Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
26.02.2016

Damit Senioren mobil bleiben: Hilfen beim Autofahren im Rahmen der Aktion MAX

Veranstaltungen in Kooperation mit der vhs Marburg-Biedenkopf

Plakat zur Aktion MAX - Eine Verkehrspräventionsaktion für Seniorinnen & Senioren des Polizeipräsidiums Mittelhessen - MAXimal mobil bleiben – mit Verantwortung! Mobilität der Senioren: Schulung zeigte, welche Ausstattung im Auto sinnvoll ist und den Fahrer entlastet.
Die Volkshochschule des Landkreises Marburg-Biedenkopf und Polizei führen Kooperation in Sachen der Aktion MAX fort.

Unter dem Titel „MAXimal mobil bleiben – mit Verantwortung“ wurde die Aktion zur Verkehrsprävention für Seniorinnen und Senioren auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf weiter fortgesetzt.

Die Seniorenbildung der Volkshochschule (vhs) des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Mittelhessen weitere Kooperationspartner gefunden, die bei der Beratung, Schulung und Aufklärung unterstützen. Im Alter sicher mobil bleiben – das wünschen sich viele Menschen. Doch muss rechtzeitig etwas dafür getan werden. Senioren sollten sich rechtzeitig mit dem Thema beschäftigen, offen für Neues sein und Alternativen bedenken.

Im Jahr 2016 sind dazu Aktionen zu unterschiedlichen Themen geplant.

Zunächst stand am Mittwoch, 17. Februar 2016 das Thema „Mit dem Auto unterwegs – Seniorengerechte Ausstattung von Automobilen“ auf dem Programm. Engelbert und Dennis Schwitalla führten dazu im Marburger Autohaus Schwitalla verschiedene Neuerungen vor, wie z. B.:

  • Wie sind Autos von heute ausgestattet?
  • Welche Neuerungen und Hilfen gibt es an den Fahrzeugen?
  • Welche Assistenzsysteme sind sinnvoll und tragen dazu bei, den Fahrer wirkungsvoll zu entlasten?
  • Kann ein Auto wirklich alleine einparken?

Senior mit dem MAX-Anhänger im Rückspiegel zu sehen

 

Foto links: Senior mit dem MAX-Anhänger im Rückspiegel zu sehen

 

Mit dem Marburger Autohaus Schwitalla hatten die Veranstalter einen Kooperationspartner gefunden, der sich für die Sicherheit der Senioren im Straßenverkehr einsetzen möchte.

 

Polizeioberkommissar Tobias Decher, Verkehrserzieher beim Regionalen VerkehrsdienstMarburg-Biedenkopf erläuterte, warum das Aktionsprogramm „MAX“ ins Leben gerufen wurde: „Es geht nicht darum, jemandem den Führerschein zu entziehen. Wir möchten, dass Seniorinnen und Senioren lange mobil bleiben.“ Dabei wolle auch die Polizei behilflich sein.

Mit zunehmendem Alter wird die Beweglichkeit schwieriger: Es fällt schwerer, den Kopf beim Spurwechsel oder Rückwärtsfahren zu drehen. Und auch das Reaktionsvermögen und die Sehkraft schwinden mit den Jahren. Dennis Schwitalla erläuterte ausführlich die verschiedenen Assistenz-Systeme, die in vielen Autos heute eingebaut sind: vom Abstands-Assistenten über die Müdigkeitserkennung oder den Berganfahr-Assistenten bis zum Spurwechsel-Assistenten. Einige davon serienmäßig, einige können auf Wunsch nachgerüstet werden.

„Als ich den Führerschein gemacht habe, gab es noch nicht einmal den Lenkkraftverstärker“, berichtet Karl-Heinz Zubrod, der als Fahrlehrer gearbeitet hatte. „Heute gibt es so viele Möglichkeiten, die das Autofahren leichter machen.“

Im Alter sicher mobil bleiben – das wünschen sich alle. Doch muss rechtzeitig etwas dafür getan werden. Die Akteure von „MAX“ raten dazu, sich rechtzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen, sich mit der Technik auseinandersetzten, offen für Neues sein, Alternativen bedenken und dann die Entscheidung treffen, welche Hilfsmittel sinnvoll und unterstützend sind.

Damit Senioren mobil bleiben - Hilfen beim Autofahren, Volkshochschule, Polizei und Autohaus informierten über sinnvolle Assistenz-Systeme im Auto im Rahmen der Aktion MAX (Foto: Landkreis MR-BID)

Dennis Schwitalla, der Verkaufsleiter des Familienbetriebes, zeigte auf dem Außengelände des Autohauses, wie ein Auto fast von alleine einparkt: Während er die Hände aus dem Fenster hielt, bewegte sich das Lenkrad automatisch. Geschäftsführer Engelbert Schwitalla stellte die Rückfahrkamera vor: Beim Einlegen des Rückwärtsgangs zeigte der Bildschirm im Inneren des Autos den Bereich hinter dem Fahrzeug. Der Fahrer kann so den Abstand zu vorhandenen Hindernissen besser einschätzen.

Sehr interessiert zeigten sich die Teilnehmer auch an Zubehör wie Fahrradträgern und Umbauten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen.

Foto / Text: Stephan Schienbein; Landkreis Marburg-Biedenkopf

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MAX-Workshop mit der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke

Die etwas andere MAX Veranstaltung fand am Samstag, dem 20.02.16, in der Zeit 14:00 - 16:30 Uhr im Kaminzimmer der Gaststätte Ochsenburg in Marburg-Gisselberg statt.

Der Workshop mit der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke war ein voller Erfolg. Das sehr großes Interesse und die starke Beteiligung, insgesamt erschienen 14 interessierte Senioren, führte dazu, dass der mit 30 Minuten geplante Workshop schließlich zwei Stunden dauerte.

Trotz des sensiblen Themas hatten alle Beteiligte viel Spaß und haben auch viel gelacht.

Der Vorsitzende, Herr Schwerdtfeger, stellte die zentrale Frage: „Wie kann ich feststellen, ob ich noch dazu in der Lage bin, einen Pkw zu führen bzw. wie kann ich meine Fahreignung feststellen lassen?“.

Diese Fragen, die weitreichenden Konsequenzen eines Verkehrsunfalles ohne Fahreignung sowie Mobilitätsalternativen konnten von Polizeioberkommissar Tobias Decher eingehend erläutert und anschließen mit den Teilnehmern diskutiert werden.

Ein lockerer Workshop in Sachen Mobilität im Alter, der von allen Teilnehmern als äußerst gelungen angesehen worden ist und sicherlich eine Wiederholung erfährt!

MAX-Workshop mit der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke in Marburg

 

Nächste MAX-Veranstaltungen im Landkreis Marburg-Biedenkopf:

  • Samstag, 27.02.16 / 10:00 – 18:00 Uhr, Einweihung Grundtreff der Gemeinde Ebsdorfer Grund: MAX-Infostand mit Agility-Board und Alterungsanzug im Bürgerhaus Wittelsberg
  • Montag, 29.02.16 / 15:00 – 18:00 Uhr, Seniorennachmittag Lahntal: MAX-Workshop mit Agility-Board und Alterungsanzug in der Lahnfelshalle in Goßfelden

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MAX ist eine Verkehrspräventionsaktion für Seniorinnen und Senioren.

Der Slogan lautet: MAXimal mobil bleiben - mit Verantwortung!

Mit der Aktion MAX (Aktionsplakat rechts) soll insbesondere älteren Menschen vermittelt werden, wie maximale Mobilität bei größtmöglicher Verkehrssicherheit verantwortungsvoll zu erreichen ist. Das Angebot richtet sich an alle, die am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen – ob in Auto, Bus oder Bahn, mit dem Fahrrad oder zu Fuß.

Die Aktion MAX ist die zweite zielgruppenspezifische Präventionskampagne unter dem Dach von verkehrssicher-in-mittelhessen. Startschuss der Aktion MAX im Landkreis Marburg-Biedenkopf war mit einem großen Veranstaltung in Stadtallendorf am 29.09.2015 2 rote Pfeile mehr.

Hierfür arbeiten verschiedene Verwaltungen, Institutionen und Verbände zusammen, werden Sicherheitsberater für Senioren eingebunden und kooperieren niedergelassene Ärzte, Apotheker, Optiker, Akustiker und Fahrschulen. Dadurch werden vorhandene Strukturen genutzt und Ressourcen gebündelt.

Senioren werben für die Aktion MAX - MAXimal mobil bleiben – mit Verantwortung
Foto: Senioren werben für die Aktion MAX - MAXimal mobil bleiben – mit Verantwortung

Ziel der Aktion MAX ist es:

  • das Bewusstsein stärken, dass die Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter nachlässt, und dies Auswirkungen auf die Sicherheit im Straßenverkehr hat.
  • die verantwortungsbewusste Teilnahme am Straßenverkehr fördern, insbesondere durch das „Beherzigen“ von  Verhaltenshinweisen.
  • die Bereitschaft erhöhen, an verkehrsbezogenen Gesundheitsüberprüfungen teilzunehmen.
  • die Erkenntnis steigern, dass gewonnene Erfahrungen im Straßenverkehr Fortbildungsmaßnahmen über die neuesten Entwicklungen nicht ersetzen können.
  • den „Nutzungsgrad“ von geeigneter Sicherheitsausstattung erhöhen (z.B. Fahrradhelme, Sicherheitsgurt, Fahrassistenzsysteme, reflektierende Kleidung).
  • die Verkehrsunfälle reduzieren, insbesondere solche mit schweren Folgen.

Aktion MAX - KontaktadressenDie Ansprechpartner und Referenten der Institutionen können bei der Geschäftsstelle von verkehrssicher-in-mittelhessen erfragt werden. Diese ist zu erreichen im  Polizeipräsidium Mittelhessen unter Tel. 0641 7006-3810 bzw. per Mail: aktion-max.ppmh@polizei.hessen.de.

Mehr zur 2 rote Pfeile Aktion MAX

Mehr zum Thema verkehrssicher-in-mittelhessen und der dazugehörigen Aktion BOB und MAX finden Sie im Internet unter:

Internetadresse: "www.verkehrssicher-in-mittelhessen.de"

und zum Thema BOB 2 rote Pfeile hier sowie auf der gemeinsamen Aktionsseite unter:

Schriftzug - www.aktion-bob.de