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20.01.2021 | Kinder und Jugendliche

Jugendliche im Corona-Alltag

Jugendliche mit Smart-Phone und Laptop am Schreibtisch

Das Jahr 2020 hat durch die Pandemie auch den Alltag von Jugendlichen völlig auf den Kopf gestellt: Die meisten Freizeitbeschäftigungen waren nur eingeschränkt oder gar nicht möglich, Schulen waren über Wochen und Monate geschlossen und es wurde teilweise im Fernunterricht gelernt. Dies ließ entsprechend auch Änderungen im Medienverhalten von Jugendlichen erwarten. Der Medienpädagogische Forschungsverband Südwest (mpfs) hat schon im März 2020 eine kurzfristige Zusatzstudie geplant, um die Situation der Jugendlichen zu Beginn der Schulschließungen zu dokumentieren.

Als Ergänzungsstudie wurde Anfang April die Untersuchung „JIMplus Corona“ im Rahmen einer Online- Untersuchung durchgeführt. Hierzu wurden 1.002 Schüler*innen im Alter von zwölf bis 19 Jahren zu ihrer aktuellen Mediennutzung und der Situation im „Homeschooling“ befragt. Ein interessantes Ergebnis war, dass nur je ein Fünftel der Schulen eine Schulcloud bzw. Videokonferenzen nutzte. Offensichtlich war zu diesem Zeitpunkt eine digitale Infrastruktur von Seiten der Schule vielerorts nicht vorhanden oder wurde nicht genutzt. Der Fernunterricht funktionierte bei vielen über E-Mail und Chat. Jugendliche konnten also auf ihre privaten Erfahrungen im Bereich der Internetkommunikation zurückgreifen. Auch die Mediennutzung hatte sich hinsichtlich der Nutzungszeiten deutlich ausgeweitet. Nach Angaben der Jugendlichen wurden Anfang April allein bspw. mit der Nutzung von Streamingdiensten etwa zwei Stunden pro Tag verbracht (114 Minuten). Weitere Ergebnisse sind der Studie zu entnehmen.

Die nachfolgenden Links behandeln das Thema Jugendmedienschutz und digitale Bildung. Es wurden zum Jahresende noch einige interessante Studien und Erhebungen veröffentlicht, die reichlich Informationen enthalten.

Mediennutzung von Jugendlichen
 JIM-Studie 2020 –  (Quelle: mpfs.de - Medienpädagogischer Forschungsverband Südwest) - Aktuelle Zahlen zur Mediennutzung von Jugendlichen.

Cybermobbing
Das Bündnis gegen Cybermobbing e. V. hat in Kooperation mit der TK (Die Techniker) die bisher größte  Studie zum Thema Cybermobbin - "Cyberlife III" herausgegeben.

Rechtextremismus und Gaming
Wie rechtsextreme Akteur*innen an die digitale Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen anknüpfen, besonders auf Gaming Plattformen:  Rechtsextremismus und Gaming (Quelle:  www.klicksafe.de)

Verschwörungstheorien
 Sie sind überall! Eine repräsentative Umfrage in Deutschland zu Verschwörungstheorien (2 MB) von der Konrad Adenauer Stiftung.

Ein übersichtlicher Leitfaden zu Verschwörungstheorien
 Leitfaden Verschwörungstheorien (7,5 MB) (Compact - dt. Vergleichende Analyse von Verschwörungstheorien) - EU finanziertes Forschungsnetzwerk der COST Action.

Fake News und Desinformation
Gewalt geht online – Frauen gehen offline! Wie gewalttätige Sprache, v.a. Hate Speech und Desinformation den Diskurs im Netz vergiften.
 Unsichtbare Stimmen - Ausschluss und Rückzug aus Online-Diskursen (614 KB) (Quelle: Landesanstalt für Medien NRW)

Mit Gaming gegen Fake News – Digitale Spiele zum Thema Fake News für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.
 Mit Onlinespielen für das Thema Fake News sensibilisieren (Quelle:  www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de)
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