Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Nordhessen
 
22.11.2017 | Polizeipräsidium Nordhessen

Nordhessen/Kassel: Prävention zur Vorweihnachtszeit

Taschendiebe, Einbrecher sowie Spenden- und Internetbetrüger auf Beutetour

In der Vorweihnachtszeit, in der viele Menschen vermehrt für Weihnachtseinkäufe aber auch zu geselligen Anlässen wie zum Beispiel den Weihnachtsmärkten die Städte und Gemeinden aufsuchen, versuchen ebenso Trick- und Taschendiebe bei diesen günstigen Gelegenheiten leichte Beute zu machen. Hektische Betriebsamkeit und Gedränge in den Fußgängerzonen sowie die über das normale Maß ausgelasteten öffentlichen Verkehrsmittel bieten unter anderem Angriffsflächen für potentielle Straftäter. Auch organisierte Spendensammler-Banden nutzen die vorweihnachtliche Stimmung bei gütigen Menschen aus. Die Polizei warnt auch Schnäppchenjäger, die beim Weihnachtsgeschenkekauf auf Fake-Online-Shops oder Auktionsplattformen auf Betrüger hereinfallen könnten. Schlussendlich erfasst die Prävention in der Vorweihnachtszeit auch den Einbruchschutz in die eigenen vier Wände.

Weihnachtsmarktbesuche in den frühen Abendstunden oder urlaubsbedingte Abwesenheit über die Feiertage brauchen Vorbeugung, damit die Rückkehr nicht zum Alptraum wird.

Taschen- und Trickdiebstähle im Gedränge

Die Polizei rät im Zusammenhang mit Taschen- und Trickdiebstählen, gerade an Stellen wo viele Menschen sind und Gedränge herrscht, besonders vorsichtig und aufmerksam zu sein. Geld- und Wertsachen sollten sicher in verschließbaren Innentaschen der Kleidung aufbewahrt werden. Hand- und Einkaufstaschen sollten zur Sicherheit stets geschlossen gehalten und dicht am Körper getragen werden. Zudem beobachten Taschendiebe ihre Opfer. Ein nach einem Telefonat in die Mantelaußentasche weggestecktes Smartphone ist für Diebe eine leichte Beute. Und der Schaden beträgt dabei nicht selten mehrere hundert Euro. Tipps der Polizei für einen unbeschwerten Bummel auf dem Weihnachtsmarkt finden Sie hier.

Das Symbol-Foto zeigt einen gestellten Trickdiebstahl auf einem Weihnachtsmarkt
Das Symbol-Foto zeigt einen gestellten Trickdiebstahl durch den
sog. "Beschmutzertrick" auf einem Weihnachtsmarkt

Nicht alle Spenden landen bei den genannten Hilfsbedürftigen

Vorsicht ist aber auch geboten, wenn jemand Geld gewechselt haben möchte oder Spenden für unbekannte Organisationen sammelt.

Potenzielle Diebe nutzen solche Situationen gerne, um nach dem Portemonnaie oder den Geldscheinen zu greifen. Auch Trickdiebe nutzen Spendenlisten, um an das Opfer näher heranzukommen. Mit Ablenkung ist der Weg zur Beute nicht mehr weit. Während die Liste unter die Nase gehalten wird, greift ein zweiter Täter in die vom Opfer mitgeführte Tasche. Zudem nutzen organisierte Spendensammler-Banden die Hilfsbereitschaft in der Vorweihnachtszeit aus. Das gesammelte Geld kommt nicht selten gar nicht bei den dabei genannten Hilfsbedürftigen an.

Augen auf beim Internet-Kauf

Auch beim Geschenkekauf im Online-Handel ist Vorsicht geboten.

Betreiber von Fake-Online-Shops und betrügerische Anbieter auf Auktionsplattformen wollen nur ihr Bestes, ihr Geld. Bei vermeintlichen Superschnäppchen sollten sie besonders argwöhnisch sein und Vorkasse ist sicher die schlechteste Bezahlvariante bei Internetgeschäften. Schutz können Online-Zahlungs-Service und eine gehörige Portion Vorsicht bieten. Beispielsweise die Prüfung des Impressums hilft meist, Fake-Online-Shops zu enttarnen.

Wohnungseinbrüche in der dunklen Vorweihnachtszeit

Nicht zuletzt nutzen Wohnungseinbrecher die Abwesenheit in der Weihnachtszeit und über den Jahreswechsel aus. Sichern sie rechtzeitig ihre vier Wände, stimmen sie sich mit Nachbarn ab oder täuschen sie Anwesenheit vor. In diesem Zusammenhang fördert das Bundesbauministerium mit einem KfW-Kredit auch den Einbruchschutz.

Zuschüsse betragen für Einzelmaßnahmen des Einbruchschutzes bis zu 20 % der förderfähigen Investitionskosten. Hierzu finden Sie weitere Informationen unter www.kfw.de/einbruchschutz.

Viele weitere Tipps rund um den Einbruchschutz und wie sie sich vor Taschen- und Trickdieben sowie Online-Betrügern schützen können finden sie auch unter www.polizei.hessen.de oder www.polizei-beratung.de.

Auskünfte erhalten Sie aber auch im Kasseler Polizeiladen in der Wolfsschlucht, gerne auch unter Tel. 0561 - 17171.