Bildcollage des Technikpräsidiums der hessischen Polizei
 
06.02.2018 | Präsidium für Technik, Logistik und Verwaltung

Technikpräsidium optimiert Einsatzfähigkeit der BOS im Hochtaunuskreis

Inbetriebnahme der Basisstation „Sandplacken“ am Großen Feldberg

Am Montag, dem 5. Februar 2018, um 16.30 Uhr, begrüßte Staatsekretär Werner Koch im Gebäude der Bergwacht Hessen, Bereitschaft Großer Feldberg (Taunus), Vertreter der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) aus den Bereichen der Feuerwehren, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen und der Polizei zur Eröffnung der Basisstation Sandplacken. Ebenfalls anwesend waren der frisch gewählte Landrat des Hochtaunuskreises Ulrich Krebs und der Leiter der Abteilung V des Innenministeriums, Brand- und Katastrophenschutz, Verteidigungswesen, Ministerialdirigent Gunnar Milberg.

 

Gruppenfoto- vor der Basisstation
Gruppenfoto am Großen Feldberg

 

In seiner Einführung stellte Präsident Karl-Heinz Reinstädt heraus, dass in Hessen von Beginn an alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben an Planung und Umsetzung beteiligt waren und bundesweit einzigartig eine digitale Alarmierung der ca. 75.000 Ehrenamtlichen in Feuerwehr und Rettungsdienst möglich ist.

Der BOS-Digitalfunk ist für die Polizei in Hessen seit dem 1. Januar 2017 im Wirkbetrieb und mit derzeit 407 Basisstationen das beste ausgebaute Netzsegment im BOS-Digitalfunk deutschlandweit. Zur Verbesserung werden weitere 85 Basisstationen realisiert, um u. a. die für die Feuerwehren und Rettungsdienste notwendige Alarmierungsfunktion zu optimieren.

Für die Zukunft ist zusätzlich eine Steuerung der Sirenen über den Digitalfunk geplant. Hierfür verantwortlich zeichnet sich die Abteilung 4, BOS-Funk Hessen, des Technikpräsidiums.

Die Kosten für Netzerrichtung und Betrieb werden vom Land übernommen; gleiches gilt für Leitstellenanbindung und -technik bei den nichtpolizeilichen Organisationen. Ebenfalls wird die Endgerätebeschaffung (Funkgeräte, Pager, Sirenensteuergeräte) für nichtpolizeiliche Organisationen vom Land gefördert.

Tobias Herr, Leiter der Autorisierten Stelle in der Abteilung 4 des PTLV, übernahm im Anschluss die Präsentation und lieferte Fakten zur Basisstation Sandplacken. Diese ist die zwölfte Basisstation im Hochtaunuskreis. Die Mastsanierungskosten belaufen sich auf 329.000 Euro. Für die Digitalfunktechnik fielen Kosten von 123.000 Euro an. Außerdem stellte er das Hauptversorgungsgebiet des Digitalfunks im Hochtaunuskreis heraus, welches sich über Oberursel-Hohemark bis zum Feldberg mit den Ortschaften Usingen (Eschbach), Neu-Anspach, Westerfeld, Wehrheim, Obernhain, Hunoldstal, Brombach, Arnoldshain erstreckt.

„Ein gemeinsames Blaulicht, ein gemeinsamer Auftrag – den Digitalfunk weiter auszubauen und gemeinsam zu verbessern“, lautet das Motto für alle beteiligten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), so Präsident Karl-Heinz Reinstädt.

Das Digitalfunknetz wird in Hessen stetig weiterentwickelt. So war es ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung, das Netz gerade in dem durch den Taunus schwierigen Gelände zu verbessern. Der Teilnehmerkreis war sich einig, dass die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert und sich der Digitalfunk im Bereich Hochtaunuskreis auf einem hohen Niveau befindet.

Ein besonderer Dank gilt dem Bereitschaftsleiter der Bergwacht Hessen (Deutsches Rotes Kreuz), Hartmut Lischke, der die passende Örtlichkeit für die Pressekonferenz zur Verfügung gestellt hat.

Pressemitteilung des Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

 

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