Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
22.06.2015 | Polizeiautobahnstation Mittelhessen

„Abenteuerlicher Autotransport“ auf der A5 gestoppt

Von außen sah der polnische Lastwagen mit seinem großen Anhänger eigentlich ganz harmlos aus. Hinter der Plane verbarg sich die von diesem Gespann ausgehende große Gefahr.

Streife der PASt Mittelhessen kontrollierte glücklicherweise diesen polnischen LKW mit Anhänger auf der A5

Auf den von Planen und schmalen Holzriegeln umgebenen Ladeflächen befanden sich jeweils zwei Unfallwagen.

Auf der Ladefläche des LKW sowie auf dem Anhänger wurden je zwei völlig unzureichend gesicherte Unfallwagen transportiert

Als Unterbau für die hochgestellten Autos diente ein Stahlbock, der einfach so, also ohne jegliche weitere Sicherung, da stand.

einfallsreiche aber mangelhafte Sicherung: die Vorderräder der PKW standen auf ungesicherte Stahlfelgen und waren lediglich mit zerschlissenen Gurten fixiert  

  

Die Vorderräder lagerten auf alten Stahlfelgen, die ebenfalls ungesichert auf der Ladefläche lagen, siehe Foto links.

 

Mit den verwandten, alten und verschlissenen Gurten gelang jedoch nur eine äußerst mangelhafte Sicherung des ganzen, durchaus einfallsreichen Konstrukts.

 

    
Auf die Idee, mal hinter die Plane zu schauen, kamen die beiden Beamtinnen der Autobahnstation, weil das zunächst ausgehändigte Frachtpapier eine Ladung von 120 Plastikwannen mit einem Gewicht von nicht einmal 100 kg auswies. Das passte nicht zur Größe des Lastwagengespanns. Bei der Nachfrage gab es dann ein Papier mit vier Autokennzeichen aber ohne jede Gewichtsangabe.

Der Öffnung des „Vorhangs“ folgte die mit ungläubigem Kopfschütteln gepaarte Überraschung für die Beamtinnen.

Zusammengefasst steht fest:

  • Die Ladung war keinesfalls standfest, nicht formschlüssig geladen und hatte keine ausreichende Sicherung nach hinten und zur Seite.
  • Das Transportfahrzeug war für diesen Transport ungeeignet! Ein Auto-Transporter wäre die definitiv bessere und sicherere Wahl gewesen.

Auf den Fahrer kommt ein Bußgeld von mehr als 2000 Euro zu.

Zuzüglich entstanden weitere Kosten für die Bewerkstelligung einer ordnungsgemäßen und sicheren Beförderung, denn dieser abenteuerliche Autotransport, der in Frankreich losging und zum Ziel einen Autoinstandsetzungsbetrieb in Polen hatte, endete am Dienstag, 12. Mai, gegen Mittag auf dem Limesparkplatz der A 5.

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Quelle: Polizeioberkommissarinnen Schäfer u. Rodrigues Fonseca  / Ahlich, Pressesprecher