Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
12.07.2012

Russischer Sattelzug mit Schieflage - Fahrer mit "blauem Auge"

... nach dem Motto: Auge(n) zu und durch!

Am Montag, den 09.07.2012, wurde der Polizeistation Wetzlar gemeldet, dass auf der B 49 ein russischer Sattelzug fahre, dessen Aufbau sich auf der einen Seite stark nach unten neige.

 

Das Fahrzeug konnte durch zwei Streifen der Bereitschaftspolizei Lich kurz vor dem Autobahnkreuz zur A 45 angehalten werden. Der Verkehrsdienst Lahn-Dill wurde als zuständige Fachdienststelle hinzugerufen.

Da vor Ort eine Abklärung des möglichen Schadens nicht möglich war, wurde das Fahrzeug zu einer Gießener Firma geleitetet. Dort wurde der Grund für die Neigung des Aufbaus klar. Im Heimatland war wohl auf der einen Seite ein zu kleiner Balg der Luftfederung verbaut worden. Da dieser ca. 10 cm kürzer als die anderen war, hatte das Fahrzeug im beladenen Zustand starke Schlagseite. Aufgrund diesen Mangels und eines Reifenschadens wurde die Weiterfahrt mit dem Fahrzeug untersagt.

Auch der Fahrer hatte ein offensichtliches Problem. Abgesehen davon, dass er nur eine kurze Sporthose und Badelatschen trug, lief er während der Kontrolle ständig mit einer sehr dunklen Sonnenbrille herum. Eigentlich sah er mehr aus wie ein Urlauber, der gerade vom Strand kommt.

Fahrer mit starkem Hämaton im linken Lidberech - blauem Auge sog. Veilchen   
Als er aufgefordert wurde, die Sonnenbrille abzunehmen, kam ein „Veilchen“ vom Feinsten zu Tage. Sein linkes Auge war so stark zugeschwollen, dass man den Augapfel nicht mehr sehen konnte.

Foto links: Fahrer mit ausgeprägtem Hämatom / ugs. 'Veilchen', verursacht durch äußere Gewalteinwirkung

Sofort kam den Beamten der Name "Klitschko" in den Sinn, obwohl der doch am Wochenende zuvor gegen einen Amerikaner geboxt hatte.

Da man mit einem Auge kein Lkw fahren sollte, wurde dem Fahrer auch die Weiterfahrt untersagt.

Eine Nachfrage am nächsten Tag ergab, dass die Halterfirma wohl ein Einsehen hatte. Geld für die Reparatur und Ersatzfahrer waren aus Russland auf den Weg gebracht worden.

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