Hessische Polizei - Polizeiautos
 
10.04.2018

Fahrradfahrer aufgepasst!

Schutz vor Fahrraddiebstahl schon mit einfachen Mitteln möglich!

Symbolbild: Der Schutz vor Fahrraddiebstahl ist schon mit einfachen Mitteln möglich
Seit Jahren sind die Fallzahlen von Fahrraddiebstählen unverändert hoch. In den vergangenen zehn Jahren registrierte die Polizei bundesweit pro Jahr regelmäßig über 300.000 Fälle von Fahrraddiebstählen. Dabei ist es gar nicht so schwer, Fahrräder gegen Diebstahl zu sichern. Zum Beginn der Fahrradsaison gibt die Polizei Tipps, wie Radler mit einfachen Maßnahmen ihre Drahtesel vor Diebstahl schützen können.

 

Die hessischen Fallzahlen der Fahrraddiebstähle der vergangenen fünf Jahre

(Tabelle: Die hessischen Fallzahlen der Fahrraddiebstähle der vergangenen fünf Jahre)

Der beste Diebstahlschutz ist ein stabiles Fahrradschloss, zum Beispiel ein Bügel- oder Panzerkabelschloss. Beim Kauf sollte man unbedingt auf „geprüfte Qualität“ und hochwertiges Material (durchgehärteten Spezialstahl) sowie massive Schließsysteme achten. Das Schloss sollte außerdem groß genug sein, um das Fahrrad mit dem Rahmen an einem festen Gegenstand anzuschließen, zum Beispiel einen Fahrradständer. Beliebtes Ziel für Fahrraddiebe sind große Abstellplätze an Bahnhöfen, Bädern oder Sport- und Freizeitstätten, aber auch einsame Plätze oder schlecht einsehbare Straßen. Nutzen Sie vorhandene Fahrradparkhäuser oder (video-)überwachte Abstellplätze. Neben dem Rad selbst sollten auch Wertgegenstände, die in einem Fahrradkorb oder Satteltaschen transportiert werden, vor der einfachen Wegnahme gesichert werden, da es immer wieder, auch während der Fahrt, zum Diebstahl daraus kommt. Schutz bieten zum Beispiel schon preisgünstige Abdeckungen, Spanngurte oder Sicherungskabel.

Wurde das Rad gestohlen, sind die Chancen, es wiederzubekommen bedauerlicherweise eher gering: Die Ermittlungs- und Fahndungsarbeit der Polizei ist aufwendig und leider auch deshalb nicht immer von Erfolg gekrönt, da die Besitzer von sichergestellten Fahrrädern nicht ausfindig gemacht werden können.

Hat das Fahrrad keine Rahmennummer, sollte ein Fachmann eine individuelle Kennzeichnung anbringen. Die Polizei empfiehlt eine Fahrradcodierung (mit Kraftfahrzeugkennzeichen, Gemeindeschlüssel, Straßenschlüssel, Hausnummer und Initialen). Die Fahrradcodierung lässt sich anhand der amtlichen Schlüsselzahlen von Fundämtern und Polizeidienststellen leicht entschlüsseln. Selbst wenn ein Fahrrad nicht in den polizeilichen Fahndungsdateien erfasst ist, führt die Fahrradcodierung zumindest zur Wohnanschrift des Eigentümers. Wo Fahrradbesitzer ihr Fahrrad codieren lassen können, erfahren Sie bei den Polizeidienststellen oder dem ADFC-Hessen (Termine unter www.adfc-hessen.de).

„Es ist wichtig, die individuellen Fahrraddaten, zum Beispiel die Rahmen- und/oder die Codiernummer, in einem Fahrradpass festzuhalten“, betont Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Mit den Fahrraddaten kann die Polizei gestohlene Fahrräder zweifelsfrei identifizieren und in der Folge an den rechtmäßigen Eigentümer zurückgeben“, erklärt Klotter. Im Fahrradpass sind neben Rahmennummer und Codierung auch Name und Anschrift des Radbesitzers notiert. Viele Fachhändler stellen beim Fahrradkauf automatisch einen Fahrradpass aus. Andernfalls sollten die Käufer gezielt danach fragen. Der vollständig ausgefüllte Fahrradpass, mit einem Foto des Fahrrads versehen, sollte sicher aufbewahrt werden.

Kostenlose FAHRRADPASS-App der Polizei

Wer im Besitz eines Smartphones ist, kann auch die kostenlose FAHRRADPASS-App der Polizei für iPhones und Android-Smartphones nutzen. Sämtliche für die Identifizierung wichtigen Fahrrad-Daten können mit der FAHRRADPASS-App problemlos gespeichert werden. Darüber hinaus lassen sich über die FAHRRADPASS-App die Informationen über mehrere Fahrräder verwalten. Zudem können die Daten ausgedruckt oder per E-Mail verschickt werden, um sie bei Bedarf sofort an die Polizei beziehungsweise den Versicherer weiterleiten zu können.

Mehr Tipps, wie Fahrradbesitzer ihren Drahtesel vor Dieben schützen können, sowie einen polizeilichen Fahrradpass enthält das Faltblatt „Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?“.

Zum kostenlosen Download des Faltblatts

 

Die FAHRRADPASS-App ist kostenlos im App Store beziehungsweise im Google Play Store herunterladbar:

App Store

Google Play Store

 

Diese Pressemitteilung sowie weitere Informationen gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de/presse.

Bilder zu verschiedenen Themen der Kriminalprävention finden Sie unter: www.polizei-beratung.de/presse/pressebilder