Hessische Polizei - Polizeiautos
 
17.05.2019

Kommissariat für Computer- und Internetkriminalität (ZK 50)

Logo des Polizeipräsidiums MittelhessenDas Zentralkommissariat (ZK) 50 wurde am 08.11.2007 als Fachkommissariat der Kriminaldirektion des  2 rote Pfeile Polizeipräsidium Mittelhessen eingerichtet und bei der Zentralen Kriminalinspektion angegliedert.

Derzeit arbeiten 15 Mitarbeiter für das ZK 50 (Stand: 05/2019). Sie beschäftigen sich mit der Verfolgung von Straftaten, die mit dem Tatmittel Computer/Internet begangen wurden, sowie mit der Sicherung und Auswertung von Datenträgern.

Derzeit gliedert sich das ZK 50 in zwei Sachgebiete:

Das Sachgebiet RDVG - Regionale Datenverarbeitungsgruppe- beschäftigt sich mit der digitale Forensik, also der Anwendung wissenschaftlicher Methoden zur Sicherung, Analyse, Dokumentation und gerichtsverwertbaren Darstellung von auf Datenträgern und Computersystemen festgestellten Daten, um strafbare Handlungen nachvollziehen zu können.

Logo: wwwDas Sachgebiet IuK-Kriminalität ist vorrangig mit der Bearbeitung von qualifizierten Delikten aus dem Bereich der Internet- und Computerkriminalität beauftragt.

Das Sachgebiet bearbeitet Straftaten mit dem Tatmittel Internet, beispielsweise Hacking, Computerbetrug über Daten- und Kommunikationsnetze, Computersabotage, gewerbsmäßige Softwarepiraterie und Phishing. Beim Phishing fragen Täter mittels gefälschter E-Mails (sog. Phishing-Mails) sensible Daten ab. In anderen Fällen werden Konto- oder andere Zahlungsdaten mit einer speziellen Software (Trojaner) bei der Datenübermittlung abgefangen.

Zu den neueren Erscheinungsformen zählen einerseits Erpressung von Firmen, deren Internetseiten lahm gelegt werden (DDOS-Attacken), sowie die Sperrung von privaten Computern mittel sogenannter „Ransomware“, die zu einer Zahlung zwecks vermeintlicher Entsperrung auffordert.

Die genannten Delikte sind in verschiedenen Paragraphen des Strafgesetzbuches unter Strafe gestellt:

  • Abfangen von Daten (§ 202 b StGB)
  • Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten (§ 202 c StGB)
  • Datenveränderung (§ 303 a StGB)
  • Computersabotage (§ 303 b StGB)
  • Computerbetrug ( § 263 a I, 1. Alt. StGB)
  • Softwarepiraterie im gewerblichen Sinne (§§ 106, 108 a UrhG)

Weiterführende Infos und nützliche Links gibt es auf den 2 rote Pfeile folgenden Seiten.