Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
20.07.2012

Gewalt Sehen Helfen – Startschuss mit 12 neuen Multiplikatoren in der Wetterau

Logo WetteraukreisLogo: Gewalt Sehen Helfen  

Jeder kann helfen! Das ist die Botschaft, welche die Kampagne „Gewalt-Sehen-Helfen“ vermitteln möchte.

Bereits im September 2011 wurden auf Initiative des Kreispräventionsrates Wetterau die Nutzungsrechte an der Kampagne „Gewalt-Sehen-Helfen“ (GSH)offiziell vom Hessischen Innen-Ministerium an den Wetteraukreis übergeben.

Nun ist es endlich soweit: Ein Team von 12 neuen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (darunter 5 Teilnehmer/innen der 2 rote Pfeile Polizeidirektion Wetterau) wurde in einem dreitägigen Seminar in Bad Orb ausgebildet, um die Botschaft in der Wetterau zu verbreiten.

Gruppenbild mit den neuen Multiplikatoren der Kampagne: Gewalt-Sehen-Helfen
Foto: Die neuen Multiplikatoren u. der Kreispräventionsrat Wetterau freuen sich auf alle interessierten Bürgerinnen u. Bürger.

Jeder ist in der Lage, in einer Gewaltsituation Hilfe zu leisten, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Dazu braucht es eigene, zur Persönlichkeit passende Handlungsoptionen“, so die Überzeugung der erfahrenen Trainerin Dorothea Fingerling, welche gemeinsam mit ihrem Trainerkollegen Uwe Thöne getreu dem GSH-Motto „erfahren nicht belehren“ den Teilnehmern die Grundsätze von GSH näher brachte. 

Ziel der Kampagne ist es, Bürgerinnen und Bürger für gewaltbesetzte Situationen zu sensibilisieren und zu zeigen, wie sie sich in kritischen Situationen kompetent und deeskalierend verhalten können. Die 'Besinnung auf das Gemeinwesen´ und die Losung `kein Einstieg ist der beste Ausstieg´ sind dabei nur zwei Bausteine, die die Teilnehmenden in immer neu gespielten Situationen erleben lernten.  

Bereits das Wissen um geeignete Verhaltensweisen macht in kritischen Situationen selbstbewusster und vermindert die Wahrscheinlichkeit, durch so genanntes "Opferverhalten" tatsächlich Opfer zu werden. Dabei geht es in den Seminaren nicht um körperliche Selbstverteidigung, sondern um einfache Verhaltensweisen, die helfen, dass kritische Situationen nicht eskalieren und niemand zu Schaden kommt.

Neben der Vermittlung des Seminarinhaltes wurde durch die bei GSH üblichen diversen Rollenspiele und die stetige Möglichkeit, sich aktiv in den Seminarverlauf einzubringen, auch das Gruppengefühl der Teilnehmer gestärkt. So kann der Kreispräventionsrat Wetterau, welcher sich als Koordinator für die Kampagne in der Wetterau verantwortlich zeichnet, nunmehr durchaus mit Stolz berichten:„Wir verfügen über eine gestärkte und hoch motivierte Arbeitsgruppe ‚Gewalt-Sehen-Helfen‘.“

Die Arbeitsgruppe ist, genauso wie die Zielgruppe, welche sie mit zukünftigen Workshops ansprechen möchte, ein gut gemischtes Abbild der Wetterauer Bevölkerung. Es stehen Multiplikatoren aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen und aus verschiedensten Altersgruppen bereit, um Workshops im Wetteraukreis anzubieten. Unterstützt werden „die Neuen“ dabei von sehr erfahrenen Gleichgesinnten desArbeitskreises GSH in Karben.

Poster Seminarangebote Gewalt-Sehen-Helfen  
Gleich drei Workshops  für alle Interessierten bietet die Arbeitsgruppe GSH noch in diesem Jahr an.

  1. Der 1. findet am 8. September 2012 von 09:00 bis 13:00 Uhr in der Stadtverwaltung in Friedberg statt.
  2. Weitere folgen am 22. September 2012 in Bad Vilbel und
  3. am 27. Oktober 2012 in Rosbach.

Anmeldungen hierzu sind über die Internetseite der Arbeitsgruppe unter www.gsh-wetterau.de möglich. Hier gibt es auch weiterführende Informationen zur Kampagne und den Workshops.

Weiter Infos zur Aktion"Gewalt-Sehen-Helfen" auf den Internetseiten vom: 2 rote Pfeile  Netzwerek gegen Gewalt

Text: Sylvia Frech, Polizeioberkommissarin
Foto: Dorothea Fingerling, GSH-Trainerin


PP MH - PÖA-AST-FB, Müller | 20.07.2012 | Ac.