Hessische Polizei - Polizeiautos
 
18.03.2015

Diebstahl von Sportbooten

Eigentumsdelikte

Mit der Zahl der Wasserfahrzeuge steigt auch der Diebstahl von Sportbooten und Bootsanhängern, Außenbordmotoren, nautischem Gerät, Ausrüstung, sonstigem Bootszubehör und Surfbrettern.

(Serien-)Boote sehen gleich aus, sie tragen keine oder leicht veränderbare Individualkennzeichen, Bootseigner können ihren Besitz nicht beschreiben oder identifizieren, Diebesgut wird zum Eigenbedarf entwendet und nicht weiter gehandelt. Das alles macht polizeiliche Ermittlungen und die Sachfahndung schwierig.

Neben Bootspass (Beschreibungshilfe) und Bootsbrief (Eigentumsnachweis) wird zur Identifizierung von Booten auch die Möglichkeit angeboten, individuelle Bootsdaten auf elektronische Datenträger (Transponder) zu speichern, die an mehreren Stellen des Bootsrumpfes einlaminiert werden und bis zu 50 cm Entfernung berührungslos lesbar sind. Mit entsprechenden Lesegeräten kann die Polizei gegebenenfalls die im Transponder gespeicherten Daten auslesen und mit dem Fahndungsdatenbestand abgleichen.

Tipps

  • Boot und Zubehör individuell und dauerhaft kennzeichnen und fotografieren, gegebenenfalls Bootsdaten auf elektronischem Datenträger (Transponder) an mehreren Stellen des Bootsrumpfes einlaminieren 
  • Bootspass (Beschreibungshilfe) und Bootsbrief (Eigentumsnachweis) besorgen 
  • Wertvolle Gegenstände niemals offen herumliegen lassen 
  • Kajüte und Backskisten auch bei kurzer Abwesenheit verschließen 
  • Bei längerer Abwesenheit alle Wertsachen mit von Bord nehmen 
  • Unbefugten den Zugang zum Boot erschweren - Bootsliegeplatz einzäunen, als Privatgelände ausschildern, bei Dunkelheit bewegungsabhängig ausleuchten 
  • Boote am Steg nicht nur vertäuen, zusätzlich anketten und anschließen - auch Boote auf Trailern auf dem umfriedeten Grundstück extra sichern 
  • Außenborder bei längerer Abwesenheit abmontieren, sonst wenigstens anschließen 
  • Innenborder mit verborgenem Batteriehauptschalter, Zünd- und Kraftstoffunterbrecher gegen unbefugtes Starten schützen 
  • Soweit möglich, TÜV-geprüfte Wegfahrsperre einbauen lassen 
  • Alarmanlage einbauen lassen 
  • Boote am Steg nicht nur vertäuen, zusätzlich anketten und anschließen - auch Boote auf Trailern auf dem umfriedeten Grundstück extra sichern
  • Über Sicherungstechnik informieren die (Kriminal-) Polizeilichen Beratungsstellen und die Dienststellen der Wasserschutzpolizei
  • Außenboard-Motoren können mit dem persönlichen 2 rote Pfeile Wertsachencode (F.E.I.N.) codiert werden.

 

Einen  Bootspass finden Sie unter 2 rote Pfeile www.polizei-beratung.de 

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) ist ein von den Ländern und dem Bund gemeinsam getragenes Programm, das die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufklärt.