Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
29.04.2019 | Polizeipräsidium Mittelhessen

Achtung! Wieder Anrufe durch falsche Polizeibeamte

Schaden um Haaresbreite verhindert

 

Am Sonntag, 29. April 2019, gab es weitere, mindestens sechs Anrufe im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Wieder blieben die Betrüger ohne Erfolg, diesmal allerdings nur um Haaresbreite.

Achtung Mittelhessen: Falsche Polizisten am Telefon - Aufpassen & warnen!


Am Sonntag, gegen 20.15 Uhr, verwickelte eine angebliche Polizistin eine Ende 80 Jahre alte Dame aus Cappel in ein fast zwei Stunden dauerndes Telefongespräch. Die falsche Polizistin erzählte die bekannte Story von der festgenommenen Einbrecherbande und den gefundenen Unterlagen, die auf einen bevorstehenden Einbruch eben bei der alten Dame schließen lassen.

Die Betrügerin brachte ihr Opfer im Verlauf des Gesprächs tatsächlich dazu, ihr vorhandenes Bargeld bereitzulegen und ihren Schmuck nicht nur zu wiegen (?!), sondern ebenfalls dazu zu legen. Die Anruferin kündigte den alsbald erscheinenden Kollegen an, der ihr Vermögen "zur Sicherheit" abholt.

Glücklicherweise entschloss sich die Seniorin jetzt, selbst unter der ihr bekannten Telefonnummer 06421/406-0 bei der Polizei in Marburg anzurufen und sich von dort den Sachverhalt bestätigen zu lassen. Als sie ihren Entschluss der Anruferin mitteilte, war das Gespräch schnell zu Ende und ein bereits vor dem Haus stehender Mann, der geklingelt hatte, verschwand.

Von diesem Mann liegt eine vage Beschreibung vor.

  • Er war zwischen 20 und 25 Jahre alt,
  • hatte eine schlanke, sportliche Figur,
  • kurze, dunkle, dichte Haare und
  • trug einen hellen Pulli und eine dunkle Stoffhose.

Wer hat Sonntagabend, gegen 22.15/22.30 Uhr in Cappel rund um die Straße Im Lichtenholz eine Person gesehen, auf die diese Beschreibung zutrifft?

Wer kann weitere Angaben zu diesem Mann machen?

Hat der Mann möglicherweise ein Auto benutzt?

Hinweise hierzu bitte an die Kripo Marburg,
Tel. 06421/406-0.

Martin Ahliche Pressesprecher


29.04.2019 | PPMH | Ac.

 

Am Donnerstagabend (25.04.2019) schlug die Welle der Anrufe durch falsche Polizeibeamte mal wieder im Landkreis Marburg-Biedenkopf auf, diesmal traf es überwiegend den Ostkreis.

Zwischen 20.15 und 23 Uhr meldeten sich bei der richtigen Polizei zahlreiche Bürger, die zuvor von angeblichen Polizeihaupt- oder Polizeioberkommissaren angerufen worden sind.


Glücklicherweise erkannten die Angerufenen, dass es sich um falsche Polizeibeamte handelte. Sie hatten es mit der bekannten Masche probiert und von Festnahmen nach Einbrüchen in der Nachbarschaft berichtet.

Die Anrufer forderten dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sie wiesen explizit darauf hin, bei zukünftigen Anrufen sofort aufzulegen. Wenn die Opfer dann noch nicht auflegen, bieten die Anrufer die Sicherung des Vermögens durch Abholen und amtliche Verwahrung an.

"So geht die Polizei definitiv nicht vor. Die Polizei ruft nicht an und berichtet über Einbrüche und/oder Festnahmen und die Polizei holt garantiert niemals zur Eigentumssicherung irgendwelche Vermögenswerte zu Hause ab. Lassen Sie sich nicht am Telefon täuschen. Die Täter sind rhetorisch und technisch geschickt. Selbst wenn sie überzeugend klingen und im Display des Telefons die Telefonnummer der örtlichen Polizei erscheint - die angezeigte Nummer ist manipulierbar -, rufen Sie erst selbst dort zurück und benutzen Sie dabei nicht die Rückruffunktion, sondern wählen Sie bewusst neu."

Weitere Informationen im Internet zu dem Thema  Betrug durch falsche Polizisten 

Schriftzug: www.polizei-beratung.de

Martin Ahlich, Pressesprecher 


 26.04.2019 | PPMH | Ac.

 

Die Kripo warnt vor Betrügern in Mittelhessen! Achtung: Anrufe mit ... 110 - Falsche Polizisten rufen an! 

Falsche Polizeibeamte schlagen wieder zu und erbeuten Bargeld und Schmuck

Bargeld und Schmuck im Wert von zirka 20.000 Euro erbeuteten professionelle Betrüger am Freitagnachmittag, 28. September zwischen 14 und 15 Uhr in der Straße „Am Bahnhof“, Stadtallendorf. Die Kriminalpolizei hofft nun auf Zeugenhinweise.

 

Immer wieder kommt es im Landkreis Marburg-Biedenkopf und den benachbarten Kreisen in gewissen Zeitabständen zu Anrufen der falschen Polizisten, die erfahrungsgemäß europaweit agieren. Die mutmaßlichen Betrüger ziehen im wahrsten Sinne des Wortes wie Heuschrecken über das Land und „grasen“ die einzelnen Landkreise ab. Ins Ziel geraten in der Regel ältere, arglose Menschen. Obwohl die Polizei nicht müde wird, über die besondere Form des Betruges zu berichten und zu warnen, kommt es leider vereinzelt immer noch dazu, dass sich die ausgesuchten Opfer auf das üble Spiel der Täter einlassen.

Am Mittag erhielt die Seniorin den ersten Anruf einer akzentfrei Deutsch sprechenden Frau, die sich als Polizeibeamtin zu erkennen gab. Wieder einmal wurde die bestens bekannte Geschichte aufgetischt. Einbrecher seien unterwegs, der Name des Opfers sei auf einem Zettel vermerkt und somit seien die Wertsachen im Haus nicht mehr sicher. Die Betrüger hielten die Rentnerin durch mehrere Telefonate unter Dauerdruck und brachten sie dazu, Angaben über das Vermögen preis zu geben. Letztendlich wurde die Seniorin davon überzeugt, dass die Wertsachen in der Wohnung nicht mehr sicher sind und von der Polizei in Verwahrung genommen werden müssen. Um die Dringlichkeit zu untermauern wurde dem Opfer auch noch suggeriert, Angestellte der Bank würden mit den Einbrechern zusammenarbeiten. Auch ein angeblicher Staatsanwalt meldete sich, um die „Lügengeschichte“ rund zu machen. Die ältere Frau, die zu absoluten Stillschweigen verpflichtet wurde, erhielt nun konkrete Anweisungen. Wie gefordert, warf sie zwischen 14 und 15 Uhr sämtliche Wertsachen in einer Plastiktüte über den Balkon nach unten. Das Versprechen der „falschen Polizisten“, die Wertsachen zeitnah wieder auszuhändigen, wurde natürlich nicht eingelöst. Der Schwindel flog erst auf, als die Seniorin misstrauisch wurde und gegen 16.30 Uhr bei der Polizeistation Stadtallendorf anrief.

Hinweise der Polizei:

Seien Sie wachsam, misstrauisch und besprechen sich mit einer Vertrauensperson, bevor Sie überhaupt an eine Abhebung von Bargeld denken oder das daheim gelagerte Geld an Fremde aushändigen! Lassen Sie sich am Telefon von den mutmaßlichen Betrügern nicht unter Druck setzen. Geben Sie niemals vertrauliche Informationen preis. Behörden, seriöse Unternehmen agieren nicht in dieser Form und fragen sensible Daten ab.

Sollte im Display eine Telefonnummer angezeigt werden, die angeblich auf die Polizei hinweist:

Nicht die Wahlwiederholung drücken. Die Täter agieren in der Regel mit dem sogenannten "Call ID Spoofing". Dabei wird im Display des Angerufenen eine Nummer angezeigt, die vortäuscht, die Polizei habe angerufen. Dadurch wollen die mutmaßlichen Täter ihre wahre Identität verschleiern! Die Täter sind in der Lage, jede beliebige Telefonnummer im Display "aufleuchten" zu lassen.

Wählen Sie die Notrufnummer 110 oder die Festnetznummer der zuständigen Polizei, die Sie im Telefonbuch oder über das Internet ermitteln können.

 

Phänomen Anruf durch falsche Polizeibeamte:

Senior mit Brille, Quelle: ProPKÄltere Menschen werden zunehmend von Unbekannten angerufen, die sich als Polizeibeamte

ausgeben und hierbei die Rufnummer örtlicher Polizeidienststellen, des Bundeskriminalamtes oder gar die Rufnummer 110 mit einer Ortsvorwahl im Telefondisplay erscheinen lassen. Die Anrufer manipulieren ihre Opfer, indem sie ihnen überzeugende Geschichten über aktuelle Straftaten erzählen und sie zum vermeintlichen Schutz ihres Eigentums auffordern, Geld oder Wertgegenstände auszuhändigen. Die Tatbegehungsweise dieses europaweiten Phänomens schädigt in erheblichem Maße das Vertrauen der Bürger in den Staat und dessen Institutionen.

Unter sehr detailliert geschilderten Vorwänden, wie beispielsweise die Polizei habe Hinweise auf einen geplanten Einbruch beim Geschädigten, gelingt es den Betrügern immer wieder, ihren Opfern mittels geschickter Gesprächsführung glaubwürdig zu vermitteln, dass ihr Geld und ihre Wertsachen zuhause nicht sicher seien. Die Betroffenen werden zu absoluter Verschwiegenheit gegenüber
Jedermann verpflichtet.

Ein anderer Vorwand ist, dass die Ersparnisse auf untergeschobenes Falschgeld hin überprüft beziehungsweise Spuren gesichert werden müssten. Auch auf die Konten und Bankdepots ihrer Opfer haben es die Betrüger abgesehen. Unter dem Hinweis, Bankmitarbeiter seien korrupt, sollen die Angerufenen ihre Konten und Bankdepots leeren und das Geld übergeben.

Reagiert ein Opfer misstrauisch, wird es unter anderem mit dem Hinweis, es behindere eine polizeiliche "Aktion" unter Druck gesetzt und eingeschüchtert,

Auch bei der Übergabe von Geld/Wertsachen gibt es verschiedene Varianten. So erfolgt zum Beispiel mit einem sogenannten "Läufer/Abholer" eine direkte Geldübergabe an der Haustüre des Geschädigten. In anderen Fällen werden die Geschädigten aufgefordert, ihr Bargeld an einem Ablageort (Briefkasten, Mülltonne ect.) zu deponieren. Es kommt aber auch vor, dass Geschädigte aufgefordert werden, per Überweisung oder mit "Money-Transfer-Diensten" Geld ins Ausland zu überweisen.

Nach den polizeilichen Erkenntnissen agieren die Tätergruppierungen in der Regel aus ausländischen Callcentern heraus. Sie sprechen ein nahezu akzentfreies Deutsch und suchen sich ihre Opfer im gesamten Bundesgebiet aus.

Die regionalen Abholer befinden sich in Deutschland. Diese übergeben das betrügerisch erlangte Geld an weitere Personen, die den Transfer mittels Überweisungen oder Geldboten in das Ausland veranlassen. Ermittlungen in diesem Deliktsfeld können nur über den Weg der internationalen Rechtshilfe erfolgen und sind meist sehr langwierig. 

 Schlick, Pressesprecher


 PPMH  | 01.10.2018 | De.

Logo des Polizeipräsidiums MittelhessenDie Polizei rät

Geben Sie niemals persönliche Daten oder Wertsachen an Fremde weiter. Seien Sie immer misstrauisch bei am Telefon geschilderten Sachverhalten. Im Zweifel legen Sie einfach auf. Wer ein berechtigtes Anliegen hat, der wird es Ihnen schriftlich mitteilen oder bei Ihnen vorbeikommen und sich dort mit einem Ausweis legitimieren können. Ohne Scheu können Sie rund um die Uhr unter der Notrufnummer 110 bei der Polizei anrufen, wenn Sie sich unsicher sind oder Rat brauchen.

Überprüfen Sie, ob Ihre Telefonnummer wirklich im Telefonbuch stehen muss. Vielleicht reicht es, wenn Sie eine neue Nummer nur Bekannten und Freunden herausgeben. So kennen Betrüger Ihre Telefonnummer nicht und können Sie nicht anrufen.

Verwandte und Bekannte von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger bittet die Polizei um Mithilfe. Informieren Sie diese regelmäßig über die miesen Maschen der Betrüger und stellen Sie sich als Ansprechpartner zur Verfügung. Zeigen Sie die Möglichkeit auf unter der Nummer 110 jederzeit die Polizei zu Hilfe holen zu können.

 

Helfen Sie mit, Betrügerinnen und Betrügern keine Chance zu geben.
Informieren Sie auch Freunde und Bekannte über diese Masche!

Weitere Tipps zumThema "Betrug im Namen der Polizei" gibt es hier:

Schriftzug: www.polizei-beratung.de