Beispiele für die Aufgabenvielfalt bei der Polizei Hessen
 

1. Blaulichtcamp 2017 in Lich

Gruppenbild Blaulichtcamp 2017
„Polizei zum Anfassen, Erleben und Mitmachen“ – so das Motto des 1. Blaulichtcamps der hessischen Polizei, das vom 11. bis 13. August auf dem Gelände der II. Bereitschaftspolizeiabteilung in Lich statt fand. 50 Oberstufenschülerinnen und Schüler nahmen Teil und waren begeistert.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die aus ganz Hessen und sogar Rheinland-Pfalz, Thüringen, Brandenburg sowie Nordrhein-Westfalen angereist waren, erlebten ein Feriencamp der besonders spannenden Art. Dafür sorgte ein buntes Programm, das die Einstellungsberater der hessischen Polizei zusammen mit der Polizeiakademie Hessen und dem Bereitschaftspolizeipräsidium auf die Beine gestellt hatten und das alle Facetten des Polizeiberufs vorstellte – einer der vielseitigsten Berufe überhaupt. 

Einmal in die Rolle eines Streifenpolizisten schlüpfen, Spuren am Tatort sichern, sich an körperliche Leistungsgrenzen bringen und noch immer in der Lage sein, knifflige Fälle zu lösen – diese Herausforderungen galt es für die Teilnehmer gleich am ersten Tag zu meistern, bei der Polizei Challenge!

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Die Schüler mussten Situationen, wie sie auch Streifenpolizisten im echten Leben widerfahren, sowohl körperlich als auch geistig bewältigen und erhielten dabei einen realistischen Einblick in die Arbeit der Profis auf der Straße. Aber auch kriminalistischer Spürsinn war gefragt, als es darum ging, an einem nachgestellten Einbruchtatort Fingerabdrücke zu finden und einen Vermisstenfall zu klären. Bereits der erste Tag führte allen Campteilnehmern vor Augen, dass Realität und Fernsehen mitunter weit auseinanderliegen, die echte Arbeit der Polizei jedoch spannender und vor allem anstrengender sein kann, als TV-Kommissare das vermuten lassen.

Ein Highlight war die Teilnahme an einem echten Einsatztraining am Samstag. Dabei hatten die jungen Leute die einzigartige Gelegenheit, mit speziell für Trainingszwecke ausgerüsteten Dienstwaffen in Aktion zu treten und mit Farbpatronen Zielübungen zu absolvieren. Welche Fitness wiederum von Nöten ist, erfuhren die Teilnehmer beim Selbstverteidigungstraining und Durchlaufen des Sporttests des Eignungsauswahlverfahrens der hessischen Polizei. Für eine kurze Unterbrechung der an sich schulfreien Ferienzeit sorgte eine Unterrichtsstunde mit typischen Polizeifächern wie Verkehrsrecht und Kriminologie. Wer zur Polizei möchte, wusste nun: Pauken ist auch nach dem Abitur angesagt!

Trotz anhaltenden Regens am Freitag und Samstag war allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben, wie viel Spaß sie hatten und wie beeindruckt sie von dem Erlebten waren. Auch wenn die für ein Ferienlager an sich unverzichtbare Sonnencreme ungenutzt im Rucksack lag. Pünktlich zur Polizeischau am Sonntag, zu der auch die Angehörigen der Jugendlichen eingeladen waren, kehrte jedoch der Sommer zurück. Auf dem Programm standen Vorführungen der Reiterstaffel, des Wasserwerfers, der Diensthunde sowie die Landung des Polizeihubschraubers und eine eigens für diesen Tag einstudierte Selbstverteidigungsdarbietung der Campteilnehmer.

50 glückliche Blaulichtcamper konnten bei strahlendem Sonnenschein ihre Teilnahmeurkunden aus den Händen des Schirmherrn der Aktion, des Hessischen Ministers des Innern und für Sport, Herrn Peter Beuth, in Empfang nehmen. Dieser hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich seine Glückwünsche auszusprechen und einen Blick auf den potentiellen Polizeinachwuchs zu werfen. Denn in einem waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Blaulichtcamps einig: ihrem Traumberuf waren sie durch die drei Tage ein großes Stück näher gekommen. Für viele heißt es nach dem Abitur nun sicher: Mit Blaulicht in die Zukunft!

Das gesamte Orga-Team möchte sich an dieser Stelle nochmals bei allen Helferinnen und Helfern, bei allen Kolleginnen und Kollegen und vor allem bei den vielen Studierenden der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung für ihre Unterstützung herzlich bedanken! Ihr habt das Camp mit Leben erfüllt – DANKE!

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