Lufbildaufnahme des hessischen Bereitschaftspolizeipräsidiums
 
06.08.2018 | Hessisches Bereitschaftspolizeipräsidium

Baderisiken in offenen Gewässern

Trotz hoher Ausbildungszahlen im Schwimmen und Rettungsschwimmen, vielen Aufklärungsaktionen mit Unterstützung der Medien und einem hohen Einsatz der hessischen Wasserschutzpolizei und anderer Hilfsorganisationen kennen viele Schwimmer und Wassersportler die Risiken nicht.

Der Flyer der Wasserschutzpolizei Hessen zum Download: Baderisiken

Warum Baden in Flüssen und Seen gefährlich ist…

Strömungen:

  • Wasser bewegt sich walzenförmig fort
  • Die Strömungsgeschwindigkeit ist sehr hoch und reißend, vor allem an Engstellen und Wasserbauwerken (z.B. Brücken, Kribben, etc.)
  • Wirbel und Strudel im Bereich von Brückenpfeilern, Kribbenköpfen, Wehren, Schleusen und Hafeneinfahrten verstärken die Gefahr!

 

Baderisiken

Schifffahrt:

  • Ein fahrendes Schiff verdrängt ca. 2 Millionen Liter Wasser!
  • Der Sog saugt Schwimmer unter das Schiff!
  • Starker Wellenschlag löst Panik aus!

Beachten Sie vor allem:

  • Der tote Winkel vor einem Schiff beträgt bis zu 350 m!
  • Der „Bremsweg“ eines Schiffes ist bis zu 500m lang!
  • Schiffe können sehr schlecht ausweichen!

Weitere Gefahren:

  • Strömungsbedingte, gefährliche Kollisionen mit Schiffsschrauben, Fahrzeugen, Ankerketten, Stahlseilen, Uferbefestigungen etc.!
  • Verletzungen bei Sprüngen in flaches Wasser!
  • Verfangen in starkem Pflanzenwuchs unter der Wasseroberfläche!
  • Schockreaktionen durch Kältelinsen bereits in 2 m Wassertiefe möglich!

 

Baderisiken

Schiffsanlegestelle: Baden verboten!

  • Gehen SIE kein Risiko ein!
  • Lassen SIE Kinder nie ohne direkte und kompetente Aufsicht ans bzw. ins Wasser!
  • Lassen SIE Kinder so früh wie möglich schwimmen lernen!
  • Gehen SIE nie unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten ins Wasser!
  • Holen SIE zunächst Informationen über Ihre Badestelle ein!
  • Unterschätzen SIE nie Gewässer und Schifffahrt!

Und wenn es doch passiert...

  • Ruhe bewahren, erst denken, dann handeln!
  • Kräfte schonen und mit der Strömung treiben lassen!

Bei Rettungsversuchen:

  • Eigene Kräfte und Fähigkeiten bedenken!
  • Gewässerbedingungen (Strömung, Schifffahrt) beachten!
  • Dem Verunfallten einen Rettungsring oder ein anderes Rettungsmittel zuwerfen oder reichen.

 

Baderisiken

Hier ist Baden verboten!

Schwimmen und Baden ist – unter anderem – verboten:

100m oberhalb bis 50m unterhalb von:

  • Hafeneinfahrten,
  • Umschlagsstellen,
  • Schiffsanlegestellen und -liegestellen,
  • Brücken, Wehr-, Schleusen– und Fähranlagen
  • Altrheinmündungen

und grundsätzlich

  • innerhalb von Wasserski / Wassermotorradstrecken

Schwimmen SIE nie…

  • Schifffahrtszeichen an!
  • an fahrende Schiffe heran!
  • in den Kurs fahrender Fahrzeuge hinein!

 

Baderisiken

 

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.:

https://www.dlrg.de/informieren.html