Beispiele für die Aufgabenvielfalt bei der Polizei Hessen
 

Aufgabenvielfalt — Polizei ist viel mehr als „Revier” oder „Kripo”!

Der Beruf „Polizei“ bietet eine Vielfalt an unterschiedlichen Tätigkeiten. Den jungen Beamtinnen und Beamten steht die „ganze Welt“ des Polizeiberufes offen. Hier spielen die persönlichen Neigungen und die Bereitschaft zur weiteren Aus- und Fortbildung eine wesentliche Rolle.

Hanno (Hundestaffel) mit Diensthund Timba

„Mein Dienstpartner heißt ‚Timba’ und hat vier Pfoten. Wir beide arbeiten zusammen bei der Polizeihundestaffel Frankfurt am Main.

Ich habe ‚Timba’ groß gezogen und gemeinsam mit Polizeihundetrainern in zwölf Wochen zum Polizeihund ausgebildet. ‚Timbas’ Spezialität ist die Rauschgiftsuche, seiner Nase entgeht nichts.

Seit nunmehr vier Jahren sind wir jetzt gemeinsam im Einsatz, sowohl bei Kontroll- als auch Suchaktionen. Und abends kommt er mit nach Hause, denn ‚Timba’ ist auch der große Liebling meiner Tochter.“

    

Ingo (Spurensicherung)

„Schon früh stand für mich fest, dass ich nach meinem Studium zur Kripo wollte. Nach einer relativ kurzen Zeit auf dem Revier ergab sich dann die Möglichkeit zum Wechsel. Heute bin ich bei der Spurensicherung. Ob Fingerabdrücke, Fußabdrücke oder DNA-Spuren, ich muss sie finden. Mit weißem Papieranzug bekleidet sichere ich Spuren und werte sie aus. Der rasante Fortschritt der Technik sorgt dafür, dass ich auch nach 25 Jahren immer noch dazulerne. Gerade das Zusammenspiel von Wissenschaft und modernster Technik ist es, was die Arbeit für mich so spannend und interessant macht.

Wenn ich heute daran denke, dass ich früher in der Schule mit Biologie, Chemie und Physik nicht viel am Hut hatte, dann muss ich immer wieder schmunzeln.“

    

Michael (SEK)

„Wenn wir gerufen werden, dann bedeutet das, dass eine besonders gefährliche Einsatzsituation vorliegt, beispielsweise eine Geiselnahme. Das ist eine Aufgabe für uns, das Spezialeinsatzkommando des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main.

Seit fünf Jahren bin ich hier Teammitglied. Wir sind hier wirklich ein Team, denn das ist eine wichtige Voraussetzung: Wir müssen uns blind aufeinander verlassen können.

Neben den zahlreichen Einsätzen gehören intensives taktisches Einsatztraining und sehr viel Sport zu unserem täglichen Geschäft.“

    

Peter (Urkundenprüfstelle)

„Wie sieht ein Führerschein aus Simbabwe aus? Was sind die Fälschungsmerkmale eines japanischen Reisepasses? Für mich sind diese Fragen alltäglich. Ich bin Spezialist für Urkundenfälschung.

Ich bekomme von den Streifenbeamten die unterschiedlichsten Ausweispapiere und Dokumente zur Prüfung vorgelegt, denn gerade in einer Metropole wie Frankfurt am Main, mit dem internationalen Flughafen und dem Fernbahnhof, treffen Streifenbeamte auf Menschen unterschiedlichster Herkunft. Ausweiskontrollen gehören hier zur Tagesordnung.

Nicht selten endet die lange Reise eines gefälschten Ausweises – nach kurzem Zwischenstopp bei mir in der Prüfstelle – in unserer Asservatenkammer.“

    

Ausbilder Werner bei der Schießausbildung

Werner (Schießausbilder)

„Training, Training, Training – nur wer regelmäßig übt, kann alle Einsatzsituationen optimal bewältigen. Das gilt insbesondere für den professionellen Umgang mit der Dienstwaffe. Seit nunmehr acht Jahren schule und trainiere ich meine Kolleginnen und Kollegen, das ist meine Aufgabe als Schießausbilder beim Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt. Die modernen Schießanlagen der hessischen Polizei ermöglichen es mir, alle denkbaren Einsatzsituationen nachzustellen. Meine langjährige Diensterfahrung hilft mir, den Unterricht praxisnah zu gestalten.“

    

Bettina (Internetkommissariat)

„Virtuell Streife gehen im Internet – Kriminalität bekämpfen, die es vor wenigen Jahren noch gar nicht gab? Als ich davon hörte, war ich sofort begeistert. Im World-Wide-Web bin ich nun auf der Suche nach Betrügern, Fälschern und Dieben, unglaublich, wie breit die Kriminalität im Internet gefächert ist.

Das Internet und damit auch die Möglichkeiten für Kriminelle entwickeln sich rasend schnell, so dass auch meine Aufgabe immer wichtiger wird.“

    

Richard (Technische Einsatzeinheit)

„Das Wasser war schon immer mein Element. Doch dass ich Tauchen zu einem Teil meines Berufes gemacht habe, ist einfach klasse.

Ich habe mich gleich nach meinem Studium für eine Tätigkeit bei der Bereitschaftspolizei entschieden, hier bin ich geblieben und nun Leiter einer Technischen Gruppe. Vor kurzem sind wir wieder im Edersee getaucht, dieses Mal auf der Suche nach einer Tatwaffe.

Das Tauchen ist allerdings nur ein Aspekt unserer Arbeit. Wie der Name schon sagt, leisten wir technische Hilfe oder Unterstützung: Wir sägen, schweißen und flexen, leuchten Tatorte aus, stellen Begrenzungsgitter auf und setzen Wasserwerfer und Lautsprecherwagen ein. Eben technisch vielseitig und anspruchsvoll, genau das Richtige für mich.“
    

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