Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
17.04.2015

Bundesweiter Blitz-Marathon

Ein positives Fazit zum dritten bundesweiten Blitz-Marathon am gestrigen Donnerstag (16.04.2015) zieht die Polizei in Mittelhessen. Wie bereits bei den vorherigen Kontrollaktionen zeigten sich auch diesmal die meisten Autofahrer in den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf, Wetterau und im Lahn-Dill-Kreis wieder gut über den Blitz-Marathon informiert.

 

"Unser Ziel ist es, mit dieser Aktion die Köpfe der Menschen zu erreichen und nicht die Geldbeutel", erklärt der Leiter des hessischen Blitz-Marathons, Polizeidirektor Thorsten Fleischer. Daher bewertet Fleischer die Ergebnisse des diesjährigen Blitzmarathons als positiv. "An nahezu allen Kontrollstellen in Mittelhessen stellten Polizei und Kommunen weniger Geschwindigkeitsverstöße fest. Im Allgemeinen waren die Fahrerinnen und Fahrer besonnen und vorsichtig unterwegs. Damit haben sie einen Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet." Polizeidirektor Thorsten Fleischer appelliert an alle Kraftfahrzeugführer sich auch in Zukunft an die Tempolimits zu halten, damit schwere Verkehrsunfälle verhindert werden können und alle gut und gesund ankommen.

Zwischen 06.00 Uhr und 24.00 Uhr richteten mehr als 140 Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeiter der Kommunen über 70 Messstellen im Bereich des Polizeipräsidiums Mittelhessen ein. Sämtliche Blitzstellen wurden im Vorfeld über die Medien bekannt gegeben.

Die meisten Autofahrer hielten sich an die Tempolimits. Doch trotz der umfangreichen Berichterstattung in den Medien und der Ankündigung der Blitzstellen, war nicht jeder Fahrzeugführer in Mittelhessen diszipliniert unterwegs.

Geschwindigkeitsmessung: Raser im Visier der Beamten des Regionalen VerkehrsdienstesInsgesamt passierten fast 90.000 Fahrzeuge die Messtechnik - 2.938 von ihnen waren schneller als die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten. 2.597 Fahrzeugführer wurden mit einer geringen Überschreitung erwischt. Ihre Geschwindigkeiten lagen bis zu 20 km/h über dem Erlaubten. Mit einem Bußgeld von mindestens 70 Euro und ein bis zwei Punkten müssen 341 Fahrer rechnen. Von diesen waren 31 so schnell, dass sie für mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten müssen.

Die Polizisten achteten bei ihren Kontrollen aber nicht nur auf die Geschwindigkeiten. So ahndeten sie auch Verstöße gegen das Telefonieren während der Fahrt oder gegen die Gurtpflicht und zogen im Landkreis Gießen einen Fahrer der unter Drogeneinfluss stand aus dem Verkehr.

 

Landkreis Gießen: An den rund 20 Blitzstellen im Landkreis Gießen fuhren 16.608 Fahrzeuge durch die Messtechnik von Polizei und Kommunen. Insgesamt waren 497 Fahrzeuge zu schnell. 479 Fahrzeuglenker müssen mit einem Verwarnungsgeld von maximal 30 Euro rechnen. 18 Kraftfahrzeugfahrer waren so schnell, dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg zukommen. Von diesen müssen vier zusätzlich für mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten.

Landkreis Marburg-Biedenkopf: Auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf waren Polizei und Kommunen an rund 20 Messstellen im Einsatz. Hier registrierten die Verkehrsüberwacher 17.315 Fahrzeuge, die die Technik passierten. Insgesamt waren 472 Fahrzeuge zu schnell. 436 Fahrzeuglenker müssen mit einem Verwarnungsgeld von maximal 30 Euro rechnen. 36 Kraftfahrzeugfahrer waren so schnell, dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg zukommen. Von diesen muss einer zusätzlich für mindestens vier Wochen auf seinen Führerschein verzichten.

Landkreis Wetterau: An den 25 Blitzstellen im Landkreis Wetterau fuhren 27.230 Fahrzeuge durch die Messtechnik von Polizei und Kommunen. Insgesamt waren 1.170 Fahrzeuge zu schnell. 1.084 Fahrzeuglenker müssen mit einem Verwarnungsgeld von maximal 30 Euro rechnen. 86 Kraftfahrzeugfahrer waren so schnell, dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg zukommen. Von diesen müssen sechs zusätzlich für mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten.

Logo des Polizeipräsidiums MittelhessenAuf der Landstraße 3188 bei Florstadt erwischte es einen Harleyfahrer. Der Biker hielt sich nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und wurde mit 105 km/h geblitzt. Das kostet den Raser 120 Euro Bußgeld und erhöht sein Konto in Flensburg um einen Punkt

Lahn-Dill-Kreis: Im Lahn-Dill-Kreis kam die Messtechnik von Polizei und Kommunen an knapp 20 Blitzstellen zum Einsatz. Hier durchfuhren 10.538 Fahrzeuge die Messstellen. Insgesamt waren 449 Fahrzeuge zu schnell. 406 Fahrzeuglenker müssen mit einem Verwarnungsgeld von maximal 30 Euro rechnen. 43 Kraftfahrzeugfahrer waren so schnell, dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg zukommen. Von diesen müssen drei zusätzlich für mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten.

Auf der Bundesstraße 255 fuhr ein Pkw zwischen Herborn und Driedorf mit 143 km/h in die Messtechnik. Auf diesen Streckenabschnitt in Richtung Rheinland-Pfalz sind maximal 100 km/h erlaubt. Der Fahrer hatte sich für seine Tour die Blitzstellen notiert und wusste, dass ihn auf seiner Strecke ab Rheinland-Pfalz kein Blitzer erwarten würde. Allerdings glaubte er fälschlicher Weise schon die Landesgrenze passiert zu haben und raste in die hessische Blitzstelle. Auf den Raser kommen 160 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg sowie ein vierwöchiges Fahrverbot zu.

Polizeiautobahnstation Mittelhessen: Auf den von der Polizeiautobahnstation in Butzbach zu betreuenden Autobahnabschnitten der A5, A45, A480 und A485 betrieben die Polizistinnen und Polizisten vier Blitzstellen. Hier durchfuhren 16.638 Fahrzeuge die Messstellen. Insgesamt waren 350 Fahrzeuge zu schnell. 192 Fahrzeuglenker müssen mit einem Verwarnungsgeld von maximal 30 Euro rechnen. 158 Kraftfahrzeugfahrer waren so schnell, dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg zukommen. Von diesen müssen 17 zusätzlich für mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten.

Auf der A480 bei Gießen fuhr ein aus Russland stammender Autofahrer im Baustellenbereich bei erlaubten 80 km/h mit 140 km/h durch die Kontrolle. Der Fahrer ist russischer Polizist und hatte sich vor seiner Tour offensichtlich nicht über den europaweiten Blitzmarathon informiert.

 

Guido Rehr, Pressesprecher