Beispiele für die Aufgabenvielfalt bei der Polizei Hessen
 

Studierenden-Blog

++ Studiengruppe 1/16-P05 ++

Jessi auf dem Weg ins 3. Semester09.03.2017:

Sie sind wieder zurück - voll mit neuen Eindrücken und Einblicken in den Polizeiberuf. Jessi gibt uns einen kurzen Einblick, was im 3. Semester auf sie zu kommt:

"Nach unserem Grundlagentraining und -praktikum haben wir unseren dreiwöchigen Urlaub genossen und starten nun erholt ins dritte Semester. Viele Fächer auf dem Stundenplan kamen uns aus dem ersten Semester noch bekannt vor. Die erste Woche zeigte uns direkt auf, dass die Inhalte aufeinander aufbauen und vieles wiederholt werden muss. Neu dazu kam Englisch. Und damit wie damals in der Schule ein Vokabelheft  ;-) Eine Fahrzeugkontrolle auf Englisch wird das Ziel der Lehrveranstaltung sein.

Schon jetzt in der zweiten Woche haben wir die meisten Referate und Leistungsnachweise eingeteilt und haben somit genug Zeit diese vorzubereiten. Am aufregendsten in diesem Semester wird jedoch definitiv unsere Vereidigung am Hessentag. Dafür steht nächste Woche schon die erste Probe auf dem Plan, damit an unserem großen Tag nichts schief geht.

Natürlich werden wir euch bei allen weiteren Ereignissen direkt auf den neusten Stand bringen!"

    

08.02.2017:

Die Sonne spiegelt sich im Rückspiegel des StreifenwagensAuch Andi erzählt uns von seinem Grundlagenpraktikum:

"4. Polizeirevier in Wiesbaden - 100 qkm Dienstbezirk, der Größte, aber besagt der Ruhigste!

Die Dienststelle und die Dienstgruppe kannte ich bereits durch das Wochenendpraktikum, die Kolleginnen und Kollegen hatte ich alle in guter Erinnerung. Ich durfte seit dem erstenTag vorne im Streifenwagen Platz nehmen, was für mich bedeutete, dass ich für das Funken und den Statusgeber verantwortlich war.

Kaum auf der Straße, kam uns ein älterer Rollerfahrer entgegen. Er hatte das Visier geöffnet. Ziemlich rote Augen. Er fuhr deutlich langsamer und drehte sich des öfteren um. Wir entschieden uns, ihn zu kontrollieren. Nachdem er das Blaulicht und die Anweisung stehen zu bleiben nicht befolgte, kam es zu einer Verfolgungsfahrt. Er war ortskundig - wir aber auch! Wir fuhren ihm entgegen. Als wir ausstiegen überfuhr er mich fast, sodass die Verfolgung mit dem Streifewangen weiter ging. An einem Feldweg angekommen, beschlossen mein Kollege und ich, die Verfolgung zu Fuß aufzunehmen. Der Feldweg war sehr matschig und rutschig, sodass der Rollerfahrer sehr langsam wurde. Ich überholte meinen Kollegen und merkte, dass ich dem Flüchtenden immer näher kam. Er war fast in Griffweite, er konnte dann aber wieder auf asphaltiertem Weg fahren. Ich konnte über Funk nur noch die Fahrtrichtung durchgeben. Er war weg.

Fängt ja gut an auf dem besagten ruhigen Revier, dachte ich mir.

Es folgten erlebnisreiche Tage, die mit verschiedensten Delikten gefüllt waren.

Raub, Körperverletzung, Familienstreitigkeiten, Betrug, Fahren unter Btm, Fahren ohne Führerschein, unzählige Verkehrsunfälle und Verkehrsunfallfluchten, OWI-Ermittlungen, Ersuchen von der Staatsanwaltschaft, Einbrüche mit vermuteten Tätern vor Ort und und und.

Aber auch zu einem Suizid, der am 01.01.2017 geschah, fuhr ich mit. Das war eine besondere Situation! Man möchte bestimmt sein Neujahr anders beginnen, aber ich wurde bestens betreut und habe die Kollegen als neue Freunde dazu gewonnen und kann jetzt ganz sicher und glücklich sagen, dass ich weiß warum ich diesen Beruf ausüben möchte."

    

07.02.2017:

Richard nachts auf StreifeLange haben wir von unseren Studierenden nichts mehr gehört. Das erste Mal sind sie "draußen" in der Polizeiwelt, in den Schichtdienst, neue Strukturen, Kollegen, Erlebnisse...das erforderte doch viel Zeit und Aufmerksamkeit.

Richard erzählt uns von seiner Zeit vom 17. Revier in Frankfurt-Höchst:

"17. Revier Frankfurt - ein Schwerpunktrevier, wie man mir sagte. Dementsprechend gespannt war ich, als ich zu meinem lang ersehnten ersten Dienst antrat. Und in der Tat, es wurde ein arbeitsreicher Tag mit allem, was der normale Polizeialltag so zu bieten hat. Eine abgängige Person zurück in die Psychiatrie bringen, einen Verkehrsunfall aufnehmen, Aufenthaltsermittlungen und eine Anzeige schreiben, da wir bei jemandem Drogen gefunden hatten. Die nächsten Dienste sollten genau so arbeitsintensiv werden. Ich hatte durchweg fast alles, was man so mit dem Polizeiberuf verbindet. Besonders spannend war für mich dann ein versuchtes Tötungsdelikt, bei dem vor einer Shisha Bar auf jemanden geschossen wurde. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinen Erfahrungen, den Kollegen und der Zeit generell - die beste bisher im Studium! Nun geht es wieder zurück auf die Schule. Allerdings haben wir vorher noch 3 Wochen Urlaub, auf die ich mich sehr freue!"

    

05.12.2016:

++ Das Grundlagentraining ist vorbei ++

Schwimmer im SchwimmbeckenUnd wieder lässt uns die Studiengruppe 1/16-P05 an ihren Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben:

"Vier Monate Grundlagentraining (GLT) sind vorbei. Ziel des Trainings war es, uns auf die Arbeit im Streifendienst vorzubereiten. Von Morgens bis Spätnachmittags spielten wir viele verschiedene realitätsgetreue Szenarien nach. Alle Übungen wurden von einem Trainer gesteuert und bewertet.

Anders als im ersten (komplett theoretischen) Semester, wo man auch Zuhaus nochmal das eine oder andere nachlesen konnte, war hier höchste Aufmerksamkeit und Mitarbeit gefragt. In fast allen Fächern bekamen wir eine Note, die sich aus mehreren Teilnoten errechnete.

Auf den Bildern seht ihr ein paar Szenen aus unserer Schwimmprüfung. Wir mussten eine Puppe über mehrere Bahnen abschleppen, 400 m Stilschwimmen auf Zeit und so lange wie möglich tauchen. Das war ganz schön anstrengend! Aber wer bei den Schwimmübungen "abgesoffen" ist, konnte die Note mit dem Cooper-Test wieder ausgleichen  :-)

Im Fach Praktischer Polizei Dienst (PPD) haben wir sehr viele praktische Themen besprochen. Aber ich möchte euch nicht alles vorweg nehmen, falls ihr euch auch für das Studium bei der Polizei interessiert  :-) Deshalb erzähle ich euch nur von unserer letzten Prüfung, der Spurensicherung. Es wurde ein Tatort nachgestellt und wir sollten die richtigen Fotos knipsen und auch jegliche Spuren mit den vorhandenen Hilfsmitteln sichern. Und ja, es ist tatsächlich fast so, wie man es in den Filmen sieht.  :-)

Rettungsübung mit einer Puppe im Rahmen der SchwimmprüfungIch hoffe, ihr konntet einen kleinen Einblick in unser Grundlagentraining gewinnen. Jede einzelne Prüfung des Semesters hat uns Spaß gemacht. Die Trainer haben uns sehr gut vorbereitet und unterstützt. Ein großes Dankeschön an alle, die das Grundlagentraining mit uns gemacht haben."

Das Team von Polizei Hessen Karriere wünscht euch einen guten Start bei euren Praktkums-Dienststellen. Wir freuen uns schon, wieder von euch zu hören!

    

07.10.2016

Weiter geht's mit unseren Studierenden, die gerade ihr Grundlagenpraktium in der Bereitschaftspolizei absolvieren. Ein besonderer Tag stand für sie an - und wir von PolizeiHessenKarriere durften die aufregenden Stunden live miterleben:

Aufbau einer Kontrollstelle

"Hallo aus Wiesbaden! Wir melden uns mit einem neuen Blogeintrag. Es stand nämlich Großes an - unsere erste "echte" Verkehrskontrolle. Wir hatten das Ganze ausgiebig in den Wochen zuvor geübt und waren froh, das Gelernte endlich im echten Leben anwenden zu können.

Besprechung vor der KontrolleAbfahrt zur KontrolleBevor wir zur Kontrollstelle starteten, beluden wir die Autos mit der nötigen Ausstattung. Ich musste bedauerlicherweise noch eine Runde Muffins für alle mitbringen, da ich zweimal während des Unterrichts am Handy erwischt worden war. Das war natürlich nicht so toll. Aber das nur mal so nebenbei;-)

In der Bepo gab es eine kurze Einweisung und dann machten wir uns mit den Fahrzeugen auf den Weg in Richtung Kontrollstelle. Dort angekommen, packten wir alle mit an und alles war sehr schnell aufgebaut. Jeder war mit einem Partner und ausgebildeten Kollegen einer Kontrollbox zugeordnet. Und dann kamen auch schon die ersten Fahrzeuge. Ich hatte als erster die Gesprächsführung und wurde von meinem Partner und Betreuer gesichert. Ich war sehr nervös. Wie wir alle wahrscheinlich. Ich hoffte insgeheim darauf, dass mein erstes Fahrer nicht gleich jemand ist, der eher kontra Polizei ist. Puh. Ich hatte Glück - im ersten Fahrzeug saß eine Frau mittleren Alters, die sehr nett war. Es lag auch nichts vor und so durfte sie wieder weiterfahren. Beim nächsten Auto war es schon anders, denn die beiden Insassen waren alles andere als begeistert, in unsere Kontrollstelle gekommen zu sein. Der Fahrer befolgte meine Anweisungen erst nach mehrmaligem Auffordern. Na gut. Er hatte ja auch kein Warndreieck und keine Warnweste dabei. Und das war dann auch mein erster Strafzettel. Die darauffolgenden Fahrer verhielten sich dann alle wieder wie die nette Frau am Anfang. Auch bei meinen Kollegen lief es sehr gut und jeder hatte am Ende des Tages viele Autos kontrolliert. Als wir dann wieder in der Bereitschaftspolizeiabteilung waren, gab es noch ein paar warme Worte von unseren Ausbildern, die alles in allem zufrieden waren. Und dann durften wir um viele Erfahrungen reicher in den Feierabend!

Schreiben von VerwarnungsgeldbelegenMuffins

An dieser Stelle nochmal ein Dank an die Kolleginnen und Kollegen von der Einsatzeinheit, die uns betreuten. Das hat Spaß gemacht! Und euch Danke fürs Lesen und bis bald!

Euer Richard"

    

Junge Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte auf dem Weg zur Ausbildungsstätte08.09.2016

Erinnert ihr euch noch an den Beitrag unserer Studierenden, die von ihrem ersten Semester erzählten?

Inzwischen sind sie in der Bereitschaftspolizei im Grundlagenpraktikum - aber lest selbst:

"Wir sind nun seit mehr als einem Monat im Grundlagentraining und haben sehr viele neue Eindrücke vom praktischen Dienst eines Polizeibeamten sammeln können.

Praktische Übung beim EinsatztrainingÜbung während des BrandschutzlehrgangsEinige Fächer wie das Einsatztraining und die Einsatzlehre kennen wir schon vom ersten Semester, aber es sind noch viele neue aufregende Fächer dazu gekommen, wie zum Beispiel die Schießausbildung. Für viele von uns war es das erste Mal mit einer echten Waffe, somit war die Stimmung ein wenig angespannt. Nach jedem Schuss wurde die Nervösität ein bisschen weniger und die Schüsse präziser. Mittlerweile haben wir alle schon mehr Übung und keiner fühlt sich mehr unwohl mit der Waffe.

Aber auch mit Feuer wissen wir mittlerweile "umzugehen". Wir hatten einen Tag eine Brandschutzlehrgang, wo wir gelernt haben, wie man einen Feuerlöscher richtig verwendet und wie man einen Menschen mit einer Löschdecke das Leben rettet.

Polizeibeamter blickt über EppsteinBlick auf den Flughafen FrankfurtErst letzte Woche hatten wir unser Fahrsicherheitstraining, um die Polizeifahrzeuge auf öffentlichen Straßen fahren zu dürfen. Wir haben auf dem Trainingsgelände der Polizei gelernt, verschiedene Fahrzeuge auf glatter Fläche zu bremsen und zu lenken. Auch haben wir uns alle aus einem überschlagenen Auto befreit und erklärt bekommen, wie wir bewusstlose Menschen ebenso befreien können. Sonst sind wir durch Frankfurt und Wiesbaden gefahren, um uns an die großen Fahrzeuge zu gewöhnen und um zu zeigen, dass wir die Straßenverkehrsordnung beherrschen.

Wir haben auch beide Seiten einer Fahrzeugkontrolle kennen gelernt, einmal die Kontrolle an sich und auf der anderen Seite was man macht, wenn sich der zu Kontrollierende widersetzt und festgenommen werden soll. Wir sind schon sehr gespannt auf unsere erste "echte" Kontrolle. Darüber erzählen wir euch beim nächsten Mal."

    

Türschild 21.07.2016

Heute starten wir mit einer neuen Serie - eine Wiesbadener Studiengruppe wird regelmäßig berichten, was bei ihnen los ist:

"Hallo, wir sind die Studiengruppe 1/16-05.

Wir haben am 22. Februar 2016 mit dem Studium in Wiesbaden begonnen, in unserer Studiengruppe sind wir 10 Mädels und 10 Jungs im Alter von 18 bis 31 Jahren.

Das erste Semester ist rasend schnell vorbei gegangen. Wir haben schon einiges gelernt und sind zu einem echten Team zusammen gewachsen. Der Unterricht hat hauptsächlich aus theoretischen Fächern bestanden, die dann durch eine Klausur abgefragt wurden. Da dies für einige die ersten Klausuren eines Studiums gewesen sind und einige schon lange nicht mehr die Schulbank gedrückt haben, war die Aufregung vor den Klausuren groß. Die Dozenten haben uns aber bestens darauf vorbereitet und uns das Gefühl gegeben, nicht alleine da durch zu müssen.

Seminarraum im Fahrtrainingszentrum der hessischen PolizeiNatürlich gab es auch praktische Fächer wie das Einsatztraining und den Sport, wo uns wichtige Dinge für den Polizeialltag beigebracht wurden. Das Orientierungspraktikum, das über ein Wochenende ging, hat uns einen guten ersten Überblick über das gegeben, was uns "auf der Straße" erwartet und Lust auf mehr gemacht.

Wir haben uns unseren Urlaub nun wirklich verdient und hoffen, dass ihr uns hier auf Facebook während unseres zweiten Semesters beim Grundlagentraining in der Bereitschaftspolizei und auch während dem Rest unseres Studiums begleiten möchtet.

Im August sind wie wieder zurück.

Habt einen schönen Sommer!"

...das Foto entstand am letzten Unterrichtstag im Fahrtrainingszentrum der Polizei Hessen.