarbeiter, die an PCs arbeiten, intern zu schulen.

Durch die Teilnahme von Bender-Auszubildenden an der Informationsveranstaltung Internetprävention ist der Kontakt zwischen dem Grünberger Familienunternehmen und Dirk Hintermeier entstanden. Zunächst wurden 2013 alle Auszubildenden von Bender geschult, bevor die anderen Mitarbeiter in etwa zwölf jeweils dreistündigen Seminaren umfassend gebrieft wurden. Die Mitarbeiter erhielten unter anderem Tipps zum Anlegen eines sicheren Passwortes, aber auch wichtige Hinweise, wie sie das Internet sicherer nutzen können, sensible Daten durch Verschlüsselung zu schützen und unbekannte E-Mail-Anhänge nicht zu öffnen. Denn eine große Anzahl schädlicher Software wie Viren, Würmer oder Trojaner verbreite sich per Mail. „Eine absolute Sicherheit kann es nicht geben, aber man kann es den Angreifern schwer machen“, so der Experte. In regelmäßigen Abständen sollen künftig neue Mitarbeiter geschult werden.

Internetprävention bei der Firma Bender in Grünberg v.l.: Kriminalhauptkommissar Dirk Hintermeier, Oliver Böhmer (CIO Bender Group) und Kai Schelberg (Stellv. Leiter Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung, IHK Gießen-Friedberg) - Foto: Petra A. Zielinski

Foto Internetprävention bei der Firma Bender in Grünberg v.l.: Kriminalhauptkommissar Dirk Hintermeier, Oliver Böhmer (CIO Bender Group) und Kai Schelberg (Stellv. Leiter Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung, IHK Gießen-Friedberg) - Foto: Petra A. Zielinski

Das Feedback aller Teilnehmer an Hintermeiers Fortbildungen ist dabei so groß, dass es weitere Schulungen für die Auszubildenden der IHK auch in diesem Jahr geben wird.

Quelle: IHK, Zielinski / PÖA-FB, Frech


Logo: wwwTatort Internet

Bereits seit 2008 bietet das Hessische Landeskriminalamt "Prävention aus einer Hand". Dabei hat jedes Präsidium einen eigenen Ansprechpartner für das "Tatwerkzeug Internet", siehe Cybercrime-Ansprechpartner in Hessen.

"Die Anzahl der Straftaten, die sich gegen das Internet richteten oder mit dem Tatmittel Internet verübt wurden, ist im Jahr 2014 um 605 auf 16.914 Fälle (+3,7 %) gestiegen. Die Aufklärungsquote konnte hingegen von 76,9 Prozent im Vorjahr auf 77,1 Prozent gesteigert werden", wusste der Kriminalpolizist zu berichten. Auffallend sei, dass die klassische Computerkriminalität mit 487 Fällen (-26,9 %) erneut deutlich rückläufig war, während die Fallzahlen beim Waren- und Warenkreditbetrug weiter steigen, im Jahr 2014 um 686 Fälle (+8,2 %). "Den größten Anteil an Delikten der Internetkriminalität machten Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 12.948 Fällen aus", so Hintermeier.

Logo der Broschüre Internetprävention      

Weitere Informationen zu den Beratungsthemen erhalten Sie in der Broschüre Internetprävention:
  Schutz vor Gefahren im Internet (68 Kb)