Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
21.11.2016

Verkehrsdienst beanstandet Ladungssicherung und Moped-Tuning

Am Dienstag dieser Woche (15.11.2016) richteten Mitarbeiter des Regionalen Verkehrsdienstes Lahn-Dill in der Garbenheimer Straße in Wetzlar, in Höhe einer ehemaligen Brauerei, eine Verkehrskontrolle ein.

Dort stoppten die Polizisten einen Lkw eines Wetzlarer Bauunternehmens, der einen 3,5 Tonnen Bagger geladen hatte. Der Bagger stand völlig unzureichend gesichert auf der Ladefläche. Zudem stand die hintere Bordwand des Transporters teilweise offen, weil die mobilen Auffahrrampen zu lang für die Ladefläche waren. Da das Fahrzeuge über keinerlei Zurrpunkte verfügte, die für die ordnungsgemäße Ladungssicherung des Baggers zwingend notwendig gewesen wären, untersagten die Ordnungshüter die Weiterfahrt.

Der Bagger stand völlig unzureichend gesichert auf der Ladefläche des LKW.

Der Baufirma stand keine Transportalternative zur Verfügung, so dass der Bagger vor Ort abgeladen wurde und der Lkw seine Fahrt leer fortsetzte. Den Fahrer erwarten ein Bußgeld von 60 Euro sowie ein Punkt in Flensburg; auf den Bauunternehmer als Verantwortlichen für das Fahrzeug kommen 270 Euro Bußgeld und ein Punkt in der Verkehrssünderkartei zu.

Für einen besseren Sound wurde der sogenannte DB-Eater aus der Auspuffanlage ausgebaut    
Bereits von weitem kündigte sich ein 16-jähriger Tiefenbacher mit seinem Leichtkraftrad auf der Garbenheimer Straße an. Bei der technischen Untersuchung seines Gefährtes entdeckten die Polizisten, dass er für einen besseren Sound den sogenannten „DB-Eater“ aus der Auspuffanlage ausgebaut hatte, siehe Foto links.

Anstelle der in der Betriebserlaubnis erlaubten 79 Dezibel, brachte es eine Schallpegelmessung auf 94 Dezibel. Durch diese technischen Veränderungen erlosch die Betriebserlaubnis.


Die Ordnungshüter stellten die Kennzeichen sicher und untersagten die Weiterfahrt. Um mit seinem Gefährt wieder am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen, muss der Tiefenbacher den ursprünglichen Zustand wieder herstellen und das Moped anschließend dem TÜV vorführen.


Einen 43-jährigen Atzbacher erwartet nach dem „Besuch“ der Kontrollstelle ein Verfahren wegen des Fahrens ohne die erforderliche Fahrerlaubnis. Auf eine Höchstgeschwindigkeit von 44 km/h brachte es die geeichte Geschwindigkeitsmessung seines Rollers. Der Atzbacher ist nicht im Besitz eines Führerscheins für ein Gefährt dieser Geschwindigkeitsklasse. Maximal hätte er einen Roller mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren dürfen. Da ihm dies als Reisegeschwindigkeit offensichtlich zu langsam war, hatte er die elektronische Geschwindigkeitsdrossel kurzerhand ausgeschaltet. Plakat zu verkehrssicher-in-mittelhessen

    

Solche Kontrollmaßnahmen gehören auch zu verkehrssicher-in-mittelhessen.

 

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