Hessische Polizei - Polizeiautos
 
26.11.2019 | Zeit der Taschendiebe

Erst der Glühwein, dann der Schreck

„Taschendiebe beobachten potenzielle Opfer oft eine Weile, bevor sie zuschlagen“, sagt Claus Opfermann. Der Erste Kriminalhauptkommissar ist Fachmann in Sachen Kriminalprävention. Er rät, nur das Nötigste mit auf den Weihnachtsmarkt zu nehmen. „Etwas Bargeld reicht in der Regel aus. Heiße Maronen kosten schließlich nicht die Welt. Kreditkarte und Co. kann man Zuhause lassen.“

Reißverschlüsse geschlossen halten

Geld, Handy und andere Wertgegenstände sind in der Jackeninnentasche weit sicherer verstaut als in der Gesäßtasche oder im Rucksack. Wer auf die Handtasche nicht verzichten möchte, sollte diese zumindest vor, statt seitlich tragen. „Der Rucksack kann auf der Brust statt auf dem Rücken hängen. Sieht zwar nicht so hübsch aus, ist aber wesentlich sicherer“, sagt Claus Opfermann. Wichtig auch: Reisverschlüsse immer geschlossen halten, die Handtasche im Blick haben.

Laut um Hilfe rufen

Nicht selten gehen Taschendiebe arbeitsteilig vor. Einer lenkt ab, einer greift zu. „Klassisch ist der Anrempel-Trick“, sagt Opfermann. Merkt man, dass man dabei ist, bestohlen zu werden, solle man laut um Hilfe rufen. „Die Polizei ist auf vielen Weihnachtsmärkten im Einsatz“, sagt der Fachmann.

Im Fall, dass es zu spät ist, man bereits Opfer wurde und die EC-Karte weg ist, sollte man sofort bei der Sperrhotline (Tel. 116 116) anrufen und bei der Polizei Anzeige erstatten, damit die Karte auch für das Lastschriftverfahren gesperrt werden kann. Ob er selbst schon einmal Opfer von Trickdieben wurde? „Nein, zum Glück nicht“, sagt der Experte vom Landeskriminalamt.