Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
24.04.2012

Polizei Mittelhessen bei der Oberhessenschau 2012 in Marburg

Messestand vom 14.- 22. April unter dem Motto „Polizei und Prävention“

Logo Oberhessenschau Marburg 2012

Polizeipräsident Schweizer„Die Prävention ist ein außerordentlich wichtiger Teil polizeilicher Arbeit. In erster Linie schützt ein durch umfassende Aufklärung erworbenes Wissen davor, Opfer im Straßenverkehr oder Opfer einer Straftat zu werden. Je früher Prävention beginnt und je mehr Menschen sie erreicht, umso so eher kann sie den Gefahren im Straßenverkehr und durch Kriminalität begegnen. Die Oberhessenschau bietet der Polizei damit einen perfekten Rahmen für ihre Verkehrs- und Kriminalprävention", weiß Polizeipräsident Manfred Schweizer  (Foto links).

Das Polizeipräsidium Mittelhessen zeigte auf der Oberhessenschau an einem eigenen Stand die Verkehrs- und Kriminalprävention. Die Themen waren aufgeteilt in drei Drittel, und jedes hatte seine Highlights.

Der Polizei-Messestand auf der Oberhessenschau 2012

Die ersten drei Tage standen unter dem Motto der Prävention im Straßenverkehr.

Drei Tage stand Klaus-Uwe Becker, der Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes Marburg-Biedenkopf mit verschiedenen Mitarbeitern Rede und Antwort zu allen Fragen rund um den Verkehr.

Das Polizeimotorrad, der vom B.A.D.S (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) entliehene Fahrsimulator, das ausgestellte „Lasermessgerät" und die großzügige „Werbung" für verkehrssicher-in-mittelhessen mit der Aktion BOB zog immer wieder Leute an den Stand. Die Interessen waren vielfältig und umfassend, die Erkenntnisse oftmals sehr überraschend und beeindruckend.

Erläuterung der Laserpistole durch Polizeihauptkommissar Becker vom Verkehrsdienst in CölbeDem langsam zunehmenden Besucherandrang am Eröffnungstag folgte ein wahrer Ansturm am sehr gut besuchten Messesonntag.

Foto links: Erläuterung der Laserpistole durch Polizeihauptkommissar Becker vom Verkehrsdienst Marburg-Biedenkopf

 

Einiges los am Fahrsimulator

 

Foto rechts: Einiges los am Fahrsimulator

„Die Verkehrsprävention beginnt sozusagen mit der Verkehrsfrüherziehung im Kindergarten, setzt sich fort über die Fahrradausbildung in den Jugendverkehrsschulen und endet quasi nie. Ziel der Verkehrsprävention ist immer das Erreichen einer größtmöglichen Sicherheit am und im Straßenverkehr", sagte Klaus-Uwe Becker, der Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes Marburg-Biedenkopf.

Zur Verkehrsprävention gehören u.a. auch die Aufklärung über den Einfluss von Alkohol und anderer berauschender Mittel im Straßenverkehr sowie die Themen Geschwindigkeit oder das verkehrssichere Fahrzeug.

„Unglaublich! Ist das wirklich so wie hier auf dem Fahrsimulator, wenn der umschaltet?"

Auch das Wetzlarer Hessentagspaar war neugierig auf den FahrsimulatorDiese Frage kam nach einer Testfahrt öfter und die Beamten des Regionalen Verkehrsdienstes sagten immer wieder: „Genau so!" Die Testfahrer mochten das gar nicht wirklich glauben und zeigten sich überrascht.

Foto links Auch das Wetzlarer Hessentagspaar war neugierig auf den Fahrsimulator, am Steuer Nina Becker - im Hintergrund Florian Köhler

 

Seit 2007 läuft in Mittelhessen überaus erfolgreich das Programm verkehrssicher-in-mittelhessen mit seiner mittlerweile über die Landesgrenze hinaus bekannten Aktion BOB.

Zusätzlich gibt es Aktionen wie:

„Runter vom Gas", „Sicherer Schulweg" oder „Blitz für Kids".

Ganz neu seit diesem Jahr führt die Polizei hessenweit die Aktion „Sichere Landstraße“ durch. Hier geht es darum, den deutlich erhöhten Unfallgefahren auf der Landstraße entgegenzuwirken. So ist das Risiko, bei einem Verkehrsunfall tödlich zu verunglücken, auf Landstraßen fast fünfmal so hoch wie auf anderen Straßen. 

Die zwei Plakate zur Aktion BOB und verkehrssicher-in-mittelhessen

Weitere Informationen zu den Präventionsprogrammen stehen auf der Seite der Polizei im 2 rote Pfeile Internet sowie auf der Aktionsseite unter 2 rote Pfeile www.aktion-bob.de.

 

Den Übergang von der Verkehrs- zur Kriminalprävention leitete unser bekannter Taschendieb und Hütchenspieler in Uniform ein.

Polizeihauptkommissar Uwe Mettlach sorgte am sehr ruhigen Montag in seiner ureigensten Weise für eine tolle, eindrucksvolle und nachhaltig in Erinnerung bleibende Begegnung mit der Polizei bei der Oberhessenschau.

Kaum jemand kam am Polizeistand vorbei, ohne bestohlen zu werden oder ohne Haus und Hof aufs Spiel zu setzen. Handys, Geldbörsen, lose getragenes Bargeld, Krawatten, Kulis – es war schon sehr erstaunlich, was so alles ungewollt und unbemerkt für kurze Zeit den Besitzer wechselte. „Wer nicht an mich herankommt, der kann mir nichts aus den Taschen holen und nichts klauen", sagten Betroffene, denen Uwe Mettlach sogar unbemerkt die Krawatte oder Uhr abnahm.

Taschendieb in Uniform. Polizeihauptkommissar Uwe Mettlach „Das ist ja purer Betrug mit dem Hütchenspiel – da kann man ja gar nicht gewinnen!", äußerte ein Messegast und hatte damit absolut recht.

Jedem war hinterher klar: Abstand wahren und keinesfalls beim Hütchenspiel mitzocken.

Foto links: Taschendieb in Uniform- Polizeihauptkommissar Uwe Mettlach

Hütchenspieler in Uniform - Polizeihauptkommissar Uwe Mettlach

 

 

 

Foto rechts: Hütchenspieler in Uniform - Polizeihauptkommissar Uwe Mettlach

 

Die Kriminalprävention ist vielfältig und beschreibt Erscheinungsformen verschiedener Kriminalitätsphänomene sowie die dazu passenden Schutzmöglichkeiten. Der Messebesucher erhielt Informationen u.a. zum Eigentumsschutz, Enkeltrick, Taschen- und Trickdiebstahl oder Trickbetrügereien, zum Falschgeld, zu Waffen und zur Internetkriminalität.

Logo Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle mit Schriftzug -Mit Sicherheit gut beraten-

 

Im Mitteldrittel ging es um die Sicherheit von Haus und Hof, und zwar hauptsächlich um den Einbruchsschutz. Die Visitenkarten der 2 rote Pfeile Kriminalpolizeilichen Berater des Polizeipräsidiums Mittelhessen gingen zeitweilig weg wie die berühmten warmen Semmeln, und kündigen damit sicher mehrere Ortstermine zur Beratung an.

 

Um den Einbruchsschutz ging es bei Kriminalhauptkommissar Claus Dieter Jacobi

Die Besucher waren sehr interessiert an den ausgestellten Fenstern, welche die unterschiedlichen Sicherheitsmerkmale eindrucksvoll darstellten. Der „Rekord“ beim Aufbrechen des „normalen“ Fensters lag bei weniger als 5 Sekunden. Die grenzenlose Überraschung stand den Besuchern auf verschiedenste Weise deutlich im Gesicht geschrieben. An den drei Tagen hielt Kriminalhauptkommissar Claus Dieter Jacobi einen Vortrag von jeweils 30 Minuten vor insgesamt knapp 40 Interessierten. Infos dazu auch unter:

Schriftzug der Internetadresse von polizeiberatung.de

Im Schlussdrittel gab es noch mal reichlich zu sehen bei der Polizei.

Liane Bellmann vom Hessischen Landeskriminalamt präsentierte die computergestützte Erstellung von PhantombildernLiane Bellmann vom Hessischen Landeskriminalamt präsentierte die computergestützte Erstellung von Phantombildern. Sie veränderte den vom Computerprogramm vorgegebenen Kopf ständig und zauberte aus dieser einzigen Vorlage zig Männer oder Frauen mit völlig unterschiedlichem Aussehen.

Foto rechts: Liane Bellmann vom Hessischen Landeskriminalamt präsentierte die computergestützte Erstellung von Phantombildern

Jeder, der versuchte ein Phantombild eines guten Bekannten erstellen zu lassen, stellte schnell fest, wie schwer es ist seine Vorstellung mit Worten zu beschreiben.

Bernd Schneider und Dirk Hintermeier von der Kripo Marburg informierten über Computer- und Internetkriminalität sowie über sonstige Betrügereien wie den Enkeltrick oder den Geldwechselbetrug.

Erläuterungen zum Erkennen von Falschgeld von Brigitte Hunold vom Hessischen Landeskriminalamt und Holger Sturm, Kripo MarburgHilfreich waren dabei die Internetadressen www.computerbetrug.de, www.bsi-fuer-buerger.de und www.internetbetrug.de. 

Der „Blütenreichtum" von Brigitte Hunold vom Hessischen Landeskriminalamt am Samstag und  das „Waffenarsenal“ der Experten der Kripo Marburg am Sonntag zogen viele Besucher in den Bann.

Foto links: Infos zu allerlei Waffen gab es von Heribert Theis und Markus Dönberg

 

Erläuterungen zum Erkennen von Falschgeld von Brigitte Hunold vom Hessischen Landeskriminalamt und Holger Sturm, Kripo MarburgFalschgeld  und Waffen interessieren immer wieder und üben eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Die Besucher interessierten sich natürlich auch für die Machart des Falschgeldes aber vorwiegend doch für die Erkennungsmerkmale des „richtigen“ Geldes. Bei den Waffen drehte es sich meistens darum was erlaubt ist und was nicht.

Foto rechts: Erläuterungen zum Erkennen von Falschgeld von Brigitte Hunold vom Hessischen Landeskriminalamt und Holger Sturm, Kripo Marburg

 

 

v.l. Joana Meisel und Zehra Gündogdu beim Interview zum Thema Frauen bei der Polizei sowie Polizeibeamte mit MigrationshintergrundZehra Gündogdu von der Polizeiakademie Wiesbaden und Joana Meisel von der Polizeistation Biedenkopf nahmen Stellung zu den Themen Frauen bei der Polizei sowie Polizeibeamte mit Migrationshintergrund. Zu letzterem konnte auch Bülent Özogul von der Polizeistation Wetzlar beitragen.

Foto links: v.l. Joana Meisel und Zehra Gündogdu beim Interview zum Thema Frauen bei der Polizei sowie Polizeibeamte mit Migrationshintergrund

 

Der Einstellungsberater der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf, Jürgen Schlick, informierte über den Polizeiberuf und die Einstellungsvoraussetzungen. Weitere Infos zum Polizeiberuf 2 rote Pfeile hier.