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Tricks auf der Straße / außer Haus

Hessisches Landeskriminalamt

Tricks auf der Straße / außer Haus

Seniorinnen und Senioren werden nicht nur in ihren eigenen vier Wänden Opfer von Straftaten. Aufgrund ihrer oft altersbedingt abnehmenden körperlichen und/oder  geistigen Fähigkeiten sowie ihrer Hilfsbereitschaft stellen sie auch außerhalb ihres Wohnbereiches ein bevorzugtes Opfer für Eigentums- oder Vermögensdelikte dar.

Dabei gibt es auch auf der Straße unzählige Varianten des Trickdiebstahls, wobei die Wegnahme einer Sache (Geldbörse, Handtasche etc.) durch eine gezielte Täuschung verschleiert wird und diese vom Opfer nicht oder erst im Nachhinein bemerkt wird. Je nach Art der Täuschung treffen die meist zu zweit agierenden Tätergruppierungen auch hier umfangreiche Vorbereitungen.

Trickdiebe suchen ihre potentiellen Opfer in der Regel meist dort, wo ihnen die Anwesenheit vieler Menschen Deckung und Schutz bieten (z. B. öffentliche Verkehrsmittel, Haltestellen, Bahnhöfe, Supermärkte).

Während das potentielle Opfer durch den Täter oder die Täterin abgelenkt wird, erfolgt die Wegnahme durch den Mittäter / die Mittäterin. Es kommen dabei viele Möglichkeiten der Ablenkung in Betracht. So werden die Seniorinnen und Senioren z.B. auf der Straße nach dem Weg gefragt und bekommen eine Stadtkarte vorgelegt (während einer der Tatbeteiligten die Handtasche plündert) oder sie werden nach Wechselgeld gefragt (sog. Wechseltrick). Diese Aufzählung ist nicht abschließend.

Auch der Trickbetrug ist außer Haus möglich. Im Gegensatz zum Trickdiebstahl muss auch hier die Vermögensverfügung von den Geschädigten selbst ausgehen. Mögliche Varianten sind dabei z. B. Betrügereien im Zusammenhang mit Betteln oder Spendensammlungen.

Auch die sogenannten „Kaffeefahrten“ können dieser Kategorie zugeordnet werden.

Dabei werden Seniorinnen und Senioren im Rahmen organisierter Busreisen, die als „Werbeveranstaltung“ getarnt werden, scheinbar günstige Angebote unterbreitet. Diese vermeintlichen Schnäppchen werden in der Folge als völlig überteuertes und teilweise minderwertiges Produkt an die Seniorinnen und Senioren verkauft.  Im Rahmen dieser „Verkaufsveranstaltungen“ werden die Opfer oft massiv unter Druck gesetzt und zum Kauf verschiedener Produkte gedrängt.

Die Polizei rät:

  • Heben Sie nach Möglichkeit keine großen Bargeldbeträge ab. Erledigen Sie Zahlungen bargeldlos.
  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie erforderlich und auch sonst nur Gegenstände / Wertsachen, die Sie tatsächlich benötigen.
  • Achten Sie gerade nach Bargeldabhebungen auf Fremde, die Ihnen folgen -und begeben sich entsprechend in belebte Gegenden.
  • Tragen Sie Ihre Wertsachen (Bargeld, Zahlungskarten, Papiere) immer in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen Ihrer Oberbekleidung möglichst nah am Körper und nicht in einer Handtasche oder Umhängetasche.
  • Legen Sie Ihre Geldbörse beim Bezahlen an der Kasse nicht aus der Hand.
  • Halten Sie Abstand zu Unbekannten und vermeiden Sie Körperkontakt.
  • Vorsicht, wenn jemand Sie auf der Straße bittet, ihm Geld zu wechseln. Halten Sie Abstand. Lassen Sie sich auf keinen Fall beim Heraussuchen der Münzen „helfen“.
  • Wählen Sie Wege auf belebten Straßen und nutzen Sie wenn möglich öffentliche Verkehrsmittel.

In den Broschüren  Sicher lebenPDF-Symbol (7,86MB) und „Sicher ZuhausePDF-Symbol (5,41MB) sowie unter www.polizei-beratung.de erhalten Seniorinnen und Senioren darüber hinaus Sicherheitstipps zu weiteren Formen des Trickbetruges und Straftaten zum Nachteil älterer Menschen.

Weitere Infos zu der Thematik Trickdiebstahl/Haustürgeschäfte finden Sie unter:

"Rate mal wer dran ist?" PDF-Symbol (2,7 Mb)(Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend).