Hessische Polizei - Polizeiautos
 
04.06.2019 | Hessisches Landeskriminalamt

Jahresbericht der Polizeilichen Kriminal- und Verkehrsprävention 2018

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Die polizeiliche Präventionsarbeit in Hessen war im Jahr 2018 insbesondere von personalintensiven Maßnahmen zur landesweiten Umsetzung der kommunalen Präventionsinitiative KOMPASS (Kommunalprogramm Sicherheitssiegel) bestimmt. Nachdem in den vier Modellkommunen regionale Kriminalitätsanalysen und Bürgerumfragen bezüglich Sicherheitsbedarfen durchgeführt worden waren, konnten die Ergebnisse Anfang des Jahres so erfolgreich in erste spezifische Präventionsmaßnahmen umgesetzt werden, dass einer landesweiten Ausflächung der Präventionsinitiative KOMPASS nichts mehr im Wege stand.

Ein weiterer Schwerpunkt waren Präventionsmaßnahmen bezüglich der Zielgruppe Seniorinnen und Senioren. Dies betraf die Verhinderung von Betrugsformen zum Nachteil älterer Menschen, insbesondere durch falsche Polizeibeamte/Amtsträger, mit einer landesweiten Präventionskonzeption, als auch vielfältige Maßnahmen der Verkehrsunfallprävention im Rahmen des Programms MAX (MAXimal Mobil bleiben – mit Verantwortung).

Die hohe Zahl der sicherungstechnischen Beratungen zum Schutz vor Wohnungseinbrüchen in den letzten Jahren zeigte 2018 nachhaltigen Erfolg: die Fallzahlen des Wohnungseinbruches konnten (erneut) deutlich gesenkt werden (minus 9,5 %) und fast jeder zweite Einbruch musste im Versuchsstadium abgebrochen werden (überwiegend an Sicherungseinrichtungen gescheitert). Diese durch große Anstrengungen der kriminalpolizeilichen Beraterinnen und Berater der Präsidien erreichte Entwicklung legt deutlich dar, dass diese präventive Beratung der Bürgerinnen und Bürger das entscheidende polizeiliche Element bei der erfolgreichen Bekämpfung des Einbruchdiebstahls ist. Mit der weiteren Umsetzung des Projektes IT-basierte sicherungstechnische Beratung geht die hessische Polizei auch hier neue und zukunftsorientierte Wege.

Ein großes Gefahrenpotential für die hessischen Bürgerinnen und Bürger bedeuteten im Jahr 2018 auch die Angriffe auf Geldautomaten (GA), insbesondere die durch Sprengungen. Bei den insgesamt 31 Sprengungen entstanden glücklicherweise keine Personenschäden, aber ein Gesamtschaden im Millionenbereich. Zur Detektion von besonders gefährdeten GA-Standorten und zur Gefahrenreduzierung hat das Hessische Landeskriminalamt eine Präventionskonzeption erarbeitet. Diese wird nun sukzessive in enger Kooperation mit den Kreditinstituten umgesetzt.

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