Polizeifahrzeuge vor dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main
 

Warum MAX?

Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Warum "Aktion MAX"?

Entwicklung des Anteils der Generation 65+ an der Gesamtbevölkerung in HessenDie Mobilitätssicherung sowie die Verkehrssicherheit älterer Verkehrsteilnehmer erlangen aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Sind gegenwärtig etwa 20 % der Menschen 65 Jahre alt oder älter, werden bis zum Jahr 2050 bereits etwa 33 % der Generation 65+* angehören. Doch nicht nur der Anteil an Seniorinnen und Senioren an der Bevölkerung nimmt zu, sondern gleichzeitig auch deren Lebenserwartung (z. B. infolge besserer medizinischer Versorgung). Dies hat zur Folge, dass künftig immer mehr Menschen, auch noch im hohen Alter, mobil sein werden und aktiv am Straßenverkehr teilnehmen – unabhängig ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Automobil oder den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ältere Menschen bereichern eine Gesellschaft häufig infolge ihrer vielseitigen Lebens-erfahrung sowie dem damit verbundenen Wissen. Dies gilt gleichermaßen für die Teilnahme am Straßenverkehr als auch für andere Lebensbereiche. Doch werden ältere Menschen ebenso merken, dass ihre Kräfte langsam abnehmen, ihre Hör- und Sehleistung schwindet und auch das Gedächtnis sowie die körperliche Beweglichkeit nachlassen. Das Altern bringt folglich Einbußen mit sich, die von den Betroffenen sorgsam beachtet werden müssen, wenn sie weiterhin mit einem möglichst geringen Risiko für sich und andere am Straßenverkehr teilnehmen möchten.

Eben diese Sorgfaltspflicht ist beim Führen eines Automobils von besonderer Bedeutung. Doch auch mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit Bus und Bahn gibt es verschiedene Regeln und Standards, die es zu beachten gilt, um eine möglichst risikofreie Teilnahme am Straßenverkehr zu gewährleisten.

Denn nicht nur ältere Verkehrsteilnehmer, sondern ebenso Verkehrsteilnehmer aller anderen Altersgruppen, machen Fehler im Straßenverkehr, die schwere gesundheitliche Folgen für die Beteiligten nach sich ziehen können. Hierbei ist zu beachten, dass Verletzungen bei älteren Menschen dreimal schlechter verheilen als dies bei jungen Menschen der Fall ist. Somit unterliegen Seniorinnen und Senioren einem dreimal größeren Verletzungsrisiko als beispielswiese junge Erwachsene.

Eine Analyse der Verkehrsunfallzahlen für das Frankfurter Stadtgebiet ergab weiterhin, dass die Unfallzahlen der Personengruppe 65+ in den Jahren von 2011 – 2016 stetig angestiegen sind.

Verkehrsberichte-2011-2016

Ein Vergleich der Verkehrsunfallzahlen nach Altersgruppen zeigt nun, dass die Altersgruppe der Generation 65+ in etwa gleich stark belastet scheint, wie die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen:

Verkehrsunfälle-nach-Altersgruppen

Diese Aussage muss jedoch insofern relativiert werden, dass bei der Betrachtung von absoluten Zahlen der Fahrleistungsanteil der verschiedenen Altersgruppen unberücksichtigt bleibt.

Hierzu eine kurze Veranschaulichung am Beispiel von Pkw-Fahrer/innen:

Während Pkw-Fahrer/innen in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen durchschnittlich 78 km pro Tag mit dem Automobil zurücklegen, legen Pkw-Fahrer/innen der Altersgruppe 75+ durchschnittlich lediglich 8 km Fahrstrecke pro Tag zurück.

Prozentuale Verteilung der Fahrleistungsanteile von Pkw-Fahrern nach Altersgruppen

Hieran wird schnell deutlich, dass ältere Menschen infolge ihres deutlich geringeren Fahrleistungsanteils (im Vergleich zu anderen Altersgruppen) im Ergebnis überdurchschnittlich stark in Verkehrsunfälle verwickelt sind.

 


* Generation 65+ = Hierbei handelt es sich um Personen, die mindestens 65 Jahre oder älter sind.