Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
10.05.2013

Gewalttäter und Randalierer erhalten künftig eine „Gelbe Karte“

Logo des Polizeipräsidiums MittelhessenBei hohem Aggressionspotential droht der Entzug des Führerscheins   

Präventionsprojekt im Wetteraukreis vorgestellt

Am 6. Mai 2013 wurde im Friedberger Kreishaus das Präventionsprojekt durch Polizeipräsident Manfred Schweizer, Polizeidirektor Jürgen Kapp sowie Landrat Joachim Arnold und Jürgen Grünbein (Leiter der Führerscheinstelle) gegenüber der Presse vorgestellt.

Gruppenbild: Jürgen Grünbein (Leiter Fahererlaubnisbehörde), Kornelia Schäfer (Kreispräventionsrat), Polizeidirektor Jürgen Kapp, Polizeipräsident Manfred Schweizer, Claudia Taphorn (Fachdienst Jugend) und Landrat Joachim Arnold
Gruppenbild: Jürgen Grünbein (Leiter Fahererlaubnisbehörde), Kornelia Schäfer (Kreispräventionsrat), Polizeidirektor Jürgen Kapp, Polizeipräsident Manfred Schweizer, Claudia Taphorn (Fachdienst Jugend) und Landrat Joachim Arnold

Das Präventionsprojekt „Gelbe Karte“ hat als Ziel, Kriminalität insbesondere Gewaltdelikte sowie den Drogen-  und Alkoholmissbrauch vorzubeugen. „Ich freue mich, zusammen mit dem Landrat das Präventionsprojekt „Gelbe Karte“ in der Wetterau einzuführen. Die „Gelbe Karte“ ist eine Ergänzung der Präventionsoffensive des Landes Hessen gegen Gewalt und Alkoholmissbrauch. Die aus der Welt des Sports stammende symbolische Karte, ihre Wirkung und ihre Bedeutung sind überall bekannt und werden verstanden“, so Polizeipräsident Manfred Schweizer gegenüber der Presse. In Gießen wurde das Projekt bereits vor zwei Jahren eingeführt worden. Hier habe es lediglich eine Rückfallquote von zwei Prozent gegeben.

Informationsschreiben der Fahrerlaubnisbehörde Die Vorgehensweise ist einfach und wirksam:

Die Führerscheinstelle des Wetteraukreises erhält von der Polizei eine Mitteilung über eine auffällig gewordene Person. Danach muss die Führerscheinstelle entscheiden, ob die in Frage kommende Person per Post dann auch die „Gelbe Karte“ erhält. Auf gelbem Papier wird dem Empfänger mitgeteilt, dass der Führerscheinentzug oder die Nichterteilung einer Fahrerlaubnis droht, falls er erneut straffällig werden sollte.

Foto links: Mit dem Informationsschreiben der Fahrerlaubnisbehörde erhalten die Betroffenen eine 'Gelbe Karte'

Der Wetteraukreis ist damit nach Wiesbaden, dem Stadt- und Landkreis Fulda und dem Stadt- und Landkreis Gießen das vierte Pilotprojekt in Hessen.

„Die bisher gemachten Erfahrungen zeigen, dass die „Gelbe Karte“ ein sinnvolles und wirksames Mittel ist, um den Straftätern zu zeigen, dass ihr falsches Verhalten empfindliche Konsequenzen nach sich zieht. Auch im Wetteraukreis soll dieses Präventionsprojekt erfolgreich fortgesetzt werden“, verdeutlichte Polizeidirektor Jürgen Kapp.

Post von der Führerscheinstelle können jedoch auch Jugendliche oder junge Erwachsene erhalten, die noch keinen Führerschein haben. Auch ihnen drohen Konsequenzen, wenn sie als Wiederholungstäter in Erscheinung treten. Dies kann eine längere Wartezeit bis hin zu einer Eignungsprüfung sein.

In einer gemeinsamen Aktion des Polizeipräsidiums Mittelhessen und des Landkreises bekommen Gewalttäter und Randalierer künftig von der Fahrerlaubnisbehörde eine gelbe KarteDie „Gelbe Karte“ soll ab Mai 2013 im Wetteraukreis versendet werden.

Foto rechts: sinnbildliches Zeigen einer 'gelben Karte' als Warnung vor drohendem Führerscheinverlust

„Der Führerschein besitzt einen hohen Stellenwert und ist bei der notwendigen Mobilität in der heutigen Zeit unverzichtbar. Sein Verlust bedeutet neben dem Imageschaden eine erhebliche Einschränkung von Freiheit und Unabhängigkeit. Mit dem Zeigen der „Gelben Karte“ appellieren Polizei und Landkreis, die eigenen Verhaltensweisen zu überdenken und zu verändern“, so Manfred Schweizer und Jochim Arnold abschließend.