Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Nordhessen
 
05.09.2017

BAB 49 - Gemarkung Baunatal/Gemarkung Edermünde: Geschwindigkeitsüberwachung durch die Polizei

Seit Mai 2016 wird die BAB 49 zwischen der Gemarkung Baunatal und der Gemarkung Edermünde verstärkt auf Verstöße wegen Nichteinhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h und der daraus folgenden Lärmbelastung überwacht. Ausgangspunkt waren Hinweise von Anwohnern in Autobahnnähe.

Bei den ersten Geschwindigkeitsmessungen wurden diese mit einer Überschreitungsrate von 16,2% bestätigt. Bis August 2017 fanden in diesem Streckenabschnitt bisher 33 Messeinsätze statt.

Es wurden insgesamt 4408 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Der Großteil bewegt sich mit 3643 Verstößen im Verwarngeldbereich, 671 Fahrzeugführer bekamen eine Anzeige. Darüber hinaus gab es 94 Fahrverbote zu verzeichnen. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 197 km/h. Auf die Temposünder kommen Bußgelder bis zu einer Höhe von 600,- Euro, sowie eine erhebliche Anzahl von Einträgen im Fahreignungsregister von einem bis zwei Punkten zu. Die zu erwartenden Fahrverbote bewegen sich in einem Zeitrahmen von einem bis zu drei Monaten.

Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 197 km/h
Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 197 km/h

Die Vielzahl der festgestellten Überschreitungen macht deutlich, dass bislang ein beachtlicher Teil der Verkehrsteilnehmer nicht bereit ist, sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit zu halten. Daher ist es wichtig, Temposünder dauerhaft im Fokus zu behalten.

Eine positive Wirkung haben diese Kontrollen schon jetzt, denn die Rate der Geschwindigkeitsüberschreitungen in diesem Streckenabschnitt konnte durch die zahlreichen Messungen nahezu halbiert werden. Dies hat auch eine spürbare Reduzierung der Lärmbelastung für die Anwohner zur Folge.

Selbstverständlich werden solche Aktionen auch an anderen Orten durchgeführt. Dies gilt insbesondere für die Bereiche von Schulen, Kindertagesstätten sowie Senioreneinrichtungen. Dort fanden im Jahr 2016 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Nordhessen rund 150 Geschwindigkeitskontrollen statt. Hinzu kommen weitere Messungen an Unfallgefahrenstellen, da überhöhte Geschwindigkeit immer noch als einer der häufigsten Unfallursachen gilt.

Die Polizei setzt gerade im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung sehr viel Personal und Material ein, um den Verkehrsteilnehmern eine sichere Fahrt zu ermöglichen. Ziel ist hierbei nicht eine hohe Anzahl an Verstößen zu generieren, sondern die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen. Deshalb empfiehlt es sich für jeden Verkehrsteilnehmer sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu halten, da an jedem Ort und zu jeder Zeit eine Kontrolle stattfinden könnte.