Hessische Polizei - Polizeiautos
 
13.09.2016 | Hessisches Landeskriminalamt

HOAX - Falschmeldung

Symbolbild für einen Lieferwagen
Bei einem sogenannten „Hoax“ (engl. Scherz oder Jux) handelt es sich um eine  Falschmeldung, die Leser unter ihren Freunden, Verwandten oder Arbeitskollegen verbreiten. Die häufigsten Verbreitungswege dieser Falschmeldungen stellen heute die sozialen Netzwerke, Instant Messenger und E-Mail da. Insbesondere durch das Teilen in sozialen Netzwerken erreichen falsche Informationen sehr schnell einen sehr hohen Verbreitungsgrad.

Die Urheber von Falschmeldungen verfassen ihre „Story“ extrem reißerisch, um möglichst viele Menschen zu animieren, an der Verbreitung mitzuwirken. Oft geht es hierbei nicht um harmlose Scherze, sondern um Meldungen, die bewusst schockieren sollen.

Es wird daher häufig Bezug auf emotional aufgeladene Themen, wie beispielsweise Kindesmissbrauch oder Tierquälerei, genommen. Zudem wird die Falschmeldung mit drastischen Bildern oder Fotos hinterlegt, die häufig aus dem Zusammenhang gerissen sind und nichts mit dem Inhalt der Meldung zu tun haben.

Ein klassischer Fall einer solchen Falschmeldung sind die vorgenannten „weißen Lieferwagen“ deren Fahrer angeblich vor Schulen Kinder ansprechen und Eltern, Lehrer und Kinder gleichermaßen verunsichern. Die starke Verbreitung von angeblichen Beweisfotos verursacht in der Folge für die Polizei unnötige Arbeit und blockiert Kapazitäten für echte Notfälle.

Was tun bei einem Hoax?

Meistens lässt sich der Hintergrund einer unglaublich klingenden Geschichte durch eine kurze Recherche im Internet schnell aufklären und nicht selten stellt sich dabei heraus, dass die verwendeten Bilder schon mehrere Jahre alt oder verfälscht sind und der Sachverhalt frei erfunden wurde. 

Teilen Sie solche Falschmeldungen nicht in sozialen Netzwerken, sondern löschen Sie diese nach Erhalt. Die starke Verbreitung von Fehlmeldungen kann die tatsächliche Ermittlungsarbeit der Polizei stark behindern.

Das ungeprüfte Weiterleiten dieser Meldungen sorgt auch dafür, dass eine Falschmeldung nach Jahren erneut aufgegriffen und wieder neu in Umlauf gebracht wird.

Falls Ihnen solche Nachrichten im Freundes- oder Bekanntenkreis auffallen, sollten Sie die Person auf die gefälschten Meldungen ansprechen und bitten, die Nachricht zu löschen und nicht weiterzuverbreiten.

Mögliche Gefahren durch die Verbreitung eines Hoax

Es besteht die Gefahr, dass es zu einem Abstumpfungseffekt kommt und nach einiger Zeit echte Meldungen nicht mehr von gefälschten Meldungen unterschieden werden können.  Wichtige Warnhinweise und Informationen der Polizei können so an Wirksamkeit verlieren.

Aus technischer Sicht kann eine unglaubliche oder schockierende Geschichte natürlich auch dazu genutzt werden, Schadsoftware zu verbreiten. Es wird daher grundsätzlich davon abgeraten, unbedacht auf eingebettete Links in Nachrichten zu klicken, deren Herkunft nicht bekannt ist. 

Auf der Seite http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/ finden Sie eine aktuelle Übersicht der  gängigsten Falschmeldungen.

Weitere Informationen rund um das Thema Sicherheit im Internet erhalten Sie auch unter:

www.polizei.hessen.de

www.polizei-beratung.de

www.polizei-praevention.de

Beachten Sie im Zusammenhang mit dem Thema „Kinderansprecher“ auch unseren Informationsflyer (361 kb)