Hessische Polizei - Polizeiautos
 
04.04.2017

Berufspraktische Studienzeiten (Trainings/ Praktika)

Logo der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung

 

Die dreijährigen Bachelorstudiengänge an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, Fachbereich Polizei, bei den Abteilungen Gießen, Kassel, Mühlheim am Main und Wiesbaden zeichnen sich durch eine sehr starke Verzahnung zwischen Theorie und Praxis aus.

In einem aufeinander aufbauenden System werden die Studieninhalte zunächst theoretisch vermittelt bevor sie in den Ausbildungseinheiten der Bereitschaftspolizei in sogenannten „Trainings“ praktisch geübt und anschließend in den verschiedenen Praktika-Phasen bei den Polizeipräsidien umgesetzt werden. Folgende Module/Studienfächer werden vermittelt (Auszug):

Trainings
Im „Schonraum“ der Bereitschaftspolizei werden folgende Schwerpunkte trainiert:

Grundlagentraining

  • Praktischer Polizeidienst
  • Praktische Einsatzlehre
  • Schießen/Waffenkunde
  • Sport
  • Einsatztraining
  • Fotogrundausbildung
  • Kraftfahrausbildung
  • Informationstechnik

Training Ermittlungsverfahren

  • Ermittlungsvorgänge
  • Polizeiliche Vorgangsbearbeitung
  • Aktenaufbau
  • Vernehmungen
  • Polizeiliche Informations.- und Recherchesysteme

Training für den Einsatz in geschlossenen Einheiten

  • Taktische Maßnahmen und Einsatzformen in geschlossenen Einheiten
  • Führungs- und Einsatzmittel
  • Sachbearbeitung
  • Arbeitsteiliges Zusammenwirken mit benachbarten Kräften
  • Aktuelle Störerstrukturen und Störerverhalten
  • Ganzheitliche Übungen und Teilszenarien
        

Praktika
Diese finden im Kontakt mit dem Bürger statt:

Grundlagenpraktikum

  • Bürgerkontakte (Umgang mit dem Bürger)
  • Kriminalistische Spurensuche
  • Verkehrsunfälle
  • Ermittlungsvorgänge

Fachpraktikum Polizeireviere/-stationen, Fachkommissariate der Polizeipräsidien

  • Streifen- und Ermittlungsdienst
  • Ermittlungs- und Vollstreckungsmaßnahmen
  • Haftsachen

 

Ein Teil des Fachpraktikums kann unter besonderen Voraussetzungen in einem anderen Bundesland oder im europäischen Ausland absolviert werden.

Sven (Studierender)

 

Sven (Studierender)

„Beruflich im Ausland tätig zu sein; hat mich schon immer interessiert. Streife fahren in Frankreich, Großbritannien oder Österreich? 

Das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Als ich jedoch von der Möglichkeit hörte, einen Teil des Fachpraktikums im Ausland zu absolvieren, habe ich mich sofort beworben.

Neben der persönlichen und fachlichen Kompetenz musste ich natürlich auch die entsprechenden Fremdsprachenkenntnisse vorweisen. Nach erfolgreicher Teilnahme an einem Auswahlverfahren an der Hfpv konnten die zwei Wochen losgehen.

Rückblickend eine Erfahrung, auf die ich nicht verzichten möchte. Ich könnte mir sogar vorstellen, nach meinem Studium an polizeilichen Auslandsmissionen teilzunehmen.“

 

Denise (Studierende):

„Raus auf die Straße", darauf freute ich mich besonders, das erste richtige Erleben meines Berufes. Anzeigen und Unfälle selbst aufnehmen, Familienstreitigkeiten schlichten und Streife fahren, Spuren sichern, Täter ermitteln und Vernehmungen durchführen waren Tätigkeiten, die ich im Streifendienst und bei der Kriminalpolizei selbst ausführen konnte. Nach diesen ersten aufregenden Monaten war mir klar, dass ich den richtigen Beruf gewählt hatte.“