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02.03.2017 | Hessisches Landeskriminalamt

Auslobung und Fahndung im Fall „Tötungsdelikt am Präsidenten des Hells Angels Charters Gießen“

In der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ vom 01.03.2017 vorgestellt

Foto vom getöteten Aygün MUCUK

Am 07.10.2016 wurde der 45-jährige Aygün MUCUK in den frühen Morgenstunden auf dem Gelände des Vereinsheims der Hells Angels in 35435 Wettenberg-Wißmar, Am Gänsberg 38, von unbekannten Tätern mit 17 Schüssen tödlich verletzt. Aygün MUCUK war der Präsident des Hells-Angels-Charters Gießen. Bereits im Jahr 2014 war Aygün MUCUK bei einer Schießerei in Frankfurt am Main von zwei Kugeln im Oberkörper getroffen worden und überlebte diese Verletzungen nur durch eine Notoperation.

Wegen des Tötungsdelikts am 07.10.2016 wird aktuell in alle Richtungen ermittelt. Aufgrund des Tatortbefundes geht die Staatsanwaltschaft Gießen und das Hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden von mindestens zwei Schützen aus.

Die ballistischen Untersuchungen ergaben, dass zwei unterschiedliche Waffentypen benutzt wurden. Bei der einen Waffe handelt es sich um eine umgebaute Schreckschusswaffe, Kal. 7,65 mm, bei der anderen Waffe um eine Maschinenpistole des Herstellers VUGREK, Modell Agram 2000, Kal. 9 mm.

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Diese Waffe wurde vom Hersteller obligatorisch in einem Set mit Schalldämpfer ausgeliefert. Die Waffe kann mit einem kleineren 24/25 Patronenmagazin oder einem größeren 32/33 Patronenmagazin bestückt werden.

Häufig wurde die Maschinenpistole in einer auffälligen Transporttasche verkauft, die in der Waffenszene bzw. in einschlägigen Kreisen wegen der Taschenform auch Schweinchen genannt wird.

Wie bzw. auf welchem Weg die Waffen in die Hände der Täter gekommen ist, konnte bisher nicht ermittelt werden. Deswegen wendet sich die Staatsanwaltschaft in Gießen und das HLKA heute an die Öffentlichkeit mit einem Fahndungsaufruf:

  • Wer kann der Polizei etwas über den An- oder Verkauf oder die Weitergabe einer solchen bauartgleichen Maschinenpistole sagen?
  • Wem ist eine solche auffällige Transporttasche aufgefallen?
  • Wer hat am Tattag des 07.10.2016 oder auch vorher eine Wahrnehmung gemacht, die im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt stehen könnte?

Hinweise werden in begründeten Fällen vertraulich behandelt!

Für Angaben, die zur Ermittlung und Ergreifung des bzw. der Täter führen, wird von Seiten der Staatsanwaltschaft Gießen und des Hessischen Landeskriminalamts eine Belohnung in Höhe von insgesamt 10.000 EURO ausgesetzt. Die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte bestimmt, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

Gemeinsame Pressemitteilung der StA Gießen und des Hessischen Landeskriminalamtes vom 02.03.2017:

Auslobung und Fahndung im Fall "Tötungsdelikt zum Nachteil des Präsidenten des Hells Angels Charters Gießen"

Gemeinsame Pressemitteilung der StA Gießen und des Hessischen Landeskriminalamtes vom 27.02.2017:
 Neue Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt zum Nachteil des Präsidenten des Hells Angels Charters Gießen