Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Nordhessen
 

Häusliche Gewalt/Stalking

Kooperatives Gewaltinterventions-Programm Region Kassel

Logo KAIP: Kooperatives Gewaltinterventions-Programm Region KasselIm Rahmen des Aktionsbündnisses Nord- und Osthessen gegen häusliche Gewalt und Stalking wurden zu Beginn des Jahres 2007 durch den damaligen Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Nordhessen, Herrn Henning und Oberstaatsanwältin Boesken von der Staatsanwaltschaft Kassel, die Initiative für das neue "Kooperatives Gewaltinterventions-Programm Region Kassel (Kurzform: KAIP-Region Kassel)" ergriffen.

In der Folge gelang es, durch intensive Zusammenarbeit Verantwortlicher des Polizeipräsidiums Nordhessen, der Staatsanwaltschaft Kassel, der Stadt und des Landkreises Kassel sowie Trägern aus der Stadt und dem Landkreis Kassel, KAIP-Region Kassel zu verwirklichen.
Bei den Trägern handelt es sich um Frauen informieren Frauen e.V. (FiF), Frauen helfen Frauen im Landkreis Kassel e.V. (FhF), die Kasseler Hilfe e.V. (KH) und das Diakonische Werk Kassel.
Als Arbeitsgrundlage für die Einrichtung und das interdisziplinäre Zusammenwirken wurde von den beteiligten Professionen ein Kooperationsvertrag erarbeitet und am 12.11.2007 im Polizeipräsidium Nordhessen unterzeichnet.
Es folgte die Aufnahme des praktischen Betriebes von KAIP-Region Kassel am 03.12.2007 im sogenannten KAIP-Büro. Hierbei handelt es ich um eine Interventionsstelle im Polizeipräsidium.

Adresse:

Polizeipräsidium Nordhessen
- KAIP-Region Kassel -
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Tel.: 0561 / 910-2139

Öffnungszeiten:  Grundsätzlich werktags Montag bis Freitag, 09.00 Uhr – 11.00 Uhr (Änderungen sind vorbehalten)

Die Interventionsstelle KAIP-Region Kassel erlangt Kenntnis über alle Fälle häuslicher Gewalt, die in der Region Kassel bei der Polizei zur Anzeige kommen. In der Regel handelt es ich bei den Opfern um Frauen sowie mittelbar um deren im Haushalt lebende Kinder. Männliche Opfer sind als Ausnahme zu betrachten.

Die Mitarbeiter/innen des KAIP-Büros haben die Aufgabe, Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, unmittelbar nach der Tat auf die Möglichkeiten von Rat, Unterstützung und Hilfe in der Region Kassel hinzuweisen. Eine männliche Fachkraft steht zur Täteransprache und zum Erstkontakt mit den Beschuldigten zur Verfügung.

Vornehmliches Ziel der Interventionsstelle ist es, eine Verbesserung der Information und Aufklärung sowie des Schutzes und der Sicherheit betroffener Frauen zu erreichen. Leben Kinder in der von häuslicher Gewalt betroffenen Lebensgemeinschaft gilt auch diesen die besondere Aufmerksamkeit der Polizei und allen an den Hilfeprozessen Beteiligten.

Diese proaktive Kontaktaufnahme mit Opfer und Beschuldigten dient der unmittelbaren Hilfe nach einer Gewalterfahrung, möglichst die eskalierende Gewaltspirale zu unterbrechen. Ziel ist es, den Beteiligten Wege zu einem gewaltfreien Leben aufzuzeigen.

Für die Täter/innen und die Gesellschaft soll ein klares Signal an gewalttätige Personen gesetzt werden, dass häusliche Gewalt keine Privatsache ist und vom Staat nicht toleriert wird. Polizeiliche Maßnahmen und der Strafverfolgungsprozess erfolgen konsequent. Die Verantwortung hierfür liegt beim Staat. Die Opfer haben keine Möglichkeit, dieses Handeln zu unterbrechen.

Zur Bewertung und Weiterentwicklung des Präventionsangebotes werden regelmäßig Arbeitsbesprechungen der KAIP-Mitarbeiter/innen und Kooperationsgespräche von Vertretern der beteiligten Professionen durchgeführt. Seit der Einrichtung von KAIP-Region Kassel haben die Mitarbeiter/innen in 1330 Fällen (Stand: 31.08.2010) Kontakt zu Opfern und Tätern/innen aufgenommen.
Nach der Erstkontaktaufnahme erfolgt die eigentliche Beratungsarbeit in den Beratungseinrichtungen. Diese Interventionsstrategie hat sich bewährt und wird von den Opfern dankbar aufgenommen.

Hier noch einige Links mit Hinweisen und Informationen zum Ausdrucken und Herunterladen:

Eingestellt am 02.09.2010 | PPNH | hal