Hessische Polizei - Polizeiautos
 
01.06.2018 | Polizei Hessen

„A recht’s Gwicht“ – einmal Einsatz und zurück



Rosemarie Veit ist jetzt noch ein wenig mehr stolz auf ihre Enkeltochter Hannah, die am Sonntag unter den Polizeibeamtinnen und –beamten ist, die im Rahmen des Hessentags vereidigt werden.

„Ich konnte mir ja gar nicht vorstellen, wie hart das Mädel arbeitet“, betont die Großmutter als sie nach zehn Minuten aus der Körperschutzausstattung „befreit“ wird, die sie zuvor mit großem Interesse bewundert hatte.
Erstmals sind die Ausrüstungsgegenstände am Stand der Polizei auf der Landesausstellung nicht nur an Schaufensterpuppen zu bewundern – viele der polizeilichen Einsatzmittel können direkt ausprobiert werden.

Zwei Beamtinnen der Einsatzeinheit 13 aus Mainz-Kastel stehen noch bis Dienstag zur Verfügung, um interessierten Besuchern die Feinheiten des fünf Kilogramm schweren Torsoschutzes näher zu bringen oder beim Aufsetzen des Helms behilflich zu sein.

„Dass das alles so viel Gewicht hat, kann man sich gar nicht vorstellen“, betont Rosemarie Veit und beim Gedanken all dies auch noch mehrere Stunden am Stück tragen zu müssen beschließt sie, ihrer Enkelin am Sonntag ganz besonders lautstark zu applaudieren.

Ähnlich beeindruckt ist Trudi Stanisz, die zum Besuch des Hessentags aus der Schweiz angereist ist. „A recht’s Gwicht ist das“, entfährt es ihr erstaunt. „Wenn man es oft übt, gewöhnt man sich vielleicht daran“, spekuliert sie.

Etwas besorgt senken die Einsatzbeamtinnen dann auch noch die Körperschutzausstattung auf die schlanke Hannelore Pflüger. Doch die rüstige Dame, die in zwei Monaten ihren 75. Geburtstag feiert, zwingt das nicht in die Knie. „Ich mache viel Sport – das geht noch“, lacht sie.

Viel mehr beeindruckt sie die Anzahl der mitgeführten Führungs- und Einsatzmittel. Neben der obligatorischen Schußwaffe, dem Teleskopschlagstock und den Handschellen finden sich vor allem bei den Mitgliedern der Einsatzeinheiten ein Medipack, Mehzweckeinsatzstock, Tiefziehholster und viele Halterungen für weitere Gerätschaften, die schnell greifbar sein müssen.

„Ich wüsste nie, wo was genau hängt“, so Hannelore Pflüger mit großen Augen. „Dafür üben wir ja regelmäßig“, versichern die Beamtinnen.

 

 

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