Polizeifahrzeuge vor dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main
 
19.04.2016

Die Ansprechpartner für Menschen in gleichgeschlechtlicher Lebensweise im Polizeipräsidium Frankfurt am Main

 

Die Ansprechpartner für Menschen in gleichgeschlechtlicher Lebensweise im Polizeipräsidium Frankfurt am Main

 

 

Julia Reichel

 

Mein Name ist Julia Reichel. Kriminaloberkommissarin. Ich bin tätig bei der Kriminaldirektion 33 im Erkennungdienst. Ich arbeite seit 1994 bei der Polizei Hessen und bin seit 2000 Angehörige der Kriminaldirektion.

 

 


Matthias Block-Löwer

 

Mein Name ist Matthias Block-Löwer. Polizeihauptkommissar. Ich bin tätig als Sachbearbeiter beim 4. Polizeirevier. Seit 2000 arbeite ich bei der Polizei Hessen.

 

 

 


Beim Polizeipräsidium Frankfurt haben wir im Nebenamt die Aufgaben von Ansprechpartnern für Menschen in gleichgeschlechtlicher Lebensweise (AgL) übernommen.

 

 Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (AGL)Homosexuelle Frauen und Männer, bzw. LSBTI-Community wurden schon immer Opfer von Straftaten. Antihomosexuelle Gewalt stellt sich vielfältig dar. Delikte der psychischen Gewalt wie (sexistische) Beschimpfungen und Beleidigungen, Mobbing oder Stalking und gewisse Formen des Vandalismus gehören ebenso dazu wie physische Gewalt in Form von Körperverletzungsdelikten, Sexualdelikten bis hin zu Raubüberfällen oder gar Tötungsdelikten. Das Opfer erlebt diese Gewalt als Angriff auf seine Identität als Lesbe, Schwuler, Bisexueller oder Trans-/Intersexueller. Eine der wesentlichen Folgen daraus können erhebliche Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung der Betroffenen sein.

Nicht alle Geschädigte wagen den Weg zur Polizei oder gar in die Öffentlichkeit, weil Homosexuelle aus Angst vor Repressalien oftmals ihre Identität zu verbergen versuchen. Eine Vielzahl von Gewalttaten werden deshalb bei der Polizei nicht angezeigt und sind damit auch zukünftig kaum zu verhindert, weil sich die Täter in Sicherheit wiegen und weitere Straftaten ohne Angst vor Strafverfolgung begehen können.

Zur Unterstützung und Beratung der Opfer antihomosexueller Gewalt sind wir jederzeit bereit.

 


Julia Reichel
Matthias Block-Löwer

Polizeipräsidium Frankfurt
Adickesallee 70

60322 Frankfurt am Main


Tel.: 
069/755-66 999 (Julia Reichel)
oder   069/755-66 777 (Matthias Block-Löwer)

Fax:  069/755-10419

e-Mail: rainbow.ppffm@polizei.hessen.de 

 

 

 

Rückblick:

Am 06.02.2015 wurde im Polizeipräsidiums Frankfurt am Main Horst Heinemann durch den Polizeipräsidenten Herrn Gerhard Beresewill verabschiedet und Matthias Block-Löwer mit dem Amt beauftragt. Polizeipräsident Gerhard Bereswill bedankte sich bei Horst Heinemann für das langjährige Engagement und die geleisteten Dienste.

Am 12.01.2016 gab Silke Nowakowsky diesen Bereich im Nebenamt an Julia Reichel ab. Polizeivizepräsident Herr Dr. Walter Seubert bedankte sich im Rahmen eines Termins am 12.01.2016 bei Silke Nowakowsky für ihr langjähriges Engagement, ihre Initiative und ihren besonderen Einsatz in diesem Aufgabenfeld.

Ein besonderes Anliegen von Kriminalhauptkommissarin Silke Nowakowsky bei ihrer Tätigkeit als Ansprechpartnerin in der Behörde lag in den vergangenen Jahren neben der Netzwerkarbeit mit verschiedenen Vereinen, Behörden und Institutionen immer auch auf dem Gebiet der Gewaltprävention und der Umsetzung verschiedenster Konzepte hierzu.

Anschließend beauftragte Herr Dr. Seubert Kriminaloberkommissarin Julia Reichel im Nebenamt als  Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweise des Polizeipräsidium Frankfurt am Main, wünschte ihr für diese neue Aufgabe stets ein „glückliches Händchen“ und sicherte ihr seine Unterstützung zu.

Dieses Nebenamt wird Frau Reichel zukünftig mit Polizeihauptkommissar Matthias Block-Löwer gemeinsam wahrnehmen. Beide werden in dieser Funktion als Ansprechpartner für Kolleginnen bzw. Kollegen als auch Bürgerinnen und Bürgern fungieren.

Im Gespräch am vergangenen Dienstag wurde grundsätzlich noch einmal die Bedeutung dieses Amtes im Hinblick auf den sensiblen Umgang mit der Thematik und die Wichtigkeit einer regelmäßigen Kommunikation mit verschiedenen Partnern und auf unterschiedlichen Ebenen herausgestellt. Herr Dr. Seubert machte hierbei deutlich, dass die hessische Polizei als Abbild der Gesellschaft eine vielfältige Polizei ist, in der Diskriminierung und herabsetzendes Verhalten keine Akzeptanz finden.