Hessische Polizei - Polizeiautos
 
21.05.2019 | Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Aktionszeitraum für schwächere Verkehrsteilnehmer

Ältere Verkehrsteilnehmer

 Senioren im Straßenverkehr

Die ältere Generation hat das Recht selbstständig und aktiv am Leben und damit auch im Straßenverkehr teilzunehmen - ob als Fußgänger, Radfahrende, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto, ältere Menschen sind auch und gerade in Frankfurt am Main zunehmend mobil. „Mobil sein“ bedeutet ganz praktisch: Kontakte pflegen, Besorgungen erledigen, Reisen unternehmen und täglich neue Erfahrungen sammeln. Doch mit zunehmendem Alter fallen manche Dinge leider nicht mehr ganz so leicht.

Ältere Autofahrer sind erfahren im Straßenverkehr, sie nutzen häufig bekannte Wegstrecken, fahren gern bei Tageslicht und günstigen Sicherverhältnissen, achten auf ihre Geschwindigkeit und vermeiden besondere Risiken. Leichtsinn liegt ihnen fern.

>> Älter werden << bedeutet jedoch häufig auch, dass körperliche und kognitive Fähigkeiten schwinden. „Ältere Menschen sehen und hören schlechter als jüngere; vielen fällt es schwer sich zu bewegen, weshalb sie auf einen Schulterblick beim Abbiegen verzichten; sie nehmen oft Medikamente ein, die in der Wechselwirkung zuweilen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen“[Markus Wehner: „Achtung Opa am Steuer!“, Online-Artikel der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 02.06.2018]. Ganz häufig setzen diese Prozesse schleichend ein, in der Folge treten verschiedene Einschränkungen zeitgleich auf – all das sind Gründe dafür, dass Seniorinnen und Senioren, gemessen an ihrer jährlichen Fahrleistung und ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung im gesamten Bundesgebiet überproportional häufig an Verkehrsunfällen, insbesondere mit schweren Folgen, beteiligt sind – so auch in Frankfurt am Main.

Leider allzu oft registriert und berichtet die Frankfurter Polizei über Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Senioren. Ältere Mitbürger sind dabei häufig als Geschädigte betroffen, in gut der Hälfte der Verkehrsunfälle setzen Senioren aber auch die Unfallursache. Wenn Senioren Kraftfahrzeuge führen, waren im vergangenen Jahr „Fehler beim Wenden“, „Rückwärtsfahren“ oder dem „Fahrstreifenwechsel“ die häufigsten Unfallursachen.

Die polizeiliche Verkehrsunfallaufnahme führt im Ergebnis zum regelmäßigen Informationsaustausch zwischen den verschiedenen MitarbeiterInnen der städtischen Behörden und der Polizei.

Verändert sich das Verkehrsunfallgeschehen oder werden an besonderen Unfallörtlichkeiten bzw. bei einer Altersgruppe der Unfallbeteiligten eine erkennbare Zunahme von Verkehrsunfällen registriert, wird dies entsprechend analysiert – um zeitnah und effizient präventive Maßnahmen zu veranlassen.

Die polizeiliche Verkehrsunfallverhütung in Frankfurt am Main setzt deshalb ganz bewusst mit dem landesweiten Verkehrspräventionsprogramm „MAXimal mobil bleiben – mit Verantwortung!“ bei der gezielten Beratung von älteren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern, sowie ihren Angehörigen und Betreuerinnen und Betreuern an.

Durch den direkten Kontakt in Senioreneinrichtungen und Kirchen, an Informationsständen, sowie den persönlichen Austausch im Rahmen von Vorträgen und Aktionen möchten wir Sie dabei unterstützen, bis ins hohe Alter fit zu bleiben und aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. In Kooperation mit unseren Partnern bieten wir konkrete Hilfestellungen, damit ältere Menschen lernen, gefährliche Situationen im Straßenverkehr zu vermeiden.

Unsere Beraterinnen sind telefonisch, per eMail oder ganz persönlich für Sie erreichbar. Sprechen Sie uns an.

Nähere Information finden Sie unter:

 

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Verkehrserziehung und -aufklärung