Leon-Hilfe-Inseln in Wetter eröffnet

Am 7. Mai 2011 konnte im Rahmen des alljährlich stattfindenden Maimarktes die erste
"LEON-Hilfe-Insel" in Wetter, Landkreis Marburg-Biedenkopf,
ihrer Bestimmung übergeben werden.
Im vergangenen Herbst hatte die Stadtjugendpflege Wetter erste Kontakte zum Polizeipräsidium Mittelhessen aufgenommen, um sich über die "LEON-Hilfe-Inseln" zu informieren. Schnell
stand der Entschluss fest, dass die Stadt zukünftig ihren jüngsten Mitbürgern Anlaufstellen bieten möchte, an denen diese Hilfe in den unterschiedlichsten Situationen bekommen. Der Gewerbeverein mit seinem Vorsitzenden Franz Mehring knüpfte die entsprechenden Kontakte zu den Gewerbetreibenden und es erklärten sich schließlich 18 Geschäfte, Banken und Institutionen bereit, als "LEON-Hilfe-Insel" zu fungieren. Die Geschäfte schließen dazu einen Vertrag mit der Stadt und erhalten einen entsprechenden Notfallplan und Verhaltenshinweise zum Umgang mit einem hilfesuchenden Kind. Durch ein von außen deutlich sichtbares "LEON-Hilfe-Insel-Plakat" an den Geschäftsräumen sind sie als Anlaufstelle für jedermann erkennbar.
Foto links: Die LEON-Hilfe-Inseln dienen als Anlaufstelle für Kinder in bedrohlichen Situationen.
In Anwesenheit des Kinderkommissars LEON, der Sympathiefigur der Polizei Hessen und „Schutzpatron“ des Projektes LEON-Hilfe-Inseln, wurde durch Polizeipräsident Manfred Schweizer und Bürgermeister Kai-Uwe Spanka das erste Plakat offiziell übergeben.
Franz Mehring (von links), Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, Ute Pfeifer vom Bestellshop Berghöfer, Polizeipräsident Manfred Schweizer, Polizeihautpkommissar Richard Wolf, Kinderkommissar LEON, Annika Mankel von der Jugendförderung und Kriminalhauptkommissarin Jutta Laucht statteten dem Bestellshop Berghöfer als 1. "LEON-Hilfe-Insel" einen Besuch ab.
Herr Schweizer (Foto rechts) beglückwünschte die Stadt Wetter zu dem Projekt. Wetter sei – neben Stadtallendorf – bereits die zweite Stadt im Landkreis Marburg-Biedenkopf, die das Projekt umsetze und damit ihren Beitrag leiste, die "LEON-Hilfe-Inseln" in ganz Hessen bekannt zu machen. Je mehr Gemeinden sich für LEON entscheiden, umso besser gelinge es, dass Kinder sich auch in anderen Städten zu Recht finden und Hilfe bekommen, wenn sie sich z. B. verlaufen haben oder sich anderweitig in Gefahr befinden. Bürgermeister Spanka bedankte sich bei den Gewerbetreibenden und sagte, dass sie mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit in ihrer Stadt leisten.
Wie wichtig ein entsprechendes Wohlfühlklima für eine Stadt ist, verdeutlichte auch das Mutmach-Lied, das von Kindergartenkindern vorgetragen wurde. Darin ging es eben auch darum, dass es gut ist, wenn man sich nicht nur auf sich selbst verlassen muss und es Menschen gibt, die man um Hilfe bitten kann.
Kindergartenkinder tragen das Mutmach-Lied vor, das sehr gut zu dem Projekt "LEON-Hilfe-Inseln" passt.
Damit wirklich alle Kinder nicht nur in Wetter, sondern auch in den Stadtteilen den Kinderkommissar LEON und die "LEON-Hilfe-Inseln" besser kennenlernen können, plane die Jugendpflege in den nächsten Wochen Aktionen in den Kindergärten und Grundschulen, versprach Annika Mankel von der Jugendförderung im Nordkreis den anwesenden Eltern.
Nach dem offiziellen Teil gesellte sich der lebensgroße LEON unter die Marktgäste und wurde insbesondere von den Jüngsten in Beschlag genommen.
Foto links: Kinderkommissar LEON tanzt zu der Melodie eines Dudelsackpfeifers
Hierbei stellte sich heraus, dass LEON bei den Grundschulkindern kein Unbekannter ist. Sie erzählten, dass sie den Polizei-Kinderkommissar bereits aus ihren Hausaufgabenheften kennen, die sie von ihrer Schule erhalten haben.
Dies macht Hoffnung auf eine große Akzeptanz der LEON-Hilfe-Inseln in Wetter!
Foto: Kinder im Gespräch mit Hauptkommissarin
Jutta Laucht und Kinderkommissar LEON
Jutta Laucht, Jugendkoordinatorin
der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf
PP MH | 24.05.2011 | Ac.
