Hessische Polizei - Polizeiautos
 
21.04.2017 | Polizei Hessen

Ausstellung Kriminalarchäologie im Polizeipräsidium Frankfurt/Main

Raubgrabungen und illegaler Antikenhandel sind ein weltweites Problem. Auch in Hessen!

Die zuletzt im Römerkastell Saalburg erfolgreich gezeigte Ausstellung Kriminalarchäologie kann nunmehr bis zum 31. Oktober 2017 im Polizeipräsidium in Frankfurt/Main besucht werden. Die Ausstellung wurde vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz (RGZM) in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landeskriminalamt, der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (archäologische Denkmalpflege), der Botschaft der Republik Irak und der Ukraine sowie der Fachhochschule Mainz konzipiert.

Auf mehreren Säulen wird über die Zerstörung des archäologischen Erbes durch die illegale Schatzsuche (sogenannte Raubgrabungen) und den illegalen Antikenhandel im In- und Ausland informiert.

Hier gelangen Sie zum Faltblatt zur Ausstellung (1,5 MB)

Der illegale Handel mit Kunst- und Kulturgütern, zu denen archäologische Objekte gehören, ist nach Einschätzungen internationaler Organisationen wie der UNESCO einer der gewinnträchtigsten weltweit. Aufgrund dessen steht er nach dem illegalen Handel mit Waffen und Drogen an dritter Stelle der internationalen Kriminalität. In den Krisengebieten des Nahen Ostens beteiligen sich auch Kriegsparteien an den Plünderungen bedeutender Kulturdenkmäler und Museen (Kriegsverbrechen), unter anderem der sogenannte „Islamische Staat“.

Spannende Kriminalfälle, die sich wie Kurzkrimis lesen, geben dem Besucher der Ausstellung einen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Zoll und Archäologen. Dadurch gelingt es ihnen immer wieder, Raubgräbern und Antikenhehlern das Handwerk zu legen.

Die Ausstellung Kriminalarchäologie im Polizeipräsidium Frankfurt am Main
Die Ausstellung Kriminalarchäologie im Polizeipräsidium Frankfurt am Main
(Foto: Polizeipräsidium Frankfurt/M., Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Weitere Informationen:

Europol: 3561 artefacts seized in Operation Pandora

Landeskriminalamt Bayern: Schwerpunktaktion gegen illegalen Handel mit Kulturgütern

Presseartikel: Stärkerer Einsatz für das Erbe der Menschheit