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21.05.2019 | Hessisches Landeskriminalamt

Der Weg zur Schule ist in Hessen am sichersten

Die hessischen Schüler*innen kommen im bundesweiten Vergleich am sichersten in die Schule. Das zeigt die Schulwegunfall-Statistik 2017 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGU). Laut der Statistik hatten von 1.000 Versicherten nur vier einen Unfall auf dem Schulweg. Bei einer Zahl von insgesamt über 17 Millionen Schüler*innen in Deutschland ist das ein vergleichsweise geringer Wert.

Thomas Mosbacher, Leiter der Verkehrsprävention beim Hessischen Landeskriminalamt, führt dieses Ergebnis auch auf die gute Präventionsarbeit zurück, welche von verschiedenen Behörden und Institutionen gemeinsam nah an der Zielgruppe geleistet wird. Allerdings ist jeder Schulwegunfall eines Kindes, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen einer zu viel. Ein wichtiger Ansatzpunkt für die präventive Arbeit aller Beteiligten: in etwa der Hälfte der Fälle setzt der Verunfallte selbst die Ursache. Die Zehn - bis Zwölfjährigen waren laut der statistischen Auswertung am häufigsten betroffen.

Die Schulwegunfälle spalten sich in zwei Bereiche auf: Es wird zwischen den Rubriken „Straßenverkehrsunfälle“ und „keine Straßenverkehrsunfälle“ unterschieden. Die Unfälle der Rubrik „keine Straßenverkehrsunfälle“ spielen sich dabei zwar im öffentlichen Verkehrsraum ab (z. B. auf Gehwegen oder an Bushaltestellen), allerdings passieren sie unabhängig vom Verkehrsgeschehen, beispielsweise wenn ein Kind auf dem Schulweg mit dem Fuß umknickt.

Meldepflichtige Schulwegunfälle (Quoten) 2017Meldepflichtige Schulwegunfälle (Quoten) 2017
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Die interdisziplinare Zusammenarbeit ist laut Mosbacher einer der Gründe, warum die hessischen Zahlen im bundesvergleich so niedrig ausfallen. Die verschiedenen Akteure, die sich mit dem Thema „Verkehrssicherheit von Schüler*innen“ und der Verkehrserziehung auseinander- und zusammensetzen, fördern nicht nur die Erhöhung der Verkehrssicherheit durch bauliche Veränderungen und Ausbau der Infrastruktur, sondern sensibilisieren insbesondere die Schüler*innen für die Gefahren des Straßenverkehrs.

Am „Runden Tisch für Verkehrserziehung Hessen“ kommen die handelnden Institutionen regelmäßig zusammen. Neben dem Ministerium für das Innere und Sport, dem Verkehrsministerium, dem Kultusministerium und dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen nehmen auch die Unfallkasse Hessen, das Hessische Landeskriminalamt, die Landesverkehrswacht Hessen und das Integrierte Verkehrsmanagement Rhein Main an den Treffen teil.