Luftbildaufnahme der Polizeiakademie Hessen
 
03.05.2016

Innenminister Peter Beuth übergibt neue Schutzausrüstungen

Die terroristischen Ereignisse in Frankreich und Brüssel haben gezeigt, wie wichtig es für Sicherheitsbehörden gerade auch im nichtbetroffenen Land ist, abgestimmt, zeitnah und angemessen auf die Bedrohungslage zu reagieren. Die terroristischen Anschläge werden durch die Täter regelmäßig mit dem Ziel geführt, innerhalb kürzester Zeit eine höchstmögliche Zahl von Unschuldigen zu verletzen bzw. zu töten. Dabei wird der eigene Tod miteinkalkuliert oder ist gar beabsichtigt. Insofern besteht in diesen Fällen die Notwendigkeit sofortiger polizeilicher Intervention durch Polizeibeamtinnen und –beamte des Streifendienstes gegen schwer bewaffnete Gewalttäter vor dem Eintreffen von Spezialkräften.

Diese Szenarien erfordern eine Neubewertung der bislang bestehenden polizeilichen Reaktionsmuster und Interventionsmöglichkeiten. Die Ereignisse belegen, dass der Eigensicherung und dem taktischen Handeln herausragende Bedeutung zukommt. Bestehende Handlungskonzeptionen der Polizei werden derzeit durch alle hessischen Behörden gemeinsam neu überarbeitet und die ballistische Schutzausstattung ist weiter optimiert worden.

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Am Freitag, den 22.04.2016 wurde die neu beschaffte ballistische Schutzausstattung, im Rahmen einer Vorführung der Notinterventionsteams, an der Polizeiakademie Hessen durch Herrn Innenminister Beuth symbolisch übergeben. Diese sog. Plattenträgersysteme halten u.a. einem Beschuss durch eine Kalaschnikow AK 47 mit Standardmunition stand. Die Interventionsteams tragen diese neben der bisherigen Standardschutzweste und dem Hals/-Tiefschutz und dem dazugehörigen Schutzhelm mit Splitterschutzbrille. Darüber hinaus sind die Polizeikräfte mit einem 1. Hilfe-Set zur Erstversorgung von gravierenden Schussverletzungen ausgestattet worden. Die zusätzliche Schutzausstattung bietet  eine optimale Kombination von Beweglichkeit und Schutz. Mit der neuen Ausstattung haben wir die Rahmenbedingungen für die Polizei zur Erfüllung ihrer Kernaufgabe, dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger, nochmals verbessert.