Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
06.11.2009

Aktion "Runter vom Gas" beendet

Am Montag, dem 19. Oktober 2009 startete die Polizei Mittelhessen die

Unfallbild -ABI 2008- der Aktion -Runter vom Gas- vom Deutschen Verkehrsicherheitsrat e.V.

Aktion

"Runter vom Gas"

mit dem gleichnamigen Landesaktionstag.

Bis zum 31. Oktober 2009 folgten in allen Landkreisen des Polizeipräsidiums verschiedene Aktionen zur Bekämpfung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit, sowie Gurt- und Beleuchtungskontrollen.

 

 

Foto oben: Plakat der Aktion "Runter vom Gas!"

(Näheres zu den Aktionen steht in der 2 rote Pfeile Pressemeldung vom 15. Oktober 2009.

Radarwagen der Polizei mit LichtschrankenmessgerätDas Polizeipräsidium Mittelhessen führte zum Landesaktionstag eine

Verkehrspräventionsveranstaltung

in der Galerie Neustädter Tor in Gießen durch. Unzählige sehr interessierte Besucher informierten sich ab 10 Uhr über die technischen Geräte zur Geschwindigkeitsüberwachung, über das Programm verkehrssicher-in-mittelhessen und die Aktion BOB.

 

Foto oben: Eines der ausgestellten Geschwindigkeits- überwachungsgeräte, ein Radarwagen der Polizei mit Lichtschrankenmessgerät

 

Der Fahrsimulator wurde häufig genutzt

 

Der pausenlos frequentierte Gurtschlitten und der ebenso häufig benutzte Fahrsimulator sowie die ausgestellten "wahren" Unfallfahrzeuge und die Collagen von Schülern zur Verkehrssicherheit klärten das Publikum eindrucksvoll über die Gefahren des zu schnellen Fahrens auf.

 

Foto rechts: Der Fahrsimulator wurde häufig genutzt

 

 

"wahre" Unfallfahrzeuge aus Mittelhessen

Unfallfahrzeuge mit einem Kreuz

Foto oben: Die vor Ort ausgestellten "wahren" Unfallfahrzeuge aus Mittelhessen mit tödlichem Ausgang, wie z. B.  der total beschädigte VW Polo, in dem im Mai 2008 vier junge Menschen bei einem 2 rote Pfeile Verkehrsunfall in der Wetterau ihr Leben lassen mussten.

Insbesondere der Aufprall des Gurtschlittens zeigte Wirkung. Die Überraschung des Ausmaßes der freiwerdenden Energie beim Aufprall mit einer an sich langsamen Geschwindigkeit spiegelte sich deutlich im Gesicht der Benutzer.

Polizeipräsident Schweizer testet den Gurtschlitten

Auch Polizeipräsident Manfred Schweizer ließ sich eine Fahrt mit dem Gurtschlitten nicht nehmen. Er überstand sie wie alle anderen Benutzer auch unfallfrei und unverletzt (Foto links).

Der Polizeipräsident selbst nutzte die Veranstaltung zur Prävention durch Aufklärung und Information von 11.30 bis etwa 13 Uhr.

 

 

PHK Pfeiffer (links) beim Rauschbrillentest und PP Schweizer (4 v.l.) im Gespräch

 

 

 

 

Foto rechts: Polizeihauptkommissar Pfeiffer (links) beim Rauschbrillentest und Polizeipräsident Schweizer (4 v.l.) im Gespräch

 

 

POK Bepler macht den Rauschbrillentest mit einer Frau

 

Vielen Besuchern war die Dimension der Hauptunfallursache Geschwindigkeit nicht bekannt, obwohl diese in Mittelhessen für jeden zehnten der 21.820 Verkehrsunfälle des Jahres 2008 und sogar jeden dritten bei den Unfällen mit Schwerverletzten ursächlich ist.

Foto links: Polizeioberkommissar Bepler macht den Rauschbrillentest mit einer Frau

 

 

Der Projektleiter von verkehrssicher-in-mittelhessen-, POR Kaletsch und EPHK Schulz (2 u. 3 v.l.) im Gespräch mit Standbesuchern

 

Foto rechts:
Die Projektmitarbeiter von verkehrssicher-in-mittelhessen, Polizeioberrat  Kaletsch und Erster Polizeihauptkommissar Schulz (2 u. 3 v.l.) im Gespräch mit Standbesuchern

Ebenso neu war für viele, dass nach Einschätzung von Experten etwa 50 Prozent aller bei einem Unfall getöteten Menschen noch leben könnten, hätten sie die vorhandenen Sicherheitseinrichtungen richtig genutzt.

 

Aufgrund der vielen guten Gespräche und der sehr guten Resonanz war der Verkehrspräventionstag für die Polizei eine erfolgreiche Veranstaltung.

Todesanzeige der Aktion -Runter vom Gas- vom Deutschen Verkehrsicherheitsrat e.V.

 

Foto rechts: Eine Plakat-Todesanzeige der Aktion -Runter vom Gas- vom Deutschen Verkehrsicherheitsrat e.V.

 

Näheres zu dieser Aktion unter:

www.runter-vom-gas.de

 

 

 

Daneben gab es in allen Landkreisen und auf den Autobahnen des Polizeipräsidiums Mittelhessen nach Lichtung des morgendlichen Nebels Verkehrskontrollen mit Geschwindigkeitsmessungen sowie Gurt- und Beleuchtungskontrollen.

Insgesamt 86 eingesetzte Beamte stellten 460 Geschwindigkeitsverstöße fest. 167 Autofahrer erhielten oder erhalten eine Verwarnung mit Verwarnungsgeld. Gegen 293 Fahrer wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet. 40 Autofahrer erwarten ein Fahrverbot. Darüber hinaus stellte die Polizei noch auffallend viele Gurtverstöße fest. Hier liegt ein abschließendes Ergebnis noch nicht vor.

Das vorläufige Ergebnis verteilt sich wie folgt:

Landkreis und Stadt Gießen: Bei Kontrollen in Grünberg und Gießen fuhren 53 Fahrer zu schnell, 31 Verwarnungen mit Verwarnungsgeld sowie19 Anzeigen ohne und drei mit zu erwartenden Fahrverboten.

Lahn-Dill-Kreis: Die Polizei im Lahn-Dill-Kreis registrierte 63 zu schnelle Autofahrer. 27 Verwarnungen mit Verwarnungsgeld und 36 Anzeigen mit insgesamt einem zu erwartenden Fahrverbot.

Landkreis Marburg Biedenkopf: Im Landkreis Marburg-Biedenkopf gab es 32 Verwarnungen mit Verwarnungsgeld und eine Anzeige.

Wetteraukreis: In der Wetterau fielen die Autofahrer weniger durch Geschwindigkeitsverstöße dafür aber durch Gurtverstöße auf. Bei zwei Kontrollen fuhren nur 12 Autofahrer zu schnell, zwei davon erhalten eine Anzeige, zehn müssen ein Verwarnungsgeld bezahlen. In der Wetterau waren gleichzeitig 38 Autofahrer zur Kontrollzeit nicht angeschnallt!

Polizeiautobahnstation Mittelhessen: An insgesamt drei Kontrollstellen, eine davon mit Beteiligung des Zolls, fuhren 299 Autofahrer zu schnell. Die Polizei verhängte 67 Verwarnungen mit Verwarnungsgeld und leitete 196 Bußgeldverfahren ohne und 36 mit einem zu erwartenden Fahrverbot ein.

Mehr zu verkehrssicher-in-mittelhessen“ bzw. der Aktion BOB finden Sie im Internet unter:

Internetadresse: "www.verkehrssicher-in-mittelhessen.de"

und zum Thema BOB 2 rote Pfeile hier sowie auf der gemeinsamen Aktionsseite unter:

Schriftzug - www.aktion-bob.de