Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
19.06.2008

Landesaktionstag der Polizei zum Thema Jugendschutz

Das 2 rote Pfeile Polizeipräsidium Mittelhessen beteiligte sich am Freitag, 13. Juni 2008, am

Landesaktionstag der Polizei zum Thema Jugendschutz

  • Schwerpunktkontrollen in Gaststätten und Discotheken
  • Gemeinsame Aufklärungsaktionen zum Thema Alkohol und Drogen
  • Auftakt zu Aktionswoche
  • Info-Stand beim "Lauf gegen Sucht" des Gesprächskreises Prävention der Stadt Karben

Hessenmarke (jpg, 60x71 Pixel)Mit einem landesweiten Aktionstag und einer anschließenden Aktionswoche widmet sich die Polizei in Hessen schwerpunktmäßig dem Thema Jugendschutz. So werden gemeinsame Aufklärungs- und Kontrollaktionen von

  • Polizei,
  • kommunalen Ordnungsämtern,
  • Schulen,
  • Jugendämtern,
  • der Gaststätten- und der Gewerbeaufsicht ab dem 13. Juni durchgeführt.

"Der zunehmend exzessive Alkoholmissbrauch, die bundesweit steigende Zahl stationärer Notaufnahmen sowie die Entwicklungen bei Straftaten unter Alkoholeinfluss gerade im Bereich der Gewaltkriminalität müssen uns hellhörig machen und sollten Anlass genug sein, hier gemeinsam mit allen verantwortlichen Akteuren einen besonderen Schwerpunkt zu setzen," so Innenminister Volker Bouffier.

Ein Schwerpunkt der Aktionen wird im Bereich von Gaststätten und Diskotheken, aber auch an Schulen gesetzt. Neben Gaststättenkontrollen und Kontrollen an Verkaufsstellen, wie etwa Supermärkten, werden auch Informationsveranstaltungen zum Thema Alkoholkonsum durchgeführt. Die hessische Polizei, die beteiligten Jugendämter und auch Ordnungsbehörden suchen dabei das Gespräch mit Eltern und Erziehungsberechtigten sowohl im Sinne einer allgemeinen Information als auch anlassbezogen bei Feststellungen im Rahmen von Kontrollen.

Die Informationsveranstaltungen werden hessenweit gemeinsam mit verschiedenen Beteiligten wie Rettungsdiensten, Feuerwehren und dem ADAC veranstaltet.

 

Bild oben v.l.: Centermanagerin Heidrun Quilitzsch, Polizeipräsident Schweizer, Praktikantin Neuss und Kriminalhauptkommissar Roth Bild oben v.l.: Praktikantin Sandra Neuss, Polizeioberkommissar Brück, Polizeistation Gießen-Nord, Polizeioberkommissar Sartor, Polizeistation Gießen-Süd und Passanten

Bild links v.l.: Centermanagerin der Galerie Neustädter Tor, Frau Quilitzsch, Polizeipräsident Schweizer, Praktikantin Neuss und Kriminalhauptkommissar Roth

Bild rechts v.l.: Praktikantin Sandra Neuss, Polizeioberkommissar Brück und Polizeioberkommissar Sartor, mit einigen Passanten

Aktionen wie ′BOB′ und ′Schutzengel′ zeigen, welche neuen Wege die hessische Polizei in Kooperation mit anderen Institutionen geht. Da die beiden Aktionen von den Jugendlichen sehr gut angenommen werden, wissen wir, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind und die Polizei ein wichtiger Partner im Umgang mit eher gesamtgesellschaftlichen Phänomenen ist.", so Innenminister Bouffier. "Dennoch bleibt sie eben nur ein Partner und kann alle anderen Akteure, wie z. B. Vereine, Gaststättenbetreiber, Schulen oder vor allem auch die Eltern nur aufrufen, sich ihrer jeweiligen Verantwortung in diesem Zusammenhang bewusst zu werden und sich dieser Aufgabe zu stellen."

 

Bild oben v.l.: Polizeioberkommissar Sartor, Sandra Neuss und Polizeioberkommissar Brück Bild oben v.l.: Centermanagerin Quilitzsch, Kriminalhauptkommissar Reeh, Polizeioberkommissarin Suppmann, Polizeipräsident Schweizer und Passanten

Bild links v.l.: Eine Passantin mit der Rauschbrille, Polizeioberkommissar Sartor, Sandra Neuss und Polizeioberkommissar Brück

Bild rechts v.l.: Centermanagerin Quilitzsch, Kriminalhauptkommissar Reeh, Polizeioberkommissarin Suppmann, Polizeipräsident Schweizer und Passanten


Zur Information:

Aktion SchutzengelDas Schutzengelkonzept baut, zur Verhinderung von Trunkenheits- und Drogenfahrten, auf der emotionalen Beziehung von jungen Frauen im Alter von 16-24 Jahren zu der gleichaltrigen Problemgruppe der jungen Männer auf. Diese sind an Unfällen aber auch an den Straftaten überproportional zu ihrem Bevölkerungsanteil vertreten. Durch Vergünstigungen bei Discobesuchen (freier Eintritt) bietet der Schutzengelpass Vorteile für diese Frauen. Im Bereich des Polizeipräsidiums Osthessen wurde das Konzept um eine gewaltpräventive Komponente erweitert.

 

 

Schritzug der Aktion BOBDie Aktion BOB leistet einen weiteren wichtigen Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit und wird derzeit in Nord- und Mittelhessen erfolgreich durchgeführt. Ziel ist es, Alkoholfahrten unter dem Motto "Null Komma Null Promille!" zu verhindern. Der BOB trägt Verantwortung! Er gibt sich zu erkennen. Er legt seinen leuchtend gelben Schlüsselanhänger vor sich und signalisiert damit: Ich trinke heute keinen Alkohol!



In Karben: "Lauf gegen Sucht"

So waren Beamte und Beamtinnen des Polizeipräsidiums Mittelhessen am Landesaktionstag als Auftaktveranstaltung für diese Aktionswoche ebenfalls tagsüber in vielen Orten und Schulen im Kreis Gießen, Lahn-Dill-Kreis, Kreis Marburg-Biedenkopf und Wetteraukreis mit Vorträgen und Informationsständen unterwegs.

 

Bild links v.l.: Polizeidirektor Alexander König mit dem Karbener Schutzmann vor Ort, Polizeihauptkommissar Frank BOPP und Polizeikommissarin Katharina-Luise Adam (Polizeistation Bad Vilbel) am Infostand der Polizei

Bild rechts v.l.: Jugendkoordinator und Leiter AGGAS, Kriminalhauptkommissar Martin WeberErster Kriminalhauptkommissar Torsten Werner, Leiter der zuständigen Polizeistation Bad Vilbel, Polizeihauptkommissar Lothar Weil, (Regionaler Verkehrsdienst Wetterau),

 

In Karben war die Polizei ab Nachmittag beim "Lauf gegen Sucht" mit von der Partie. Hier veranstaltete der "Arbeitskreis Sucht" im "Gesprächskreis Prävention der Stadt Karben" in Zusammenarbeit mit der Stadt Karben und den örtlichen Schulen eine öffentlichkeitswirksame sportliche Großveranstaltung, die auf die Alltagssüchte und die Wichtigkeit von Prävention in der Kommune aufmerksam machte.

Kinder und Jugendliche, aber auch erwachsene Läufer hatten die Möglichkeit sich beim "Karbener Lauf gegen Sucht" zu messen. Start und Ziel war das Stadion an der Waldhohl an der Kurt-Schumacher-Schule in Karben.

 

Bild links v.l.: Polizeioberkommissar Andre Domagala, Jugendsachbearbeiter der Polizeistation Bad Vilbel und Polizeioberkommissar Dirk Steinmüller, RegionalerVerkehrsdienst Wetterau vor den Aktionsplakaten zu BOB und verkehrssicher-in-mittelhessen

Bild rechts v.l.: Erster Kriminalhauptkommissar Torsten Werner, Leiter der zuständigen Polizeistation Bad Vilbel,Polizeihauptkommissar Lothar Weil, Leiter Regionaler Verkehrsdienst Wetterau, Polizeihauptkommissar Frank Bopp, Schutzmann vor Ort in Karben, und Polizeikommissar Mirko Berg (PSt Bad Vilbel)

 

"Ziel ist es dabei, zum einen das Thema Sucht in der Öffentlichkeit wach zu halten und zum anderen die Aktivität als Alternative zu präsentieren. Zunehmender Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen in Form von exzessivem Trinken, wie beispielsweise der Begriff 'Komasaufen' umschreibt, die starke Verbreitung von Tabak und Cannabismissbrauch sowie Entwicklungsstörungen durch übermäßige Spiele im Internet lassen die Präventionsarbeit in Zukunft immer wichtiger werden", erklärte Karbens Stadtrat Jochen Schmitt. Plakat zur Aktion BOB

So leistete auch die Polizei in Verbindung mit ihrem Landesaktionstag bei dieser Veranstaltung neben anderen Mitwirkenden gerne einen Rahmenbeitrag. In einem Promotionzelt der Polizei wurde unter anderem über die gerade auch in Mittelhessen propagierte Aktion BOB (Aktionsplakat rechts) informiert. Dabei kam auch eine Rauschbrille zum Einsatz, mit der man auch im nüchternen Zustand erleben kann, wie berauschte Personen schnell die Orientierung verlieren und welche Gefahren damit einhergehen.