Hessische Polizei - Polizeiautos
 
05.07.2018 | Präsidium für Technik, Logistik und Verwaltung

Vorreiter in Sachen Digitalfunk

Staatssekretär Werner Koch übergibt 50.000sten Digitalfunkpager in Bruchköbel

Mit der Übergabe  von 170 digitalen Meldeempfängern (Pagern) an die Stadt Bruchköbel ist das 50.000ste Gerät ausgegeben worden. Im August 2016 startete unter der Federführung der Abteilung 4, BOS-Funk Hessen, des Technikpräsidiums der Rollout der digitalen Pager und nicht einmal zwei Jahre danach, am 28. Juni 2018, konnte der 50.000ste Pager in einem feierlichen Rahmen an die Stadt Bruchköbel übergeben werden.

Der Bürgermeister Günter Maibach der Stadt Bruchköbel begrüßt die Ehrengäste und TeilnehmerBürgermeister Günter Maibach lud hierzu in das Feuerwehrhaus Bruchköbel Kernstadt ein und begrüßte mit dem Staatssekretär Werner Koch, dem Landtagsabgeordneten Christoph Degen und Hugo Klein, dem Landrat des Main-Kinzig-Kreises Thorsten Stolz, dem Kreisbrandinspektor Markus Busanni, dem Stadtbrandinspektor Klaus Lauterbach und stellvertretenden Stadtbrandinspektor Matthias Schmidt, dem Vizepräsidenten des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Norbert Fischer, dem Direktor a. D. der Hessischen Landesfeuerwehrschule (HLFS) Silvio Burlon, dem Vizepräsidenten des Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes Hessens Jürgen Christmann, dem Präsidenten des Präsidiums für Technik, Logistik und Verwaltung Karl-Heinz Reinstädt, dem Geschäftsführer der Firma Airbus (Hersteller des Pagers) Dr. Thomas Buro sowie zahlreichen Vertretern der Hilfsorganisationen insbesondere den Einsätzkräften der Feuerwehr einen fachlich wie politisch in höchstem Maße interessierten Zuhörerkreis.

 

Staatssekretär Werner Koch sieht Hessen führend im DigitalfunkHessen führend im Digitalfunk

Nachfolgend wies Staatssekretär Werner Koch in seiner Rede auf die Vorreiterstellung Hessens in Sachen Digitalfunk hin. „Bis zum heutigen Tag wurden über 231 der 423 hessischen Städte und Gemeinden vollständig mit Pagern ausgestattet. Hinzu kommen 60 weitere Kommunen, die eine Teilmenge ihres Bedarfs geliefert bekommen haben. Dies zeugt von der hohen Akzeptanz des Digitalfunks bei den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) und ist Beleg dafür, dass das Land Hessen mit der Umstellung auf die digitale Technik die richtigen Weichen gestellt hat“, sagte Staatssekretär Werner Koch.

Das Land Hessen bezuschusst die Beschaffung der Pager für die Freiwilligen Feuerwehren zusätzlich mit 30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben und brachte bisher hierfür 6,9 Millionen Euro auf. Die 170 Digitalfunkpager für Bruchköbel wurden mit knapp 23.000 Euro bezuschusst.

„Unser Bundesland hat sich bereits mit Beginn der Jahrtausendwende für den Digitalfunk stark gemacht und war das erste Bundesland, das bei der Einführung nicht nur die Polizei, sondern insbesondere auch die Feuerwehren, die Rettungs- und Hilfsdienste sowie die Einheiten des Katastrophenschutzes aktiv mit einbezog. Insbesondere die Anforderungen und Besonderheiten der Alarmierung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr und Hilfsdienste wurden dabei berücksichtigt“, so Werner Koch.

 

Sprachfunk und Alarmierung in einem Netz

Als Endgerät kommt ein aktiver TETRA-Alarmierungsempfänger der Firma Airbus zum Einsatz, der speziell nach hessischen Anforderungen ausgeschrieben und entwickelt wurde. Während in anderen Bundesländern die Netzinfrastruktur für Sprache und Alarmierung doppelt vorgehalten und betrieben werden muss, ist in Hessen die parallele Nutzung von Sprache und Alarmierung auf nur einem Netz möglich, welche viele Vorteile bietet. Bei der Signalisierung des Alarms werden den Einsatzkräften über das Display wesentliche Informationen wie Einsatzadressen oder Einsatzstichworte angezeigt. Gleichzeitig haben diese die Möglichkeit, der Leitstelle aktiv zurückzumelden, ob sie am Einsatz teilnehmen können, oder ob sie verhindert sind.

 

Überdimensionierter Meldeempfänger (Pager) der Firma Airbus zur symbolischen Übergabe an die Stadt Bruchköbel
Überdimensionierter Meldeempfänger (Pager) der Firma Airbus zur symbolischen Übergabe an die Stadt Bruchköbel

 

„Voraussetzung für die Alarmierung war und ist ein gut ausgebautes Netz mit einer hohen Netzgüte und einer sehr guten Netzabdeckung. Hierauf legte Hessen von Beginn an großen Wert. Im bundesweiten Vergleich ist Hessen in Sachen Netzabdeckung führend. Mit unseren derzeit 414 Basisstationen erreichen wir bereits über 99 Prozent der Landesfläche für den Fahrzeugfunk. Die Versorgung für Handfunksprechgeräte ist in etwa 97 Prozent vorhanden. Damit unsere Feuerwehren, Rettungsdienste, Polizei- und Hilfsorganisationen auch in schwer zu erreichenden Gebieten Digitalfunk nutzen können, werden wir in den kommenden Jahren die Infrastruktur in diesem Bereich mit Hochdruck weiter ausbauen“, sagte Werner Koch.

 

Der Geschäftsführer der Firma Airbus, Dr. Thomas Buro, lobt in seiner Rede den Entschluss Hessens zu einer gemeinsamen Lösung aller Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im DigitalfunkGemeinsame Entwicklung und Nutzung des Digitalfunks –
hochsicher und hochverfügbar

Dr. Thomas Buro, Geschäftsführer der Firma Airbus und Hersteller der Alarmierungsempfänger in Hessen, lobte die von Beginn an gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und stellte heraus, dass die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Hessen mit der gemeinsamen Entwicklung und Nutzung  des Digitalfunks den bestmöglichen Weg eingeschlagen haben. „Die Technik muss und soll den Arbeitsablauf beschleunigen können und zuverlässige Technik erlaubt punktgenaues Arbeiten. Auch nach der Auslieferung  des nun 50.000sten Pagers wird die gemeinsame Weiterentwicklung im Vordergrund stehen“ so Dr. Thomas Buro weiter.

Abschließend wies Dr. Thomas Buro noch auf eine eigens eingerichtete Facebookseite der Firma Airbus hin, auf welcher ein direkter Austausch zwischen Nutzer und Hersteller möglich ist und die damit die Quelle wichtiger Informationen zur Weiterentwicklung bietet.

 

Der Präsident des Präsidiums für Technik, Logistik und Verwaltung Karl-Heinz Reinstädt hebt die Effizienz des Einsatzmittels Digitalfunk hervorWir haben ein gemeinsames Blaulicht –
gleich, ob weiß, rot oder blau

Der Präsident des Technikpräsidiums, Karl-Heinz Reinstädt, stellte zu Beginn seiner Rede heraus, dass neben der digitalen Alarmierung auch der Sprachfunk in Hessen mit 66.000 Sprachfunkgeräten, mobil wie stationär, auf einem Topniveau liegt. Ein hochsicheres und hochverfügbares Netz, führend im Bundesgebiet.

Die Effizienz dieses Einsatzmittels konnte schon 2015 bei der Einweihung der Europäischen Zentralbank unter Beweis gestellt werden. 8.000 eingesetzte Polizeibeamte, Feuerwehr und Rettungsdienst kommunizierten ohne Einschränkungen über 5.000 Funkgeräte, mit diesem Ereignis hat der Digitalfunk eine harte Bewährungsprobe bestanden.

 

24/7 – jederzeit erreichbar

Im Technikpräsidium der hessischen Polizei befassen sich unter der Leitung des Leitenden Polizeidirektors Michael Diekel rund 85 der insgesamt 403 Mitarbeiter mit der Einführung und dem Betrieb des Digitalfunks inklusive der Alarmierung über Pager.

Das Technikpräsidium hält einen Schichtdienst vor, der sich 24 Stunden, sieben Tage die Woche aller Digitalfunkthemen annimmt, um diese schnellstmöglich einer Lösung zuzuführen. Der Schichtdienst ist unter der

Telefonnummer (0611) 8801-4444 erreichbar.

Abschließend hob Karl-Heinz Reinstädt nochmals die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten im Digitalfunk hervor und bat an dieser Stelle um die Nutzung des 24/7-Services bei jeglichen Digitalfunkthemen.

Abschließend sei noch ein großes Dankeschön an den Bürgermeister Günter Maibach der Stadt Bruchköbel und an den Stadtbrandinspektor Klaus Lauterbach gerichtet, stellvertretend für die Feuerwehr Bruchköbel, für die Bereitstellung und Herrichtung der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses Bruchköbel Kernstadt und nicht zu vergessen der guten leiblichen Versorgung. 

 

V. l.: Stadtbrandinspektor Klaus Lauterbach, stellvertretender Stadtbrandinspektor Matthias Schmidt, Bürgermeister Günter Maibach der Stadt Bruchköbel , Staatssekretär Werner Koch, Geschäftsführer der Firma Airbus Dr. Thomas Buro, Präsident des Präsidiums für Technik, Logistik und Verwaltung Karl-Heinz Reinstädt
V. l.: Stadtbrandinspektor Klaus Lauterbach, stellvertretender Stadtbrandinspektor Matthias Schmidt, Bürgermeister Günter Maibach der Stadt Bruchköbel , Staatssekretär Werner Koch, Geschäftsführer der Firma Airbus Dr. Thomas Buro, Präsident des Präsidiums für Technik, Logistik und Verwaltung Karl-Heinz Reinstädt

 

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