Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
14.12.2007

Jugend und Alkohol - Lebhafte Diskussion in Buchenau

Zum Thema "Jugend und Alkohol" diskutierten Zuhörer und Podium am Freitag, dem 23. November 2007 im Bürgerhaus in Buchenau.

Leider nur 40 Zuhörer folgten der gemeinsamen Einladung der evangelischen Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde Dautphe. Die beteiligten sich dafür aber besonders rege an den Gesprächen mit dem Podium, das sich aus Eltern und Fachleuten aus Politik, Bildung und Polizei zusammensetzte.

Das Podium anlässlich der Veranstaltung "Jugend und Alkohol" im Bürgerhaus Buchenau

Foto oben: Das Podium anlässlich der Veranstaltung "Jugend und Alkohol" im Bürgerhaus Buchenau

"Wir müssen nach Strategien und Lösungsmöglichkeiten suchen, damit wir das Problem Jugend und Alkohol in Zukunft besser bewältigen können", sagte Bernd Schmidt, Dautphetals Bürgermeister zur Begrüßung.

"Schublade auf und Rezept raus - das wäre zwar schön, aber das können Sie vergessen", so die Meinung des Dekanatjugendreferenten Klaus Grübener.

"Die Alkopops haben eine Schleuse geöffnet", meinte die Lehrerin Anne-Carina Beck und brachte die Entwicklung auf den Punkt.

Dr. Christean Wagner (CDU Landtagsfraktionsvorsitzender) unterstrich die Notwendigkeit der Vorbeugung, machte sich zeitgleich für ein Verbot des Trinkens in der Öffentlichkeit stark und betonte das Vorhandensein ausreichend scharfer Gesetze. Er wies auf die Wichtigkeit des oftmals nicht konsequent angewandten Gesetzesvollzugs hin.

Sören Bartol (SPD Bundestagsabgeordneter) wies darauf hin, dass es nichts bringe den Alkohol zu verteufeln. Vielmehr appellierte er an die Erwachsenen, gegen die "neue Mentalität der Jugendlichen" mit mehr Aufklärung mit stärkeren Sanktionen aus dem Jugendschutzgesetz einzuwirken.

Detlef Reckewell, der Leiter der Polizeistation Biedenkopf, bezweifelte, dass allein mehr Polizeipräsenz oder Abschreckung durch das Heimbringen alkoholisierte Jugendlicher nachhaltige Wirkung entfaltet. Er sieht die größten Chancen in einem guten Zusammenwirken der gesamten Gesellschaft.

Eltern wirken auf ihre Sprösslinge ein. Polizei und Ordnungsämter kontrollieren. Veranstalter treffen Vorsorge und achten auf die Einhaltung von Jugendschutzvorschriften. Geschäftsleute legen ihr Augenmerk auf die Beachtung von Vorschriften hinsichtlich des Verkaufs von Alkohol an Minderjährige. Das erkannte Problem "Alkohol und Drogen bei Jugendlichen" ist nur gesamtgesellschaftlich zu lösen! Darin waren sich Zuhörer und Podium einig.

 

Flyer zum Thema "Jugendliche und Alkohol - verboten oder erlaubt? 
Die Polizei trägt ihren Beitrag dazu bei. Die Polizei klärte erst kürzlich in einem 2 rote Pfeile Landesaktionstag landesweit über die Gefahren von Alkohol und Drogen für Jugendliche auf (in Mittelhessen zusätzlich noch weitere Infos zur Aktion BOB).
Darüber hinaus kontrolliert die Polizei unregelmäßig Gaststätten und Diskotheken und geht den Hinweisen zu dem möglichen problemlosen Erwerb von Alkohol durch Jugendliche in Geschäften nach.
Auch Jugendliche nehmen z. B. als Fußgänger, Radfahrer oder motorisierte Zweiradfahrer am Straßenverkehr teil.

Das Projekt  verkehrssicher-in-mittelhessen richtet sich daher auch an diese Jugendlichen.
Das Ziel dieses Programms ist die Reduzierung der besonders schweren Verkehrsunfälle und beinhaltet ein Maßnahmenbündel, das sein besonderes Augenmerk auf die Aufklärung legt.
Die Polizei will die jungen Leute

  • v. l. Erster Polizeihauptkommissar Detlef Reckewell und der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol mit BOB-Anhängern in ihrer Freizeit
  • in Sportvereinen,
  • Feuerwehren,
  • Fahrschulen,
  • Schulen,
  • Universitäten oder auch
  • Diskotheken

ansprechen und die Eigenverantwortung fördern und stärken.

Foto rechts: v. l. Erster Polizeihauptkommissar Detlef Reckewell und der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol mit BOB-Anhängern

Schritzug der Aktion BOB
BOB, ein Teil von verkehrssicher-in-mittelhessen, geht in die gleiche Richtung.
BOB bleibt nüchtern. Er übernimmt die Verantwortung und fährt seine mitfeiernden Freunde sicher nach Hause.



Mit verkehrssicher-in-mittelhessen und BOB trägt die Polizei ganz sicher einen Teil zur Bekämpfung des Problems Alkohol und Drogen bei Jugendlichen bei. BOB ist eine gemeinschaftliche Aktion mittelhessischer Zeitungsverlage und des Polizeipräsidiums Mittelhessen und wird von vielen Partnern unterstützt, weitergehende Infos finden Sie auf der Aktionsseite unter www.aktion-bob.de.

Die beiden Aktionen wurden auch vom Mitarbeiter des Projektes verkehrssicher-in-mittelhessen, Polizeihauptkommissar Eberhard Dersch, im Rahmen der Buchenauer Podiumsdiskussion kurz vorgestellt  und erzeugte beim anwesenden Publikum großen Interesse.

Weitergenhende Infos finden Sie im Internet über

Internetadresse: "www.verkehrssicher-in-mittelhessen.de"